Die Unterschiede zwischen lend / borrow / rent / let / hire

leihen – mieten – verleihen – borgen – anmieten

Es ist kein Wunder, dass wir Wörter wie rent, lend, borrow so let im Englischen durcheinanderbringen. Ich erkläre Ihnen heute, wie diese Begriffe abzugrenzen sind:

BORROW v/s LEND

I borrowed Dan’s car. – Ich habe Dans Auto geliehen.

Dan lent his car to me. / Dan lent me his car. – Dan hat mir sein Auto geliehen.

Im Deutschen könnten wir beide Sätze wunderbar mit dem Verb „leihen“ regeln. Im Englischen geht das – wie es oben zu sehen ist – nicht.

RENT – U.S. English

We rented a car while we were in Italy. – Wir haben ein Auto gemietet. 

We rented our apartment to guests using AirBnB while we were away. – Wir haben unsere Wohnung (unter-)vermietet.

Im Gegensatz zum Deutschen wiederum benutzt man das Verb rent sowohl für mieten als auch für vermieten, während wir im Deutschen die Konzepte klar abgrenzen mit dem Zusatz des Präfixes „ver-„.

LET – U.K. English

Flats to let. – Wohnungen zu vermieten. 

Let ist die Äquivalent von vermieten im britischen Englisch. Hier geht es um Höflichkeit: Die ausdrückliche Erwähnung der Zahlung von Miete (ergo Geld) für das Überlassen der Geschäfts- bzw. Wohnräume wird somit vermieden. Man kann das als eine gehobene Sprache betrachten. In den Staaten ist diese Gebrauchsweise unbekannt.

RENT – U.K. English 

I’ve rented a small flat in central London. – Ich habe eine kleine Wohnung im Herzen Londons gemietet. 

Rent ist die Äquivalent von mieten im britischen Englisch – hier fließt Geld von einer Tasche in eine andere (reichere).

RENT v/s HIRE – U.K. English

We hired a car when we were in Italy. – Wir haben ein Auto in Italien gemietet.

Hier geht es um ein kurzfristiges Mieten.

RENT v/s HIRE – U.S. English

We rented a boat at the lake last weekend.

We hired the best contractor in town to build our house.

Rent benutzt man also für Gegenstände und Immobilien während hire eher zu einer Dienstleistung passt.

Ganz schön viel zu erklären! Hope this helps! 🙂

 

 

Unterschied zwischen „make“ und „do“

Haben Sie sich zwischendurch auch mal fragen müssen: Mensch… make ich das im Englischen eigentlich? Oder do ich das doch eher?

Eine berechtigte Frage, denn es wäre ja verkehrt, make schlicht als „machen“ bzw. do als „tun“ zu begreifen.

Im Groben kann man sagen, dass make eine schaffendes, kreierende, produzierende Tätigkeit beschreibt–wie quasi etwas aus dem nichts erschaffen oder diverse Teile wieder neu zusammenzustellen.

I made an appointment for next Tuesday.

He made a long list of things we need to work on.

She made a few calls when she got to work this morning.

I don’t usually make the bed during the work week. 

Das funktioniert im Deutschen mit machen ganz genauso (ich mache viele Fotos/ich mache mir etwas zu essen/er macht eine Pause). Man kann aber in vielen Kontexten machen durch tun ersetzen, wenn es darum geht, eine allgemeine Tätigkeit/Tat zu beschreiben:

Was machst du gerade / was tust du gerade?

Tue das bloß nicht / mache das bloß nicht.

Aber sie sind auch im Deutschen in vielen Fällen nicht austauschbar:

Tue mir einen Gefallen / Mache mir einen Gefallen

Das macht nichts aus / Das tut nichts aus

Mein Kopf tut weh / Mein Kopf macht weh

Im Englischen ist es im Grunde genommen genauso. Do im Englischen beschreibt die Ausführung einer Tätigkeit im allgemeinen Sinne. Da wird eine Sache wohl erledigt aber nicht unbedingt kreiert, produziert oder geschaffen:

I’m doing my homework. (Teachers make homework (produzierend), students do homework (ausführend/erledigend))

She’s doing her driver’s license.

