„Hallo zusammen“ auf Englisch: „hello together“ oder nicht?

Vielleicht wenn alle Menschen in den deutschsprachigen Ländern sehr hartnäckig bleiben, setzt sich irgendwann „hello together“ im Englischen durch. Theoretisch bin ich dafür. Aber bis dahin findet „together“ in diesem Kontext auf Englisch keine Verwendung.

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

Ich bin auf alle Fälle für ein selbstbewusstes Europäisches Englisch. Allgemeiner formuliert bin ich für ein inklusives, internationales Englisch, das klar, funktional und verständlich für alle Sprecher ist. In meinen Augen kann bzw. soll dieses auch eigene Normen und Dynamiken ruhig entwickeln, die von den vorherrschenden im UK und in den USA abweichen.

Aus dieser inklusiven Perspektive betrachtet, würde ich behaupten, dass wenn man „hello together“ sagt, ist das nicht unbedingt super unverständlich, peinlich oder verwirrend – aber es ist aus Native-Sicht durchaus… anders. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass man verstanden wird, sagt im Englischen ganz einfach „hello everyone“ oder „hi everyone.“

Das ist nicht nur leicht zu merken, sondern für das englischsprachige oder internationale Ohr auf alle Fälle einwandfrei unmissverständlich.

Was ist „Denglisch“?

Ein gewisser Einfluss des Englischen auf das Deutsche sowie das Deutsche auf das Englische ist im Rahmen des normalen Sprachkontakts zu erwarten. Zahlreiche Wörter wurden aus dem Deutschen ins Englische entlehnt, und das Gleiche gilt auch in umgekehrter Richtung. Eine Sprache lebt, entwickelt sich weiter und ist alles andere als starr. Gut so!

Laut Wikipedia ist der Begriff „Denglisch“ abwertend und bezeichnet den häufigen oder übermäßigen Gebrauch von Anglizismen oder Pseudoanglizismen im Deutschen. Wörter und Ausdrücke, die als „Denglisch“ bezeichnet werden, können aus verschiedenen Quellen stammen, darunter Lehnwörter, Kalken, Anglizismen, Scheinanglizismen oder die Übernahme von fremdsprachlicher Grammatik, Syntax oder Rechtschreibung. Scheinanglizismen sind auch ganz schön (wenn man mich fragt). Bekannte Beispiele hierfür sind Beamer (projector), Handy (cellphone/mobile) und Fotoshooting (photo shoot).

Im Duden steht nur, dass „Denglisch“ eine (abwertende) Bezeichnung für eine Mischung aus Deutsch und Englisch sei.

Hello together, goodbye together. Vielleicht lassen wir „together“ lieber weg, auch wenn ich das schon süß so finde.

Wie sagt man „hallo zusammen“ in einer E-Mail?

Geht „hi everyone“ in einer E-Mail? Natürlich. Es gibt aber auch eine weit verbreitete Alternative, die genauso easy ist: „hi all“ – das liest man in der Schriftform ziemlich oft. Beachte aber, dass es im Englischen üblich ist, den ersten Absatz mit einem Großbuchstaben zu beginnen, sobald du diese Anrede verwendest (je nach Stil mit oder ohne Komma danach).

Wie sagt man „doch“ auf Englisch?

„Doch“ ist ein schönes und sehr vielseitiges Wort im Deutschen. Aber wie sagt man „doch“ auf Englisch? Das ist ziemlich abhängig vom Kontext, da es leider kein 1-zu-1 Äquivalent gibt.

Doch hat viele „Geschmacksrichtungen“ im Deutschen, weil es als Antwortpartikel, Modalpartikel und Konjunktionaladverb verwendet werden kann.

„Doch“ als Antwortpartikel:

Eine Antwortpartikel drückt Zustimmung oder Ablehnung aus und gelten als vollständige Äußerung wie „ja“ und „nein.“ Im Englischen gibt es keine solche Antwortpartikel. In diesem Fall wird das in der negativen Äußerung stehenden Hilfsverb nach dem „yes“ in der konträren Antwort wiederholt:

Du hast keinen Hund. Doch. Ich habe sogar zwei.
You don’t have a dog. Yes, I do. I actually have two.
Du bist kein Lehrer. Doch. Ich bin seit 10 Jahren Yogalehrerin.
You aren’t a teacher. Yes, I am. I’ve been teaching yoga for 10 years.
Das wird niemals funktionieren!Doch. Das wird definitiv schon gehen.
That will never work!Yes, it will. It definitely will.

