„Happy“ oder „Lucky“: was ist der Unterschied?

Hin und wieder bringt man diese Worte durcheinander. Aus guten Gründen! Auf Deutsch deckt ein Wort alles ab: Glück

Happy ist ein Gefühl der Freude oder Zufriedenheit, die wir empfinden oder zeigen:

„John came over and looked happy and excited.“

“I’m really happy with my new haircut.”

Happy ist auch ein Gefühl des Vertrauens und der Zuversicht in eine Person, eine Vereinbarung oder eine Situation haben:

„She seemed really happy with our proposals.“

“They seemed happy with most of our ideas.”

Lucky bedeutet Glück haben, Glück bringen oder aus Glück resultieren.

“He was lucky he never got caught.”

“Best of luck!”

Happy with that explanation? Much luck getting it right!

Jesse

Warum English-Coaching? Die unersetzliche Rolle authentischer menschlicher Interaktion beim Lernen und Zweitsprachenerwerb

In einer Welt, die zunehmend von Technologie und virtueller Kommunikation beherrscht wird, kann die Bedeutung authentischer menschlicher Interaktion für den Zweitspracherwerb nicht hoch genug eingeschätzt werden. Zwar haben Sprachlern-Apps, Online-Kurse und Selbstlernmaterialien den Zugang zum Lernen erleichtert, doch fehlt grundsätzlich das entscheidende Element der spontanen, ungeübten Interaktion, die für das Erlernen einer Zweitsprache unerlässlich ist. Im Folgenden erfährst du, warum die Pflege echter Beziehungen zu Muttersprachlern für einen effektiven und nachhaltigen Spracherwerb von größter Bedeutung ist.

The Power of Real Conversations

Stell dir vor, du lernst schwimmen, ohne jemals ins Wasser zu gehen. Auch der Versuch, eine Sprache nur mit Hilfe von Lehrbüchern oder aufgezeichneten Lektionen zu erlernen, kann dich nur bedingt weiterbringen. Echte Sprachkenntnisse erlangt man durch echte Gespräche mit Muttersprachlern, bei denen man gefordert ist, spontan zu denken, in Echtzeit zu reagieren und die Feinheiten der Alltagskommunikation zu bewältigen.

Authentische Gespräche bieten eine Vielzahl von Vorteilen, die strukturierte Lernmaterialien oder Lern-Apps einfach nicht wiedergeben können:

  1. Lernen im Kontext: Im wirklichen Leben lernt man die Sprache in ihrem kulturellen und situativen Kontext. Man lernt Redewendungen, Slang und kulturelle Nuancen, die Lehrbücher nicht berücksichtigen. Menschliche Interaktionen in einer zweiten Sprache erfordern, dass du dich selbst in die Konversation einbringst und dich als die Person zeigst, die du bist: Ein Lehrbuch oder eine App kann dir nicht helfen, diese Herausforderung vollständig zu bewältigen, oder dir helfen, das emotionale Unbehagen zu ertragen, das diese ungewohnte Praxis unweigerlich auslösen wird.
  2. Unmittelbares Feedback: Durch das Gespräch mit einem Muttersprachler erhält man sofortiges Feedback zu Aussprache, Grammatik und Wortschatz. Diese sofortige Korrektur ist von unschätzbarem Wert, um Fehler frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Du wirst herausgefordert, dein Englisch zu benutzen, um zu fragen: „How do I say X?“ oder „Sorry, I didn’t quite catch that.“ Du wirst diese Fähigkeiten festigen müssen, um in der realen Welt Gespräche in Gang zu halten, wenn die Kommunikation unweigerlich zusammenbricht.
  3. Selbstbewusstsein aufbauen: Regelmäßige Interaktionen mit mir – einem Muttersprachler mit einer Leidenschaft für das Erlernen von Sprachen, der aus erster Hand weiß, wie herausfordernd es sein kann und der sich aller Fallstricke für Lernende im Sprachenpaar Deutsch/Englisch bewusst ist – werden im Laufe der Zeit dein Selbstvertrauen, deinen Sinn für Handlungsfähigkeit und deine Autonomie aufbauen, was schließlich zu einer Sprachkompetenz führt, die sich angenehm anfühlt und deinen Bedürfnissen für Business English und das Privatleben entspricht. Wenn du dich an bedeutungsvollen Gesprächen beteiligst, wirst du dich immer wohler fühlen, weil du dich vollständiger und freier zum Ausdruck bringen kannst.
  4. Interkulturelle Einsichten gewinnen: Sprache und Kultur sind eng miteinander verwoben. Indem du regelmäßig mit einem Muttersprachler interagierst, erhältst du Einblicke in andere Bräuche, Traditionen und Lebensweisen, die dein Verständnis der englischsprachigen Welt bereichern werden.