He does the laundry every Saturday.

Q: What are you doing after work? A: Oh, nothing much.

Wer sich den Unterschied anhand meiner Erklärung nur schwer merken kann, lernt gleich am besten die komplette Kolokation:

do the washing up / do your chores / do a course / do your hair, etc.

make the bed / make a call / make a list / make trouble / make a fuss / make a big deal out of something / make sense / make a noise, etc.

Vokabeln lernt man sowieso am effektivsten, wenn die Vokabeln in einem bestimmten Kontext eingebettet sind!

gonna, wanna, dunno: Wie benutze ich diese Wörter im Englischen?

gonna / wanna / dunno & Co.

When should I use words like “gonna” in English?

The answer is never… unless you wanna.

Recently a client asked me when to use the word “gonna” in English: an online translation tool had suggested she use it when she typed in the query “Ich werde ins Kino gehen”. The suggested translation was: “I’m gonna go to the cinema.”

Wanna and gonna are examples of the kind of relaxed pronunciation that is often used in spoken English, in particular in informal speech (and especially in American English) instead of saying (or typing, for instance in an SMS or online) want to and going to.

We do not typically use these words in a professional setting. So in fact, the translation tool was doing its job: punch in a casual sentence, receive a causal answer. But that goes to show you that using translation tools can only get you so far if you don’t fully understand the basics, such as the difference between „going to“ and „will“.

Don’t get me wrong: gonna and wanna are considered a part of the standard language and used accordingly (just like contractions such as they’re and you’ll). However, though you’ll certainly find these words in a dictionary, they’re never used in very formal speech or in formal, academic or legal writing.

The words wanna and gonna reflect how words like ofto and have very often elide to a schwa sound in [ə] rapid speech. See the following examples:

  • a lot of: a lotta
  • kind of: kinda
  • out of: outta
  • sort of: sorta
  • going to: gonna
  • got to: gotta
  • have to: hafta
  • want to: wanna
  • ought to: oughta
  • could have: coulda (or could uhv)
  • must have: musta (or must uhv)
  • should have: shoulda (or should uhv)
  • would have: woulda (or would uhv)

There are plenty of other examples. Dunno which ones? (dunno = don’t know) You oughta start paying more attention to song lyrics when you stream or switch on the radio.

The same thing happens all the time with the word „you“:

  • did you: didja
  • do you: d’ya
  • don’t you: doncha
  • got you: gotcha
  • get you / get your: getcha
  • would you: wouldja

This kind of elision is everywhere! And if you’re a fan of English-language sitcoms and movies, if you pay more attention as you watch, you’ll start hearing how the actors elide words in this way almost all of the time.

So the next time you’re down to Netflix and chill, don’t forget to your homework.

 

 

 

„Bis“ im Englischen: By or Until?

I’ll be in the office by 10 o’clock.

I’ll be in the office until 10 o’clock.

Beide Sätze kann man wie folgt ins Deutsche übersetzen: „Ich bin bis 10 Uhr im Büro.“

Äh? Was ist da also eigentlich im Englischen der Unterschied? Finden Sie die Präposition „until“ ganz schön sympathisch während Sie „by“ nicht so richtig auf dem Radar haben in diesem Zusammenhang? Typisch Deutsch! Naja… wenn sie im Kontext „bis“ im Sinne von „spätestens um 10 Uhr“ gemeint hätten, wäre das eigentlich falsch. An diesem Beispiel wird deutlich, wie uneindeutig und kontextabhängig die deutsche Sprache so sein kann.

Ich zeige Ihnen, wie es im Englischen geht:

UNTIL

Ab dem Zeitpunkt UNTIL tritt eine Veränderung im bisherigen Ist-Zustand (oder Wird-Zustand) ein: I’ll be in the office until 10 o’clock… Vor 10 Uhr bin ich also im Büro und ab 10 Uhr bin ich weg.