Also: auf eine negativ formulierte Frage erfolgt die konträre Antwort mit „yes + (passende Kurzantwort).“ Diese Dynamik erinnert mich an den Songtext des Lieds „Anything you can do I can do better“ von Annie Get Your Gun – („No you can’t“ / „Yes, I can!“):

„Doch“ als Modalpartikel

Modalpartikel drücken verschiedene Emotionen aus und sind vor allem in der gesprochenen Sprache vorzufinden. Sie treten überall auf. Achte mal darauf! <- hier fungiert „mal“ als Modalpartikel und macht den Imparativ „achte darauf!“ weicher und freundlicher. Dadurch wird einen Ratschlag formuliert. In diesem Fall genügen im Englischen ein Verb oder Modalverb. Im Englischen wirkt das nicht zu aufdringlich:

Kauf doch dieses Hemd. Es schöner als das andere.You should buy this shirt. It’s way nicer than the other one.
Das Eis ist der Hammer. Probier doch mal. This ice cream’s the bomb. Have a bite.
Die sind ja umsonst. Nimm doch eins mit.They’re free. Take one.

„Doch“ steht als Modalpartikel oft in Zusammenhang mit einer Erinnerung:

A: Sollen wir einkaufen gehen?
B: Heute ist doch Sonntag!
A: Should we go shopping?
B: It’s Sunday, remember?
Wir können heute nicht bis in die Puppen aufbleiben. Morgen ist doch Montag!We can’t stay up all night. Tomorrow’s Monday, remember?

„Doch“ kann als Modalpartikel auch Ungeduld oder Ärger unterstreichen:

Komm! Jetzt putz dir doch endlich die Zähne!That’s enough! It’s time to brush your teeth already!
Hör doch endlich auf damit!Will you stop it already!
Begreif’s doch endlich! Sie wird niemals nachgeben. Face it! She’s never going to budge.

„Doch“ kann als Modalpartikel auch eine Unsicherheit bzw. die Hoffnung auf Zustimmung zum Audruck bringen:

Die magst du doch, oder?You like these, don’t you?
Wir wollten doch Sonntag ins Kino, oder?We wanted to go to the movies this Sunday, didn’t we?

„Doch“ als adversatives Konjunktionaladverb

Ein Konjunktionaladverb verbindet zwei Hauptsätze miteinander. Hier drückt „doch“ einen Gegensatz, eine Einschränkung oder einen Widerspruch aus und hat dieselbe Bedeutung wie aber oder jedoch. Im Englischen passt ein „but“ hier super:

Sorry, dass ich so spät bin. Ich hätte dich angerufen, doch habe ich mein Handy zu Hause liegen lassen. Sorry I’m so late. I would have called, but I left my phone at home.
Die Dachdecker wollten schon loslegen, doch wurde die Isolierfolie nicht rechtzeitig geliefert.The roofers wanted to get started, but the insulating foil wasn’t delivered on time.
Ihm wurde eine Aushilfe zugeteilt, doch war sie ihm keine große Hilfe. A temp worker was assigned to him, but they weren’t of much use.
Ich habe es ihr verboten, doch hat sie weitergeraucht. I forbid her from smoking, but she kept right on doing it.

Fazit: geht „doch“ also doch noch auf Englisch?

Es gibt wirklich viele Worte im Englischen, die in einer Übersetzung mit „doch“ in Verbindung stehen können. Hier sind ein paar Beispiele, auch wenn es sich dabei nicht um eine vollständige Auflistung aller Möglichkeiten handelt:

howeverdoch
stilldoch
butdoch
too (colloquial: „No you don’t!“ / „I do, too!“ doch
neverthelessdoch
after allalso doch
you knowdoch
on the contrarydoch
Sure!klar doch
Don’t bother!Lass doch!
Get out of here! / Oh, come on!Hör doch auf! (das glaube ich dir nicht)
after allschließlich/am Ende doch
There we go!Geht doch!
It’s not so bad!Geht doch!

Zugegeben: es ist keine super übersichtliche Sache. Aber ich hoffe, mein Post bietet eine kleine Orientierung. Und in Fällen wie diesen, wo es keine so einfache Antwort gibt, ist es meiner Meinung nach am besten, sich so viel wie möglich mit Englisch zu auseinanderzusetzen. Das geht am besten durch aktives Zuhören und Sprechen im regelmäßigem Kontakt – z.B. im Sprachcoaching. Sprich mich drauf an!

Want to work together? Drop me a line:

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Wie sagt man „Jour Fixe“ auf Englisch?

Im Englischen lässt sich der Begriff „jour fixe“ (ein im Deutschen besonders gebräuchlicher französischer Ausdruck) am treffendsten mit „daily/weekly/monthly meeting/call/session“ übersetzen.

Jour Fixe könnte auch als „standing meeting“ bezeichnet – oder auch austauschbar mit „stand-up“ verwendet werden, einem Begriff, der aus den Agile und Scrum-Methoden stammt.