The Power of Spontaneity

Spontane Gespräche sind der Lackmustest für Sprachkenntnisse. Sie verlangen von dir, schnell zu denken, dich an verschiedene Sprachmuster anzupassen und zu improvisieren, wenn du mit unbekannten Wörtern oder Ausdrücken konfrontiert wirst. Im Gegensatz zu Dialogen in Sprachlehrbüchern sind spontane Interaktionen eine echte Kommunikation, bei der der Gesprächsverlauf nicht vorhersehbar ist.

Hier erfährst du, warum Spontaneität für den Spracherwerb so wichtig ist:

  1. Natürlicher Redefluß: In spontanen Gesprächen lernst du, in der Zielsprache zu denken, anstatt aus deiner Muttersprache zu übersetzen. Dieser mentale Wandel ist entscheidend für einen flüssigen und natürlich klingenden Sprachgebrauch.
  2. Vokabularausbau: In ungeübten Gesprächen begegnet man einem breiten Spektrum von Vokabeln im Kontext. Dieser authentische Sprachgebrauch hilft dir, deinen Wortschatz organischer zu erweitern, als es das Auswendiglernen je könnte.
  3. Hörverständnis: Spontane Interaktionen schärfen deine Hörfähigkeiten, denn du trainierst dein Ohr, um Wörter, Sätze und Intonationen in Echtzeit zu erkennen. Dieses aktive Zuhören fördert das Verstehen und deine Kommunikationsfähigkeit.
  4. Anpassungsfähigkeit: Sprache ist dynamisch, und bei spontanen Interaktionen lernt man nicht nur, sich an verschiedene Sprechstile oder Akzente anzupassen, sondern auch an verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Denkweisen, Persönlichkeiten und Werten. Diese Anpassungsfähigkeit ist entscheidend für eine effektive Kommunikation in unterschiedlichen sprachlichen Umgebungen, und wenn die englischsprachige Welt eines ist, dann ist sie vielfältig. Menschen auf der ganzen Welt nutzen die englische Sprache, um geschäftliche und private Kontakte zu knüpfen und vieles mehr.

Authentische Beziehungen kultivieren

Der Aufbau einer authentischen Beziehung zu einem Muttersprachler wie mir ist der Eckpfeiler eines erfolgreichen Spracherwerbs. Durch unsere intensiven Coaching-Sitzungen, ob persönlich oder online, wirst du eine sinnvolle Verbindung aufbauen, die das gegenseitige Lernen und den Austausch von Ideen und Konzepten fördert, die du nutzen kannst, um Veränderungen in deinem privaten und beruflichen Leben voranzutreiben.

Fazit

Auf dem Weg zum Zweitspracherwerb ist authentische menschliche Interaktion nicht nur nützlich, sondern unverzichtbar. Indem du dich spontan und frei aus dir heraus mit einem Muttersprachler unterhältst, gewinnst du unschätzbare Einblicke in Sprache, Kultur und Kommunikation. Ganz gleich welche Sprache zu beherrschen denkst, ob im geschäftlichen oder privaten Kontext, ist eine bereichernde und anregende Verbindung mit einem Muttersprachler ausschlaggebend für den nachhaltigen Erfolg. Die Kraft der authentischen Interaktion wird deine Sprachkenntnisse wie nichts anderes zu neuen Höhen steigen lassen.