I hadn’t thought of taking care of it that way till now. (aber jetzt ist eine Veränderung eingetreten und ich auf einmal denke ich eben doch darüber nach)

BY

Denken Sie an das Lied Wonderwall von Oasis: „by now I should have somehow realized what I’ve got to do“ …spätestens jetzt hätte ich es eigentlich begreifen müssen.

Mit der Präposition BY handelt es sich also um eine Deadline–eher eine Einladung zur Torschlusspanik–I’ll need this back by Wednesday. Will you have it back to me by then? Spätestens dann muss es eben passiert sein, sonst haben wir ein dickes Problem!

BY V/S UNTIL

Noch einmal im Vergleich:

I’ll be in the office until 10 a.m. (und ab 10 Uhr bin ich weg–erst um 10 Uhr tritt eine Veränderung des Ist-Zustandes „ich bin im Büro“ ein)

I’ll be in the office by 10 a.m. (ich bin noch nicht im Büro aber spätestens um 10 Uhr bin ich da. Womöglich komme ich sogar schon etwas eher an aber um 10 Uhr allerspätestens kann man davon ausgehen, dass ich im Büro angekommen bin)

Got it?

Dauern: Der Unterschied zwischen „last“ und „take“

Der Film dauert 90 Minuten.

Die Fahrt von Düsseldorf nach Wuppertal dauert ungefähr 30 Minuten.

Es dauert und dauert und dauert… aber die entscheidende Frage im Englisch ist, does it take or last?

Ganz richtig: Es gibt zwei unterschiedliche Übersetzungen. Schauen wir die zwei Beispiel von oben an:

Der Film dauert 90 Minuten: The film lasts 90 minutes.

Die Fahrt dauert 30 Minuten: The drive takes 30 minutes. 

Was ist da wohl der Unterschied? Naja… Der Film dauert im Sinne von „lasts“ immer grundsätzlich 90 Minuten. It always lasts this long. Würde der Film im Kino spielen, könnte man den Film nicht verkürzen. Er dauert so lange wie er eben dauert. There is a beginning and end with a fixed duration between the two. Und wir haben keinen Einfluss darauf. Es ist also ein eher passives Erlebnis, dieses dauern. Es ist ein bisschen wie in dem Beispiel „trust me – it won’t last.“ glaub‘ mir, es wird nicht lange so bleiben – fait accompli – eine vollendete Tatsache, worauf man keinen Einfluss hat.

Die Fahrt von A nach B hingegen kann zwar anhand von äußeren Faktoren ziemlich stark variieren je nach Witterung, Verkehrslage, ob es gerade Ferienzeit ist, usw. Man hat aber einiges, worauf man Einfluss hat: Man kann die Strecke wählen, die man fahren möchte. Ich kann meine Fahrgeschwindigkeit (wenigstens wenn die Autobahn frei ist) selbst bestimmen. Ich kann mich kurzfristig für einen Umweg entscheiden, falls der Verkehr auf einmal stockt, usw.  Man kann also davon ausgehen, dass die Dauer der Fahrt in diesem Fall mehr oder weniger recht unterschiedlich sein kann im Sinne von „takes„.  In general or on average, it takes about this long, though maybe a bit more but perhaps a bit less. It depends! Es hängt unter anderem von meinen Entscheidungen ab. Takes beschreibt ein aktiveres Erlebnis von dauern also.

English class lasts 90 minutes. (Even though I wish it lasted longer!)

It takes me about 30 minutes to get ready for work in the morning. (Depending on how fast I drive)

I didn’t expect it would take you this long to get here. (You sure took your sweet time, didn’t you?)

The meeting lasted 2 hours longer than it usually does. (Oh I wish it hadn’t–but I couldn’t change it). 

Hinweis! Beim Einsatz des sogenannten Preparatory „it“, wird das Verb take immer benutzt:

It can take a long time to master a foreign language.

It took her longer than she expected.  

It’s taken him forever to finally make a decision. 