Kannst du trotzdem Jour Fixe auf Englisch sagen? Wie ich finde: unbedingt! Meiner Meinung nach sollte es nicht das Ziel sein, den eigenen Sprachgebrauch krampfhaft an nordamerikanische oder britische Standards anzupassen. „Jour Fixe“ ist ein im europäischen Business-Englisch weit verbreiteter Begriff. Was kannst du tun, wenn Kontakte, die Englisch als Muttersprache haben, nicht verstehen, was du mit Jour Fixe meinst? Lass er oder sie ruhig nachfragen. Dann erklärst du, dass es sich um ein „daily“ oder „weekly“ Was-Auch-Immer-Es-Ist handelt.

Sprachen sind lebendige Gebilde. Englisch ist eine Weltsprache, die durch eine Fülle von Neuzugängen und nicht-muttersprachlichen Verwendungsweisen lebendig bleibt.

Jour Fixe: „Denglischer“ Fauxpas oder eigentlich gut so?

Die englische Sprache ist bekanntlich eine „entlehnungsfreudige“ Sprache, die aktiv Vokabeln und grammatikalische Strukturen aus anderen Sprachen übernimmt. Da es keine strenge Regulierungsinstanz gibt (im Gegensatz zur Académie Française für das Französische), entwickelt sich die Sprache organisch weiter. Somit bleiben ins Englische „einverleibte“ Begriffen bestehen, wenn Sprecher diese als nützlich empfinden.

Was sage ich als US-amerikanischer Muttersprachler? Selbstverständlich Jour Fixe 🤭. Ich stehe eben auf Vielfalt.

eu flag swaying with the wind

Euro English, oder European English, ist lebendig, weit verbreitet und gut etabliert. Und es wird auch immer selbstbewusster! Ich bin der Meinung, dass man es getrost verwenden kann und sollte. Im Englischunterricht, auch als Fremdsprache, ging es früher vor allem darum, was in Nordamerika oder Großbritannien – insbesondere in England – als korrekt, akademisch oder kultiviert gilt. Glücklicherweise haben sich viele Lehrer und Trainer, die heute in Europa tätig sind, darunter auch ich, einem pragmatischeren Ansatz zugewandt, der Selbstvertrauen und kommunikative Kompetenz fördert.

Use the English you have. Hole dir das Selbstvertrauen, das du verdienst, wenn es dir noch fehlt. Dazu stehe ich als Coach. Buche eine Session heute!

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Friedhof auf Englisch: Cemetery oder Graveyard?

Halloween ist bald wieder da – und das spürt man auch in Deutschland, wo sich Ende Oktober inzwischen schmücke Dekolandschaften zum Gruselfeiertag immer weiter etabliert haben. Mit seinen Ursprüngen vor Jahrhunderten in Irland und Schottland, Einwanderer aus den britischen Inseln haben ihre Bräuche nach Amerika mitgenommen – und dank Amerikanischem kulturellen Einfluss wurden diese in die weitere Welt exportiert. Boo! Aber bei allen festlichen Kürbissen, künstlichen Spinnweben und geisterhaften Grabsteinen – wie sagt man Friedhof im Englischen?

Graveyard und cemetery haben beide die gleiche Bedeutung, nämlich „Begräbnisstätte“, und bezeichnen einen Ort, an dem Leichen begraben werden – hier kann man also nichts falsch machen. Allerdings deutet graveyard in der Regel auf einen kleinen Friedhof hin, beispielsweise an einem Privatgrundstück oder neben einer Kirche gelegenen. Graveyard wird auch im übertragenen Sinne verwendet, um Orte zu bezeichnen, an denen Dinge zurückgelassen oder weggeworfen werden, wie beispielsweise in „automobile graveyard / aircraft graveyard“.

Cemetery ist dabei das ältere der beiden Wörter im Englischen. Es wurde erstmals im 15. Jahrhundert verwendet und stammt letztlich vom griechischen Wort koimētērion ab, was „Schlafkammer” oder „Begräbnisstätte” bedeutet. Die erste bekannte Verwendung von graveyard in gedruckter Form erfolgte einige Jahrhunderte später, Mitte des 18. Jahrhunderts.

Spooky, creepy, Halloweeny. Tick-or-Treat!

Amerikaner vs. Deutsche: Kulturelle Unterschiede im Leben und Beruf

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

US-Amerikaner und Deutsche haben viele Gemeinsamkeiten. Und auch gibt es Unterschiede, sowohl in ihrer Art zu kommunizieren als auch bei der Arbeit und in der Kultur. Hier gehe ich auf einige Punkte ein, die in meiner Erfahrung wesentlich sind.