Wie übersetzt man „längst“ ins Englische?

„längst“ kann ein kniffliges Wort zu übersetzen sein, aber die häufigste Lösung steckt schon im deutschen Wort selbst: „lang“ – ins Englische wird dies in vielen Zusammenhängen als „a long time ago“ oder „since/for/in a long time“ übersetzt.

Er ist längst nach Hause gefahren. – He went home a long time ago.

Das ist schon längst nicht mehr vorgekommen. – That hasn’t happened for/in a long time.

Natürlich gibt es auch andere, spezifischere Situationen, in denen „längst“ anders übersetzt wird, einschließlich einiger idiomatischer Ausdrücke:

Wir sind noch längst nicht fertig. – We’re not finished by a long shot.

Das weiß ich schon längst. – I’ve known that for ages.

Das ist längst überfällig. – That’s long overdue.

Darüber ist längst Gras gewachsen. – That’s dead and gone. / That’s over and done with.

Längst verstanden? Nice 🙂 Du brauchst professionelle Unterstützung? Kontaktiere mich hier.

Der beste Ort, um Englisch zu lernen

Vor Jahren hörte ich von einer Klientin einen Spruch, der so brillant und witzig zugleich war, dass ich ihn zu meinem Motto gemacht habe: 

„Der beste Ort, um eine zweite Sprache zu lernen, ist im Bett.“ 

Damit brachte Sie den Schlüssel zu einem fließenden und selbstbewussten Umgang mit der englischen Sprache auf den Punkt. Es geht darum aktiv und regelmäßig mit jemandem, den man kennt und vertraut, über die Dinge zu sprechen, die einem am wichtigsten sind: sich selbst, seine Träume und Wünsche, seine Ängste, seine Interessen und Leidenschaften, eben über Gott und die Welt. 
Dieser einfache Spruch fasst die gesamte Reise des Sprachenlernens in nur 12 Worten zusammen. Mir einst schmunzelnd zugeflüstert, hat er mich dazu inspiriert, mein Sprachtalent mit meiner Leidenschaft für Menschen, Ideen und Beziehungen zu kombinieren, um ein wirklich einzigartiges Produkt für Experten und Professionals zu entwickeln, die ihr Englisch authentisch und wirksam verbessern wollen.

When did you last take the time to have a deep conversation with someone you care about? Let’s get talking!

„Yeah, no.“ „No, yeah.“ „Yeah, no, for sure.“ Was will man damit eigentlich sagen?

„Yeah, no.“

„No, yeah.“

„Yeah, no, for sure.“

Hast Du mit Verwirrung solche Ausdrücke auch schon von Muttersprachlern gehört?

Wer danach googelt, sieht vielleicht in Foren wie Reddit Behauptungen, dass diese Ausdrücke Beispiele für nicht ganz standardmäßiges „kalifornisches Englisch“ sind. Kalifornien hat sprachtechnisch einen schlechten Ruf—da denkt man z.B. an den Valley-Girl-Akzent. Aber „yeah no“ ist kein kalifornisches Englisch, und es ist nicht nur etwas, das junge Leute – oder speziell Mädchen im Teenageralter, die oft als treibende Kraft des sprachlichen Wandels genannt werden – sagen. „Yeah no & Co.“ gibt es schon lange, und es wird von Männern und Frauen, jungen und alten Menschen gleichermaßen verwendet – und nicht nur in den Vereinigten Staaten.

Es ist falsch, „yeah no“ als Oxymoron oder Zeichen unartikulierter Verwirrung zu betrachten. „Yeah, no“ ist das, was Linguisten einen Diskursmarker nennen. Diskursmarker sind in der Regel kurze und manchmal vage erscheinende Teile eines Satzes, die semantische, expressive und praktische Funktionen in der Sprache erfüllen. Sie können Zustimmung oder Ablehnung andeuten (oder manchmal beides). Sie können auf Aufmerksamkeit, Sarkasmus, Absicherung, Zurückhaltung oder Gesichtswahrung hinweisen.