 

 

„borrow“ vs. „lend“ im Englischen

„Stefan hat mir seinen Stift geliehen.“ 

„Ich habe den Stift von Stefan geliehen.“

leihen/borgen = im Deutschen komme ich in diesem Fall mit nur einem Verb aus. Aber wie ist das im Englischen sauber zu regeln? Der anglophile Leser weiß, dass wir die Konzepte mit zwei ganz unterschiedlichen Verben strickt trennen:

borrow v/s lend

„Stefan borrowed me his pencil.“   – wäre das richtig? Oder ist das Quatsch?

…quatsch! Korrekt wäre: „Stefan lent me his pencil!“ (meaning I borrowed the pencil from Stefan).

Wer borrow-t benötigt etwas, das sein Gegenüber hat. Wer lend-et–so großzügig wie er oder sie ist–hat etwas, das der Borrower benötigt. Der Borrower nimmt während der Lender etwas vorübergehend zur Verfügung stellt.

Got it?

Test your knowledge! Welche Sätze sind richtig und welche sind falsch? Die Antworten finden Sie unten:

  1. We lent money from the bank to buy a house.
  2. We borrowed money from the bank to buy a house.
  3. I didn’t have any money to buy lunch with, so he lent me 5 dollars.
  4. He borrowed me five dollars so I could buy lunch.
  5. Oh, no! It’s raining. Could you borrow me your jacket?
  6. He lent me his jacket because it was raining outside.
  7. I needed money to pay the bus fare, but he wouldn’t let me borrow any of his money.
  8. He wouldn’t lend me any money when I needed it to pay the bus fare.
  9. I borrowed you five bucks last week. Could you pay me back now?
  10. You lent five bucks from me last week. Could you pay me back now?

 

 

 

 

 

1). wrong: borrowed 2). correct 3). correct 4). incorrect: lent 5). incorrect: lend 6). correct 7). correct 8). correct 9). incorrect: lent 10) correct

 

Fremdsprachen-Freaks: Why some seem to have it so easy

„Ich habe null Talent für Fremdsprachen.“

Derartige Äußerungen bekomme ich relativ häufig zu hören und… da könnte was dran sein. Warum scheinen manche es aber wesentlich einfacher zu haben als andere, wenn es darum geht, eine Fremdsprache zu meistern? Hier drei einleuchtende Links:

Kurzum sieht es folgendermaßen aus:

Manche haben tatsächlich ein besseres Ohr für Sprachen, auch wenn es um die Unterscheidung unterschiedlicher Phoneme in der eigenen Muttersprache geht. Zudem besteht laut einer Studie der kanadischen McGill University bei manchen Menschen während des Schlafs eine verstärkte Kommunikation zwischen sprachverarbeitenden Hirnteilen.

So does your left anterior operculum enjoy chatting with your left superior temporal gyrus when you’re asleep? It might make learning English easier, but worry not: no matter how your brain is wired and whether or not you have a knack for distinguishing one phoneme for another, with time, effort and persistence, you can get from where you are now to where you want to be.

So keep it up!

 

Deutsch oder Englisch – welche Sprache ist einfacher?

Diese Frage wird relativ häufig gestellt. Deutsch hat den Ruf, etwas umständlich zu sein–Deutsch als eine Zweitsprache zu meistern ist in der Tat eine Mammutaufgabe–aber ganz ehrlich: Man würde zu unrecht behaupten, dass Englisch eine leichte Sprache zu lernen sei. Welche Sprache ist also eigentlich schwieriger?

Zu den Unterschieden zwischen Sprachen sagte Jacobsen bekannterweise folgendes: “Sprachen unterscheiden sich nicht in dem, was sie ausdrücken können, sondern in dem, was sie ausdrücken müssen.”

The woman, the dog, the rocketship. / Die Frau, der Hund, das Raketenschiff.

Ich fuhr das Auto in die Garage. Mein Auto steht in der Garage. / I drove the car into the garage. My car is in the garage.

Ich habe gegessen. Ich bin gelaufen. / I’ve eaten. I’ve walked.

