Erstes Wort in der E-Mail großschreiben auf Englisch? Ja oder nein?

Soll man in der ersten Zeile nach der Begrüßung in einer E-Mail bzw. in einem Brief den ersten Satz mit einem Großbuchstaben anfangen?

Auf Englisch: EIN VEHEMENTES JA, LIEBE LEUTE!

JA.

JA.

JA!

Und leider macht das kaum jemand in Deutschland! Die deutsche Regelung dazu sitzt anscheinend ganz tief! Im Deutschen betrachtet man das so, als hätte der erste Satz bereits mit der Begrüßund begonnen (und ein Satz beginnt immer mit einem Großbuchstaben). Tatsächlich ist es aber so, dass der erste Wort des Satzes „auf Englisch“ erst nach der Begrüßung beginnt.

Begrüßung ist der Satzanfang -> „Hallo Sven,

ich hoffe, es geht dir gut!“ <-Satzende

Begrüßung -> „Hello John,

Satzanfang -> How did the presentation go?“ <-Satzende

Benutzt man die in Großbritannien weit verbreitete offene Form (also ohne Komma nach „Hello John“), beginnt man die erste Zeile nach wie vor mit einem Großbuchstaben.

Also bitte! Immer schön groß loslegen!

Weitere Tipps vom Englischprofi nötig? Gerne helfe ich dir, dein Team oder dein Unternehmen beim weiterkommen! Let's get started!

Stellenausschreibung „M/W/D“ auf Englisch?

Grüßt euch, liebe HR-Mitarbeiter! Inzwischen hat sich M/W/D bei der Stellenausschreibung im deutschsprachigen Raum durchgesetzt. Im Deutschen steht D bekanntermaßen für divers. Wie macht man das aber im Englischen, wenn man inklusive sein will?

Meine Empfehlung: m/f/x (male/female/x)

X-gender bezieht sich nicht unbedingt auf ein eigenständiges drittes Geschlecht, sondern umfasst diverse nichtbinäre Identitäten, unabhängig von den Geschlechtsmerkmalen einer Personen. X kann somit als Umbrella-Term oder Oberbegriff verstanden werden und ist in dieser Funktion weltweit verbreitet.

So get it right! Inclusion for the win!

„Früher“ ins Englische übersetzen

Früher war alles besser… naja, ob das so stimmt. Aber für Deutsche wird es oft kniffelig, wenn es darum geht, das Wort früher ins Englische zu übersetzen. Gut gelingt uns das, wenn es darum geht, früher im Sinne von „früher als erwartet“ zu übersetzen: das ist ganz klar „earlier“–aber wie übersetzt man früher am besten im Sinne von „früher war alles besser“?

Eine schlechte Lösung, die ich in Deutschland häufig zu hören bekomme ist „in former times„–wenn du das oft so einsetzt, wird es Zeit, umzudenken. Es ist nicht so, dass es überhaupt kein Englisch ist. Im Gegenteil, man kann es schon sagen oder schreiben. Es wirkt nur extrem steif, irgendwie altertümlich. Es ist also keine gute Lösung für dein Alltagsenglisch. Generell gilt es, diese Formulierung zu meiden. Schauen wir uns die besseren Alternativen an:

Eine wesentlich bessere Lösung für das Problem ist „in the past„. Das ist eine gute umschreibende Übersetzung. Nur wir haben tatsächlich eine noch bessere grammatische Lösung, die die Bedeutung von „früher war es so und so (und heute nicht mehr)“ passgenau ins Englische überträgt–used to + Verb.

Früher war alles besser = Everything used to be better.

Die negierte Form hierzu lautet didn’t use to.

  • I didn’t use to exercise as much as I do these days.
  • I used to be a lot less serious about my health than I am these days.

Gar nicht so kompliziert oder? So if you used to say „in former times“, let’s make that a thing of the past. Used to + Verb geht immer klar! Aber pass auch auf: Used to + Verb+ing heißt etwas ganz anderes: Nämlich, dass man gewohnt ist, etwas zu tun.

I used to wake up early. = Früher bin ich früh aufgestanden.

I‘m used to waking up early. = Ich bin es gewohnt, früh aufzustehen.

Gutes Gelingen 🙂 !