Verständnis für andere zu haben beginnt mit Selbstverständnis. Jeder Mensch ist im Wesentlichen ein Produkt seiner Lebenserfahrungen. Und die Erfahrungen, die uns prägen, werden bestimmt von unserem Umfeld – beginnend im Elternhaus und später auch noch von der weiteren Welt um uns herum, wozu die Heimat und ihrer Sprache und Kultur mit ihren Normen und Werten gehört. Was macht es für dich aus in Deutschland zu leben und arbeiten? Was bedeutet das für dich persönlich? Siehst du dich anteilig in den untenstehenden Erläuterungen gespiegelt?

Den Post habe ich in den folgenden Themenbereichen gegliedert:

Kommunikationsunterschiede USA/DE

In den Vereinigten Staaten ist die Kommunikation in der Regel direkt, wenn auch in der Regel informell und mit einer starken Ergebnisorientierung. Offenheit, Durchsetzungsfähigkeit und Effizienz werden hochgeschätzt. Der Amerikaner kann lockerer und wärmer rüberkommen im Umgang, auch wenn er durchaus Wert auf Klartext legt. In Deutschland ist die Kommunikation zwar ebenfalls sehr direkt, aber tendenziell formeller, strukturierter und detailorientierter. Der Respekt vor Hierarchien und die Vorliebe für Klarheit und Präzision sind wichtige Aspekte der deutschen Kommunikation.

Verschiedene Auslegungen von “Freiheit”

Freiheit bedeutet für Deutsche etwas anderes als für Amerikaner, und das prägt auch die Kultur. In den Vereinigten Staaten wird ein “pionierhafter”, eigenständiger Ansatz geschätzt. Der amerikanische Traum bedeutet, dass viele Menschen wirklich glauben, dass mit genügend harter Arbeit und ein bisschen Glück fast alles möglich ist. Geschichten vom Tellerwäscher zum Millionär werden kulturell idealisiert. Die Amerikaner sind auch sehr mobil und ziehen möglicherweise quer durch das Land, um eine Karrierechance zu verfolgen oder auch „einfach so“. In Deutschland sind die Menschen viel sesshafter, hier sind Menschen regionalgeografisch sowie beruflich stärker verwurzelt. Freiheit in Deutschland bedeutet eher, robuste Strukturen und Sicherheitsnetze für alle zu schaffen, die Instabilität und Unsicherheit im Leben minimieren—Freiheit bedeutet eher möglichst von Unsicherheit befreit zu sein. Es gibt eine starke Präferenz für deduktive statt induktiver Ansätze – also einen top-down-orientierten, systematischen Stil –, sei es beim Denken, Präsentieren oder Planen: Um fortfahren zu können, muss ein systematischer Überblick gegeben sein. Details sind ebenso wichtig, um Gewissheit zu schaffen, dass ein bestimmtes Thema oder Projekt von vornherein gut durchdacht ist. Während der Amerikaner eher der Generalist mit Unternehmergeist ist, gleicht der Deutsche seine Angst vor Unsicherheit durch starkes Vertrauen in Fachwissen aus.

Spontanität v/s Verbindlichkeit

Klar: Wenn wir verallgemeinern, geht immer etwas verloren, aber ich glaube, dass es stimmt, dass Amerikaner tendenziell spontaner, geselliger und offener sind und dass sie von Natur aus flexibler und anpassungsfähiger sind, auch im Beruf. Amerikaner können sehr spontan sein – sogar opportunistisch – auch bei der Planung ihres Privatlebens. Pläne in letzter Minute zu ändern, ist ziemlich normal. In Deutschland macht man Pläne und hält sich möglichst daran, sowohl im Beruf als auch im Privatleben, sogar in einem Ausmaß, dass es relativ schwierig sein kann, spontan etwas mit anderen zu Unternehmen – auch unter guten Freunden. Dinge müssen eher Wochen oder sogar Monate im Voraus vereinbart sein. Ich musste mich innerlich ziemlich umorientieren: Wenn man möchte, dass jemand zu seiner Geburtstagsparty kommt, dann muss er drei Monate bis ein halbes Jahr im Voraus einladen werden. Was ich aber als sehr schön empfinde ist, dass wenn Deutsche dir ihre Zusage geben, dann kommen sie auch schließlich. Viel Wert wird in Deutschland auf Zuverlässig gelegen. Wenn man sagt, man werde etwas tun, dann tut man es in der Regel auch.