Man könnte also an dieser Stelle meinen, dass es in punkto Einfachheit im Deutschen nicht so gut aussieht aber die Äußerung, “Ich esse Fisch.” kann man wie folgt ins Englische übersetzen:

I eat fish. I’m eating fish. I’ll eat fish. I’m going to eat fish. I’ll be eating fish.

Meine Güte! Wie soll man die zigfachen englischen Zeitformen bloß auseinander halten?

Die Deutsche Sprache zwingt den Sprecher dazu, den Unterschied zwischen Bewegung und Statik sprachlich zu markieren bzw. den Unterschied zwischen dem Geschlossenen und Offenen zu markieren:

Wir haben im Park gegessen. (Statik) Aber wir sind durch den Park gelaufen. (Bewegung)

Wir sind im Park spaziert. (Park als ein geschlossener Ort) Wir sind in den Park spaziert. (Wir sind von Außen über eine Grenze in den Park gelaufen)

Die Deutsche Sprache zwingt mich auch in der Regel dazu, meinem Gesprächspartner zu sagen ob eine Drittperson männlich oder weiblich ist: Habe ich mit meinem Steuerberater oder mit meiner Steuerberaterin telefoniert? Im Englischen ist das alles Wurscht!

If I say in English „So I had lunch with a friend of mine yesterday and…“ a native German speaker is interrupt with the question „Was your friend a man or a woman?“ –whereas an English speaker would have likely waited to find that information from context.

Die englische Sprache zwingt mich wiederum dazu, viel mehr Information auf den Verben zu markieren:

I run (grundsätzlich/in der Regel/immer/nie)

I‚m running (ich bin gerade im Moment noch dabei)

I ran (zu einem Vergangenen Zeitpunkt)

I‚ve run (eine bereits vollzogene Handlung, die Einfluss auf die/einer Bindung zur Gegenwart hat)

I‚ve been running (seit 10 Jahren / seit gestern / schon mein ganzes Leben) usw., usw.

Im Deutschen lassen sich solche Details aus dem Kontext erschließen bzw. sie sind uns egal. Die englische Sprache zwingt mich aber dazu, meinem Gegenüber diese Informationen mitzuteilen. Deshalb fällt es uns Deutschsprachigen oft schwer, ein schönes Englisch zu sprechen bzw. zu schreiben. Die englische Sprache ist unheimlich verblastig, während unsere Muttersprache die Substantivierung favorisiert. Dabei nervt es aber den deutschlernenden Englischsprachigen, dass man erst ganz zum Schluss des Satzes erfährt, mit welchem Verb wir es tun tun haben–im Englischen findet man das gleich am Anfang des Satzes heraus!

Gestern ist diese super nette Frau, die du mir schon seit Jahren vorstellen wirst, zufällig in der Stadt begegnet.

I happened to run into the super nice woman that you’ve been wanting to introduce me to for years in the city yesterday.

Haben Sie gemerkt, dass wir im Deutschen als aller erstes den Zeitpunkt erfahren, während er ganz zum Schluss im Englischen erwähnt wird?

Und wussten Sie, dass die deutsche Sprache mich sogar dazu zwingt auch den folgenden Unterschied zu Markieren?

Das Buch liegt auf dem Tisch. Der Löffel liegt auf dem Tisch. (Gegenstände, die einen „Rücken/Bauch“ haben–haben die es im Deutschen gemütlich!) / Das Glas steht auf dem Tisch. Die Pfeffermühle steht auf dem Tisch. (Gegenstände, die einen Fuß bzw. Beine haben–die würden sich doch bestimmt allzu gerne bei passender Gelegenheit eben hinsetzen)

Isn’t it crazy that one languages forces us to communicate information that another language couldn’t care less about? Can you think of any other examples?

 

 

So meistert man eine Fremdsprache: Tipps vom Englisch-Profi

Passt eine der folgenden Aussagen zu Ihnen?

“Ich brauche dringend Englisch, aber ich habe leider gar kein Talent für Fremdsprachen.”

“Englisch habe ich schon in der Schule gehasst. Deshalb habe ich mich zum Teil für diesen Beruf entschieden… und auf einmal brauche ich Englisch dann doch noch.”

