Was ist Lerngefühl? Ist es ein Gefühl von schlagfertiger Leichtigkeit und Kompetenz – am besten sofort – beim Lernen? Ein Gespür von erlebter Begabung oder Veranlagung? Ein Erlebnis, das bestätigt, dass ich ein Naturtalent bin? Oder kann sich ein sehr sinnbehaftetes und gewinnbringendes Lerngefühl ganz anders – auch sogar negativ behaftet – anfühlen?
Wenn wir unsere Kompetenz in einer Zweitsprache steigern wollen – und erst recht, wenn wir eine Fremdsprache gänzlich beherrschen wollen (das ist unter Umständen tatsächlich realisierbar!) – sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass dieses Unterfangen unweigerlich mit einer Aushaltung von teilweise unangenehmen Emotionen unsererseits als Lernende verbunden ist. Wir müssen dazu bereit sein, diese unangenehmen Gefühle anzuerkennen, sie zu spüren und zu verarbeiten, um ein größeres Ziel zu erreichen: sich behaupten zu können und in Verbindung mit anderen Menschen zu treten, in einer Sprache, mit der wir in unserer Kindheit nicht vertraut waren.
Unangenehme Gefühle sind Emotionen, die wir meistens von uns wegschieben oder nicht wahrhaben wollen. Wir wollen nicht frustriert sein, uns nicht vor unserem Unwissen schämen, uns nicht als schwach oder nicht meisterhaft und kompetent genug in unserem Können zeigen wollen. Der Erwerb und die nachhaltige Instandhaltung einer Zweitsprache verlangt aber jedoch von uns, genau dies zu tun: die Gefühle anzunehmen, wie sie sind, sie zu nennen und spüren, und dann trotzdem in einem Vertrauen an unserer Resilienz und Lernfähigkeit weiterzumachen. Einfach weitermachen. Auch wenn uns das schwerfällt.
Was uns bei dieser Aufgabe am nachhaltigsten unterstützen kann, ist ein Sprachcoach, der diese Dynamik bestens versteht, vor allem einer, der sie aus eigener Erfahrung kennt und uns Empathie und Mitgefühl – verständnisvoll, fürsorglich und urteilsfrei – entgegenbringen kann. Ein Sprachcoach, der uns in den Arm nimmt und uns so sieht, wie wir sind, wo wir sind, und uns ermutigt, weiterzumachen, auch wenn uns es schwerfällt, mit unseren Fehlern, unserer Demütigung, unseren Unzulänglichkeiten im spontanen und aktiven Sprechfluss konfrontiert zu werden. Der das gerne für uns im Geiste der Gegenseitigkeit, des menschlichen Austausches und des Vertrauens leistet. Das ist meine Aufgabe. Hello 🙂
Die treibende Kraft meiner Arbeit ist es, dich kennenzulernen: Wer bist du, und warum? Wo kommst du her? Wo willst du hin? Was treibt dich? Wie können wir unsere gemeinsame Arbeit in meiner Muttersprache im Geiste der Neugierde und des Austauschs angehen, auch in einem Bewusstsein deines Levels? Denn auch wenn ich in einer lehrenden Tätigkeit arbeite, lerne auch ich ständig dazu. Was kannst du, was ich nicht kann? Was können wir voneinander lernen? Was entsteht aus unserer Verbindung, die uns beiden bereichert?
Ich bin gespannt darauf, dir zu begegnen. Sag hallo. Ich freue mich, auf unser Gespräch.