Welche verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten gibt es für „ja, nein“? Zum einen kann man dem Gesagten zustimmen, bevor man einen weiteren Punkt hinzufügt – eine Verstärkung oder Klarstellung. Hier ist ein Beispiel, in dem der zweite Sprecher dem Gesagten zustimmt und es ergänzt:

“Do you eat fish?”

“Yeah no, I’ll eat anything.”

Aber “yeah no” kann auch eingesetzt werden, um eine Aussage anzuerkennen und zu widersprechen:

“Do you eat meat?”

“Yeah no, I eat fish and sometimes chicken.”

In der Antwort wird dem Verzehr von Fleisch (Fisch und Huhn) zugestimmt, aber klargestellt, dass rotes Fleisch nicht auf dem Speiseplan steht.

Eine andere Verwendung von „Ja, nein“ ist das Zögern und die Andeutung gemischter Gefühle

“So I guess you’re not coming to the party?”

“Oh… Yeah, no. The funeral’s that day. So I can’t.”

“Yeah” bestätigt das „nicht gehen“ (ja, ich gehe nicht) und „nein“ unterstreicht die Tatsache, dass die Person nicht gehen kann.

Yeah, no. = No

No, yeah. = Yes

Yeah, no. For sure. = definitely

Wie Collocations beim Englischlernen helfen

What is a collocation?

Bei einer Kollokation handelt es sich um zwei oder mehr Wörter, die häufig zusammen in einer Sequenz auftauchen, wie der Name „Co-Location“ schon sagt: Diese Wörter stehen nebeneinander. Diese Kombinationen klingen für englische Muttersprachler „richtig“, da wir diese ständig im natürlichen Redefluss verwenden. Andere Kombinationen hingegen wirken unnatürlich und klingen einfach „falsch“. Betrachten wir mal ein paar Beispiele:

natürliches Englisch…unnatürliches Englisch…
the fast train
fast food

you’ve got a fast car
the quick train
quick food
you’ve got a quick car
a quick shower
a quick meal

a quick break
fast shower
fast meal
a fast break

Warum Kollokationen lernen?

  • Dein Englisch wird natürlicher klingen und leichter zu verstehen sein.
  • Du wirst reichhaltigere Möglichkeiten haben, Dich auszudrücken.
  • Unserem Gehirn fällt es leichter, sich die Sprache in Blöcken zu merken und zu verwenden, als einzelne Wörter. Siehe meinen Beitrag über Chunking.

Wie man Kollokationen lernt

  • Habe Kollokationen auf dem Schirm, wenn Du Dich mit Englisch auseinandersetzt: versuche sie zu erkennen, wenn Du sie siehst oder hörst.
  • Behandele Kollokationen als einzelne Blöcke der Sprache. Betrachte sie als einzelne Blöcke oder Brocken, und lerne „strongly reject“ zusammen als Block anstatt „strongly“ + „reject“ im Einzelnen.
  • Wenn Du ein neues Wort lernst, schreibe andere Wörter auf, die mit diesem Wort im Zusammenhang stehen (remember correctly, fondly remember, vaguely remember, faintly remember).
  • Lese so viel wie möglich. Lesen ist eine hervorragende Methode, um sich Vokabeln und Kollokationen im Kontext und auf natürliche Weise zu merken.
  • Wiederhole das Ganze regelmäßig. Pflege es neue Kollokationen so bald wie möglich nach dem Erlernen im Kontext zu verwenden.
  • Lerne Kollokationen in Gruppen, die für Dich intuitive passen. Gruppiere diese in Themen (Zeit, Zahl, Wetter, Geld, Familie) oder nach einem bestimmten Wort (take action, take a break, take a chance, take a exam).
  • Es gibt auch spezielle Wörterbücher für Kollokationen.