“Englisch konnte ich nie und ich werde es auch nie richtig können. Fremdsprachen sind einfach nicht mein Ding.”

Mensch! Man hat ja noch nicht einmal wirklich angefangen und schon jetzt hat man aufgegeben?

Haben Sie sich je gedacht:

“Ich brauche unbedingt einen Crash-Kurs. Das muss jetzt ganz schnell gehen! Oder vielleicht mache ich eine Sprachreise… dann bin ich endlich fit!”

Nein: Brauchen Sie nicht. Nein: Muss es nicht. Das wird ganz einfach nicht funktionieren. Nicht wie Sie sich das vorstellen. Sorry.

Eine Fremdsprache zu meistern ist ein langfristiges Unterfangen. Es führt kein Weg daran vorbei. Das muss man ganz einfach akzeptieren. Rome wasn’t built in a day. Das gilt auch für den Spracherwerb. Es geht nicht von heute auf morgen. Es geht auch nicht in zwei Wochen bei irgendeiner Schule auf Malta. Es geht nicht einmal in zwei Monaten. Wer Crash-Kurse verkauft, will nur an Ihr Geld.

Ein Grammatikbuch ist ein Anfang. Eine App oder sonstige Software? Auch gute Anfangspunkte, aber: Ein Computer alleine wird Sie nicht an Ihr Ziel bringen können.

Wer eine Fremdsprache wirklich meistern will, muss Eines verstehen: Ohne die regelmäßige, beständige, langfristige Auseinandersetzung mit der Fremdsprache im Rahmen von authentischen, spontanen Sprechsituationen mit Muttersprachlern, die interessant sind und Spaß machen, wird es Ihnen niemals gelingen, eine Fremdsprache flüssig und selbstbewusst zu beherrschen, geschweige denn diese zu meistern.

Doof oder? Bestimmt nicht das was Sie hören wollten. Aber hey, Sie können jeden Tag dafür sorgen—ganz ohne sich wirklich anstrengen zu müssen—dass es Schritt für Schritt vorwärts geht. Aber damit man wirklich täglich (oder so häufig wie möglich) am Ball bleibt, muss das, was man tut, interessant sein und auch Spaß machen.

“Aber Sprachenlernen macht mir keinen Spaß.”

Quatsch. Passives Lernen sollte man niemals unterschätzen!! Hier ein paar Tipps für Sie. So trainiert man ohne ins Schwitzen zu kommen:

Hören Sie gerne Radio oder Podcasts? Wie wäre es mal auf Englisch?

Lassen Sie die Programme während des Kochens oder Entspannens laufen. Hören Sie nur so viel, wie Sie hören können, ohne dass Sie frustriert oder gelangweilt werden. Es sollte keine Qual sein. Wenn Sie ein Wort zum ersten Mal hören, versuchen Sie es aus dem Kontext heraus zu verstehen. Schreiben Sie es auf und schlagen es später nach.

Dazu emfehle ich meine Lieblingsonlinewörterbücher:

  • dict.cc (es ist wirklich besser als Leo)
  • linguee.de (diese Seite ist gut, wenn man mehrere aufeinanderfolgende Wörter nachschlagen möchte wie “sich den Kopf zerbrechen” oneself the head to break to apart? Nö: To rack one’s brain)

Gucken Sie gerne Filme oder Serien? Versuch das dann mal auf Englisch! Schauen Sie sich die Programme an, auch wenn Sie nicht alles verstehen. Auch wenn Sie vieles nicht verstehen. Das müssen Sie gar nicht. Es geht nur darum, der Fremdsprache möglichst häufig—wenn auch passiv—ausgesetzt zu sein. Auch so lernt man wirklich einiges! Wenn es anstrengend ist, remember: Being uncomfortable is what makes us grow!

Dank des Internets geht Bildung auch vor der Glotze.  Allerdings nicht wenn Sie sich Schwiegertochter Gesucht anschauen.

Tun Sie gerne was für Ihre Allgemeinbildung?