Optimismus v/s Pessimismus

Im Allgemeinen neigen die Menschen in den Vereinigten Staaten dazu, sich auf das große Ganze zu konzentrieren, emotiver im Ausdruck zu sein und sich eher auf das Positive als auf das Negative zu fokussieren. Deutsche sehen die Welt eher nicht durch eine rosarote Brille, sondern betrachten die Dinge eher realistisch, so wie sie sind, und nicht so, wie sie sein könnten. Eine kürzlich an der Stanford University durchgeführte Studie hat beispielsweise gezeigt, dass Amerikaner beim Versenden von Beileidskarten nach einem Todesfall die Tendenz haben, Karten zu wählen, die Ausdrücke von Trauer oder Kummer – die untrennbar mit einem Verlust verbunden sind – meiden, und stattdessen Beileidskarten bevorzugen, die sich auf Botschaften wie „die Liebe lebt weiter“ oder „mögen schöne Erinnerungen dir Trost spenden“ konzentrieren, während Deutsche Karten bevorzugen, die die negativen emotionalen Auswirkungen des Todes eines geliebten Menschen direkt anerkennen: „Worte können ein schweres Herz nicht erleichtern“ oder „in tiefer Trauer“.

Ich will nicht behaupten, dass der Amerikaner sich nie über Dinge beschwert, aber wenn man in Deutschland eines wirklich gut kann, dann ist es nörgeln—das ist fast der deutsche Nationalsport. Belauscht man Gespräche, kommt es einem so vor, als würde alles nur noch den Bach runtergehen – als wäre das Land – von den Autobahnen und der Bahn bis hin zu den Brücken – in einem desolaten Zustand sei. Die Steuern sind zu hoch, die Politiker sind inkompetent und zu selbstgefällig – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Das Komische? Anders als in den USA gibt es keine riesigen Schlaglöcher überall in den Straßen, es gibt öffentliche Verkehrsmittel – sogar außerhalb der deutschen Großstädte – die im Allgemeinen zuverlässig sind. Jeder hier ist krankenversichert, man hat vier bis acht Wochen bezahlten Urlaub, und die Politiker – so sehr man sich zwischendurch ärgern mag – sind nicht unfähiger als anderswo. Ich muss nur an Trump denken… Psychologe Michael Boiger fasst es so zusammen: „Mir ist aufgefallen, dass Deutsche oft das Gefühl haben, das Recht zu haben, sich zu beschweren. Es ist das Gefühl, dass einem etwas anderes zusteht. In dieser extremen Form habe ich das nur in Deutschland erlebt.“

Generalist v/s Spezialist

Für Jobsuchende in den Vereinigten Staaten kann es etwas flexibler zugehen als in Deutschland: Es geht im Bewerbungsverfahren eher darum, neben einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz vorweisen zu können auch eine starke Lernbereitschaft und die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln argumentativ zu untermauern. Menschen wechseln im Vergleich zu Deutschland sehr häufig ihren Arbeitsplatz und ihren Arbeitgeber und arbeiten möglicherweise in vielen verschiedenen Bereichen und Branchen. Die Arbeitssuche hat also viel mit Selbstvermarktung zu tun. In den USA wird der „Résumé“ verwendet, der nicht die gesamte Berufslaufbahn einer Person umfasst. Der Bewerber passt seinen Résumé an die Stelle an, auf die er sich bewirbt, und hebt dabei seine relevanten Fähigkeiten hervor, einschließlich seiner Transferrable Skills – Kompetenzen, die nicht auf eine bestimmte Aufgabe oder Branche beschränkt sind, sondern in verschiedenen Kontexten angewendet werden können. In Deutschland geht es eher darum, nachzuweisen, dass man ein wahrer Experte in seinem Tätigkeitsbereich ist und über diese und jene Zertifizierungen, Abschlüsse oder andere formale Qualifikationen verfügt. Im deutschen Lebenslauf wird die gesamte Ausbildungs- und Berufslaufbahn eines Bewerbers detailliert beschrieben. Zudem ist es üblich, viel länger bei einem Arbeitgeber zu bleiben, und es ist eher ungewöhnlich, mitten in der Karriere das Arbeitsfeld zu wechseln. Grob gesagt sind Amerikaner eher unternehmerisch denkende Generalisten mit einer „Can-do“-Einstellung, während Deutsche sehr sachkundige, aber weitaus vorsichtigere Spezialisten sind.