Arten von Kollokationen
Es gibt verschiedene Arten von Kollokationen, die aus Kombinationen von Verb, Substantiv, Adjektiv usw. bestehen. Einige der häufigsten Arten sind:

  • adverb + adjective: totally satisfied (NOT downright satisfied)
  • adjective + noun: excruciating pain (NOT excruciating ecstasy)
  • noun + noun: a surge of anger (NOT a rush of anger)
  • noun + verb: lion’s roar (NOT lion’s howl)
  • verb + noun: commit suicide (NOT undertake suicide)
  • verb + expression with preposition: burst into tears (NOT blow up intears)
  • verb + adverb: wave frantically (NOT wave feverishly)

Beispiel-Kollokationen
Es gibt verschiedene Arten von Kollokationen. Kollokationen können Adjektiv + Adverb, Substantiv + Substantiv, Verb + Substantiv und so weiter sein. Im Folgenden findest Du die sieben Hauptarten von Kollokationen mit Beispielsätzen:

1. adverb + adjective

  • Invading that country was an utterly idiotic thing to do.
  • We entered a lavishly decorated room.
  • Were you fully aware of the implications of your actions?

2. adjective + noun

  • The doctor ordered him to take regular exercise.
  • The Titanic sank on its maiden voyage.
  • He was writhing on the ground in searing pain.

3. noun + noun

  • Let’s give our guest speaker a round of applause.
  • The non-disclosure agreement came into effect as soon as I signed it.
  • I’d like to buy two loaves of bread, please.

4. noun + verb

  • The dog started to bark when it heard the cat meowing.
  • Snow was falling as the fire crackled.
  • The bomb went off when he started the car engine.

5. verb + noun

  • The prisoner was sentenced to life for committing murder.
  • I always try to do my homework in the morning after I brush my teeth.
  • He was asked to sign a waiver against potential personal injury claims.

6. verb + expression with preposition

  • We had to sell the house because we had run out of options.
  • At first his eyes filled with horror, and then she burst into tears.
  • The children were so unruly they’d drive anybody up a wall.

7. verb + adverb

  • She quietly placed the letter on the table and sat down.
  • Mary whispered softly in John’s ear.
  • vaguely remember that it was growing dark when we left.

„Tragen“ ins Englische übersetzen – Was sind die Unterschiede zwischen wear, carry und bear?

Es gibt diverse Übersetzungen des deutschen Verbs „tragen“ im Englischen. Heute schauen wir uns drei häufige Begriffe dafür an:

Wear – wir tragen Schmuck oder eine Frisur oder Kleidung. In diesem Fall sagt man im Englischen dazu wear: He wears a swatch. She wears earrings. She wears her hair in a bun. I wear long underwear in the wintertime.

Carry – wir tragen Gewicht, Waffen oder Gegenstände. In diesem Fall sagt man im Englischen dazu carry: He carries a gun with him when he hunts. I carried my bag through the airport. I carried the heaviest items first when we moved house.

Bear – wir tragen eine Last, Verantwort, Frucht, Aufschrift oder einen Namen—oder auch Waffen. Im Englischesn sagen wir dazu bear. Americans have a right to bear arms. You’ll bear a lot of responsibility if you choose to become a doctor. We hope our efforts will bear fruit. I bear my uncle’s middle name.

Viel Spaß und Erfolg beim Übersetzen wünscht euer

Jesse

Estimate, Quote, Quotation: Was sind die Unterschiede?

Die Anfrage ist gekommen und Du musst jetzt ein Angebot erstellen. Schickst du ein Estimate, Quote oder Quotation–und was sind die Unterschiede überhaupt?

Estimate: Estimate heißt Kostenvoranschlag, also handelt es sich um eine Schätzung der anfallenden Kosten. Ein Estimate ist nicht rechtlich bindend, der endgültige Preis kann also variieren.

Wichtigster Punkt: Ein Estimate ist eine informelle Preisvorstellung, die auf begrenzten Informationen beruht. Betrachte ihn als Ausgangspunkt für die Kosten, die nach oben (oder unten) gehen können. Kostenvoranschläge können NICHT als rechtlicher Standpunkt für den Preis verwendet werden.

Quote: Ein Quote ist ein rechtlich bindendes Angebot bzw. ein fester Kostenvoranschlag.