Es gibt so viele schlaue Köpfe da draußen! Und fünf Minuten hat doch wirklich jeder.

Lesen Sie gerne Zeitschriften? Es gibt eine für jede Interessengruppe. Lesen Sie Artikel, die Sie interessant finden, bis Sie von der Paywall blockiert werden.

Durchstöbern Sie die englischsprachige Wikipedia (eine meiner Lieblingsbeschäftigungen):

  • wikipedia.org (und machen Sie endlich einmal auch eine Spende!) Sie können auf der Startseite anfangen und los geht’s mit dem Lesen. Wechseln Sie dann bei einem beliebigen Thema zwischen Deutsch und Englisch. So können Sie kontrollieren, ob Sie alles wirklich verstanden haben.

Schauen Sie sich ein paar YouTube videos an (denn wer macht das nicht gerne?):

Lernen Sie auf YouTube z.B. ein neues Rezept auf Englisch. Das ist eine wirklich tolle Übung, durch die etwas leckeres als Belohnung entsteht. Einige Vorschläge für Koch-Kanäle, die Ihnen gut gefallen könnten:

Sorgen Sie für eine fremdsprachliche Herausforderung bei Ihrer nächsten Reise ins Ausland. Muss es wirklich immer Mallorca sein? England, Scotland, Ireland, Wales… They’re just across the channel! Insbesondere Irland kann Ihr Portmonnaie schonen. Aber die Regenjacke bitte nicht vergessen. Wer gebildet sein will, muss auch mal schlechtes Wetter leiden… es sei denn man fliegt in die Staaten, nach Australien oder Südafrika.

Do a bit every day. And never, ever quit. Like they say, Übung macht den Meister. It really does!

Der Unterschied zwischen „remember“ und „remind“

IMG_3292remember v/s remind:

commit the difference to memory!

Am vergangenen Freitag erinnerte mich ein Fehler im mündlichen Ausdruck eines Kunden daran, dass ich schon lange ein Post zu diesem Thema schreiben will: was ist denn der Unterschied zwischen to remember so to remind? Im effizienten Deutschen reicht ja immerhin ein einziges Verb: erinnern – also um potenzielle Sprachpannen zu vermeiden, halte Folgendes in Erinnerung:

 

 

 

REMEMBER

“Remembern” macht man innerlich: man hält etwas in Erinnerung, das wieder hervorgerufen werden kann.

remember + to Infinitiv verwendet man, wenn man etwas nicht vergessen will oder soll:

  • Please remember to pick the kids up from school this afternoon!

 

remember + Gerundium verwendet man, wenn man sich daran erinnern kann (oder eben nicht), etwas getan zu haben:

  • I don’t remember walking home last night. I must have had one too many margaritas.

 

REMIND

Im Gegensatz zu remember, kommt ein Reminder eher von außen – entweder ruft etwas in unserem Umfeld in uns eine Erinnerung hervor oder jemand erinnert uns daran, etwas nicht zu vergessen:

  • That reminds me of the time my dad fell off a horse.
  • She reminded me to brush my teeth.

 

Aber warte mal! Gibt es nicht auch andere Übersetzungen von dem Wort Erinnerung? Ja klar! Was wäre die Welt ohne Vielfalt?

 

Memory – Ihr Anlitz rief Erinnerungen in mir wach. Ein memory ist etwas, woran ich mich also erinnern kann. Memory ist aber auch der Begriff für das geistige Vermögen an sich, Ereignisse im Gedächtnis abzuspeichern.

 

Andere Übersetzungen gibt es auch, wie z.B. remembrance (eher emotional geladen im Sinne von ein Gedenken), momento (Erinnerung im Sinne von einem Andenken), souvenir (eine Erinnerung im Sinne von einem Mitbringsel), recollection (impliziert ein bewusstes Erinnern an etwas, insb. mit geistiger Anstrengung oder Mühe verbunden), und so weiter und so fort. Hängt ganz einfach vom Kontext ab!

 

So can you commit all that to memory—also die Unterschiede in Erinnerung behalten?