Dieser Unterschied wird auch in der Schul- und Weiterbildung gespiegelt. Im deutschen gegliedertes Schulsystem kommt schon früh die Entscheidung, in welche Richtung es geht. Das deutsche und das amerikanische Bildungssystem unterscheiden sich erheblich in ihrer Struktur, Bewertung und Bildungsphilosophie. Deutsche Schulen – wie ihr wisst – verwenden ein dreigliedriges System auf der Sekundarstufe, bei dem die Schüler je nach schulischen Leistungen in verschiedene Schultypen eingeteilt werden, während das US-amerikanische K-12-System einen umfassenderen Ansatz mit einer einzigen Schulstruktur für alle Schüler bietet. Die deutsche Bildung legt Wert auf formelle Prüfungen und einen stärker strukturierten Lehrplan, während amerikanische Schulen sich auf eine kontinuierliche Bewertung durch Projekte und Klassenbeteiligung konzentrieren und mehr Flexibilität bei der Kurswahl bieten. Im weiteren Verlauf liegt der Hauptunterschied zwischen einer Ausbildung in Deutschland und dem Ausbildungssystem in den USA im Fokus auf praktische v/s theoretische Ausbildung. In Deutschland ist die Ausbildung (Apprenticeship) ein duales System, das eine Kombination aus betrieblicher Praxis und schulischer Bildung vorsieht, um die Auszubildenden auf einen bestimmten Beruf vorzubereiten. In den USA hingegen liegt der Schwerpunkt oft stärker auf einer allgemeinen Hochschulbildung oder Associate Degrees, mit weniger standardisierten, praktischen Ausbildungsprogrammen für bestimmte Berufe. Die berufliche Bildung in den Vereinigten Staaten umfasst die Ausbildung für bestimmte Berufe und wird auf verschiedenen Ebenen angeboten, darunter an High Schools, Community Colleges und spezialisierten Berufsschulen. Diese Programme zielen darauf ab, den Schülern die praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, die für den Einstieg in das Berufsleben erforderlich sind, und führen oft zu einer sofortigen Anstellung nach Abschluss der Ausbildung. Während Berufsschulen, auch als Fachschulen bekannt, fokussierte Programme anbieten, die in der Regel zu Zertifikaten oder Associate-Abschlüssen in Bereichen wie Gesundheitswesen, Technologie und verschiedenen Handwerksberufen führen, ist das deutsche duale Modell in den USA nicht vorherrschend. Allerdings werden in den USA zunehmend duale Ausbildungsprogramme erforscht und umgesetzt, die oft vom deutschen Modell inspiriert sind, insbesondere in bestimmten Branchen und Regionen.

Work-Life-Balance

Die Unternehmenskultur in den USA legt großen Wert auf Leistung, berufliche Weiterentwicklung und Wettbewerbsgeist. Lange Arbeitszeiten sind weit verbreitet. Die Personalpolitik „Hire-and-Fire“ kann kaum ein Deutscher sich vorstellen, auch wenn der Druck in Deutschland wächst, eine immer stärkere Effizienz- und Leistungsorientierung durchzusetzen. Die deutsche Unternehmenskultur legt in meinen Augen großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, mit deutlich kürzeren Arbeitszeiten, großzügigen Auszeiten für Erholung und Urlaub und einem stärkeren Fokus insgesamt auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter, was sich letztendlich sehr positiv auf die Produktivität und Motivation auswirkt. E-Mails zu jeder Tages- und Nachtzeit zu empfangen oder zu beantworten, ist in Deutschland undenkbar, und eine strengere Trennung zwischen Arbeit und Privatleben wird ausgelebt, auch zwischen Kollegen während und nach der Arbeit, als ich das in Amerika gekannt habe.

Entscheidungsprozesse

Die amerikanische Unternehmenskultur zeichnet sich oft durch eine eher unternehmerische Denkweise aus, bei der schnelle Entscheidungen hoch geschätzt werden. Das mittlere Management verfügt beispielsweise über weitaus mehr Entscheidungsfreiheit, auch in Bezug auf das Budget. In Deutschland hingegen wird eher ein konsensorientierter und strukturierter Ansatz verfolgt. Entscheidungsprozesse umfassen gründliche Analysen und Konsultationen mit dem Ziel einer breiten Konsensfindung zu erreichen.

Wie kann ich helfen?

Ein tiefes Verständnis beider Kulturen: Ich habe fundierte kulturelle Kenntnisse und Einblicke, die in beiden Ländern verwurzelt sind. Ich bin in den Vereinigten Staaten geboren, aufgewachsen und ausgebildet worden und betreibe seit 15 Jahren mein Coaching-Unternehmen in Deutschland. Wenn ich Unternehmen und Unternehmer dabei helfe, sich in den komplexen Geschäftskulturen zurechtzufinden, kann ich dazu beitragen, dass Einzelpersonen und Organisationen ihre Ergebnisse optimieren und ihre Geschäftsziele erfolgreich umsetzen.

Lösungen auf Maß für diverse Ziele: Ich bin mir der vielfältigen Anforderungen von Kunden bewusst, die zwischen zwei oder mehr Kulturen pendeln. Deshalb biete ich maßgeschneiderte Lernlösungen an, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Unternehmen und Geschäftsleuten zugeschnitten sind, die sowohl in den USA als auch in Deutschland tätig sind. Die erfolgreiche Navigation durch die Geschäftskulturen der Vereinigten Staaten und Deutschlands ist für Unternehmen, die international expandieren möchten, von entscheidender Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit einem interkulturellen und Sprachcoach wie mir kann Unternehmen dabei helfen, wertvolle kulturelle Einblicke zu gewinnen und die Kommunikation zu verbessern oder zu optimieren, indem beide Seiten des Gesprächs berücksichtigt werden.