Wichtigster Punkt: Es ist wichtig zu beachten, dass Kostenvoranschläge im Sinne eines Quotes formell vorgelegt werden und einen Vertrag zwischen Ihnen und dem Kunden darstellen. Als solche können sie im Falle eines Rechtsstreits als rechtliche Grundlage für den Preis herangezogen werden.

Quotation: Im Grunde haben Quote und Quotation dieselbe Bedeutung, Quote hört man aber im Business English häufiger. Als Verb bedeutet quote „zitieren“ während quotation „Zitat“ heißt. Nichtsdestoweniger sind beide im informellen Sprachgebrauch gleichbedeutend/austauschbar.

Viel Spaß bei der Erstellung des Kostenvoranschlages!

Gruß,

Jesse

Die Unterschiede zwischen considering, regarding, concerning and in terms of

Diese Begriffe tauchen häufig im Business English auf. Was sind aber die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von „considering“, „regarding“, „concerning“ und „in terms of“?

Die Präpositionen “considering, regarding, concerning” sowie die Phrase “in terms of”, so häufig wir sie lesen und schreiben, können leicht für Verwirrung sorgen. Heute schauen wir uns konkret die Gemeinsamkeiten und Unterschiede an, um für eine klare Differenzierung zu sorgen:

considering – taking (something) into consideration; in view of: Also auf zu Deutsch angesichts, entsprechend den Umständen, in Anbetract, in Betract, unter Berücksichtigung, mit Rücksicht auf

  • Considering how tired I am, I’ve been quite productive today.
  • Considering the circumstances, it was a miracle we finished the project on time.

regarding – in respect of, concerning: Man könnte das wie folgt ins Deutsche übersetzen: In Bezug auf, bezugnehmend auf, bezüglich, hinsichtlich, wegen, über

  • I have a few questions regarding the offer you sent us.
  • Your suggestions regarding the proposal were taken into careful consideration.

concerning on the subject of or in connection with; about: Hier handelt es sich um ein Synonym für regarding, wobei regarding etwas häufiger verwendet wird. Zu Deutsch heißt es in Bezug auf, betreffend, hinsichtlich, bezpüglich, wegen – als Adjektiv bedeutet das Wort heißt es so viel wie besorgniserregend oder beunruhigend

  • Very little information available concerning national security is available to the general public.
  • There are still some open questions concerning our data security policies.

in terms of – with regard to the particular aspect or subject specified: Auf Deutsch also in Form von, im Sinne von, in puncto, mittels, unter … Aspekt, was … anbelangt

  • Replacing our current company smartphones with newer models is difficult to justify in terms of the costs involved.
  • In terms of all the work that was involved in this case, we definitely should have renegotiating our pricing.  

Forest, wood oder jungle? Was sind die Unterschiede?

Ist der Wald ein Forest oder ein Wood? Entscheidend ist die Größe: Size matters. Im Englischen ist ein Forest größer als ein Wood. Natives verwenden diese Begriffe stets korrekt ohne über den Unterschied nachzudenken. Erst heute fiel mir das Thema ein.

Laut Merriam-Webster ist ein Forest “a dense growth of trees and underbrush covering a large tract,” während ein Wood ein “a dense growth of trees usually greater in extent than a grove and smaller than a forest,” darstellt.

Warum?

Tja, die Franzosen sind’s natürlich schuld. Nach der normannischen Invasion Englands im Jahre 1066, war ein Forest (vom Französischen forest) laut Gesetzes ein Waldstück, das groß genug war, um königliche Jagdgesellschaften zu stattfinden zu lassen, während ein Wood zu klein für so eine Veranstaltung war.

Und was ist denn dann mit Jungle? Jungle kam im 18. Jahrhundert in die englische Sprache via Hindi und wird vom Sanskritischen  jāṅgala abgeleitet, was so viel wie ‘rough and arid (terrain)’ bedeutete (ironisch also, dass ich an den Regenwald denke, wenn ich mir einen Dschungel vorstelle). Somit kommen Adjektive zur Definition wie „impenetrable“ und „tangled“ hinzu.

Viel Spaß beim Besserwissern!