Klingt gut? Lasst uns zusammenarbeiten! Start by saying hi:

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Vorstellungsgespräch auf Englisch: 11 Insider-Tipps vom English Coach

Ich arbeite seit Jahren als Interview-Coach, um Kunden auf Vorstellungsgespräche auf Englisch vorzubereiten. Dabei habe ich parallel sehr eng mit Personalvermittlern und Personalabteilungen in einem internationalen Umfeld zusammengearbeitet in meiner Tätigkeit als Business-Englisch-Coach. Heute möchte ich dir 11 Insider-Tipps geben, die dir bei der Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch helfen, egal ob du dich zum ersten Mal auf eine internationale Stellenanzeige bewirbst oder deine Interviewfähigkeiten im Allgemeinen verbessern möchtest.

Zum Thema Englisch:

1. Lege deinen Perfektionismus ab und benutze das Englisch, das du hast. Viel mehr ist kurzfristig sowieso nicht drin, auch wenn es sicherlich sinnvoll wäre, Pläne zu schmieden, wie du künftig dein Englisch im beruflichen Kontext weiter ausbaust. Damit kann ich dir helfen. In der Zwischenzeit, achte darauf Wörter zu verwenden, die dem deutschen Ausdruck, den du suchst, am nächsten kommen, auch wenn sie einfach sind, anstatt stecken zu bleiben. Vielleicht kannst du aus einem Durcheinander sogar einen lustigen Moment im Interview machen, der Selbstbewusstsein und Verwundbarkeit zugleich aufweist.

Pro-Tipp:

  • Wenn dein Englisch nicht das Beste ist, gib einfach zu, dass du dir dessen bewusst bist und aktiv daran arbeitest, indem du xyz machst (was auch immer es ist). Jede Schwäche ist eine Gelegenheit, Selbstbewusstsein, Einfallsreichtum und Lernbereitschaft zu zeigen. Also atme tief durch und mache weiter! Eine Coaching-Session mit mir zur Vorbereitung kann sehr viel Berührungsangst abbauen. Buch dir eine!

Vor deinem Bewerbungsgespräch auf Englisch:

2. Sei gut auf dein Vorstellungsgespräch vorbereitet. Zeige, dass du deine Hausaufgaben gemacht hast, indem du erwähnst, was du auf der Website des Unternehmens gesehen hast. Wähle vielleicht einen Unternehmenswert oder etwas aus dem Leitbild aus, das dich persönlich anspricht. Du musst nicht die Wikipedia-Seite auswendig lernen, aber wenn du so etwas erwähnst, zeigst du, dass du es ernst meinst – auch bei der Auswahl eines Arbeitgebers, der optimal zu dir passt.

3. Versuche, ruhig zu bleiben, auch wenn du nervös bist. Es ist normal, vor einem Vorstellungsgespräch etwas nervös zu sein, besonders wenn viel auf dem Spiel steht. Du kannst vorher einige Erdungsübungen machen oder Atemtechniken anwenden, die dir helfen, dein Nervensystem zu regulieren. Wenn du Tipps dazu brauchst, kann ich dir gerne helfen.

4. Denk daran, wenn du nervös wirst: Dein Interviewer ist wahrscheinlich auf deiner Seite. Sie wollen einen Kandidaten finden und du bist eingeladen worden. Manchmal sind sie sogar verzweifelt auf der Suche und unter ziemlich viel Druck, die Stelle zu besetzen. Stelle dir vor: Jeder, der einer Präsentation zuhört, möchte, dass diese doch gut gelingt – dass man sich nicht langweilt, dass es spannend oder interessant ist, etc. Und jeder Personalvermittler möchte jemanden finden, der gut zu einer offenen Stelle passt. Ich denke, es kann sehr hilfreich sein, die Situation mental neu zu definieren und den Interviewer als Verbündeten statt als Verhörer oder Feind zu betrachten.

In deinem Bewerbungsgespräch auf Englisch:

5. Begrüße deine Gesprächspartner freundlich. Denk daran, dass du dich in einem Vorstellungsgespräch auf Englisch mit dem Vornamen begrüßt. Es ist normal, mit Small Talk zu beginnen, um die Atmosphäre aufzulockern. Auf die Frage „wie geht’s dir?“ antworten? „I’m great,“ ist super. Die Frage ist vielmehr eine Begrüßung, als eine Frage, bei der deine Antwort in die Tiefe gehen soll.

6. Sei freundlich und halte Augenkontakt. Du musst keine Show abziehen, aber Sympathie ist sehr wichtig. Und Augenkontakt ist besonders wichtig. Das zeigt, dass du selbst unter Druck selbstbewusst und sympathisch sein kannst.

7. Sei ehrlich und authentisch. Dieses Vorstellungsgespräch dreht sich um dich, also sei ganz du selbst und erzähle deine Geschichte. Das ist eine gute Gelegenheit, deine Grundwerte und deine persönliche Marke zu vermitteln und zu begründen, warum du gut in das Unternehmen passt. Wenn du dir nicht ganz im Klaren darüber bist, wofür du dich begeisterst, was deine Marke ausmacht oder was dich motiviert, kann ich dir in einer Coaching-Sitzung dabei helfen, zu mehr Klarheit für deine Storytelling zu finden.

8. Erzähle etwas über dich selbst und beantworte Fragen so individuell wie möglich. So kannst du dich und deine Geschichte wirklich ins beste Licht rücken. Konzentriere dich auf das, was einen größeren Eindruck hinterlässt. Es mag zwar stimmen, dass du verheiratet bist und gerne mit deinen Freunden Zeit verbringst, aber das gilt für die meisten Menschen. Was macht dich als Person und als Experte auf deinem Gebiet einzigartig?

9. Achte auf eine angemessene Körpersprache. Sitze aufrecht, aber entspannt. Achte darauf, dich nicht zu krümmen oder die Arme vor dir zu verschränken. Du kannst probieren, wie es sich für dich anfühlt, mit den Händen zu gestikulieren, wenn du eine Geschichte erzählst oder etwas betonst. Das kann auch eine tolle, lebendige und animierende Wirkung haben.

10. Zeige Interesse an deinem zukünftigen Arbeitsbereich. Für den Interviewer ist es wichtig zu sehen, dass du die Anforderungen und Aufgaben der Stelle verstanden hast, und zu hören, warum du diese erfüllen oder sogar übertreffen wirst. Bereite Beispiele aus deiner bisherigen Berufserfahrung vor und untermauere diese mit Fakten, Zahlen oder Beispielen, wie du zum Erfolg beigetragen hast.

11. Stelle deinem Arbeitgeber Fragen. Du könntest fragen, unter wem und mit wem du arbeiten wirst. Einige Dinge kannst du ansprechen, die du über die Unternehmenskultur recherchiert hast. Du könntest den Interviewer sogar fragen, wie er die Auswirkungen dieses bestimmten Wertes oder Corporate-Benefits in seinem eigenen Arbeitsleben erlebt. Es gibt viele gute Fragen, die man stellen kann. Warum wird diese Stelle ausgeschrieben? Wie wird mein Onboarding organisiert sein? Und auch: Wann kann ich mit einer Rückmeldung von Ihnen rechnen? Das schafft Verbindlichkeit in deinem Sinne.

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

Willst du dich maximal fit fühlen für dein Interview? Dann buche jetzt eine Coaching Session. Meine Erfahrung als Interview-Coach zeigt, dass Kunden mit allerlei falschen Sorgen in die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch kommen und auf einige Fragen, die ihnen wirklich einen klaren Vorsprung gegenüber anderen Bewerbern verschaffen könnten, eher unklare Antworten parat haben. Das sortieren wir alles gemeinsam.

Nicht jeder ist ein erfahrener Interviewee, und es ist generell eine ziemliche Herausforderung, sich selbst wirklich zu sehen – geschweige denn selbstbewusst über sich zu sprechen. Ein Spiegel, in den wir schauen können und der uns unser eigenes Bild in einem anderen, klareren Licht zurückwirft, ist für mich das, worum es beim Interview-Coaching geht. Schauen wir also gemeinsam hin: Schließlich sind wir selbst in vielerlei Hinsicht unser größtes Rätsel, und es ist unsere Lebensaufgabe, uns selbst zu ergründen. Meine Kunden sind oft überrascht von dem, was wir dabei entdecken.

Let’s have a look together!

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„Dauern“ auf Englisch: take oder last? Der Unterschied

How long does it take you? How long will it last? Wie lange dauert es? Heute erkläre ich diese Feinheit im Englischen:

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

Sowohl „take“ als auch „last“ werden verwendet, um die Zeitspanne zu beschreiben, die für etwas benötigt wird. Wir neigen dazu, „take“ zu verwenden, wenn wir mehr Kontrolle über die jeweilige Erfahrung haben, und „last“, wenn wir wenig oder keine Kontrolle darüber haben. „Take“ deutet auf eine aktivere Beteiligung hin, während „last“ eine eher passive Erfahrung impliziert.

  • How long does the film last? (der Film dauert, so lange wie er eben dauert)
  • How long did it take you to get to work? (man hätte schon Einfluss auf die Dauer, je nach Route, Geschwindigkeit, Verkehrsmittel, etc.)
  • The game lasted for over three hours. (das Spiel dauert, bis es eben aus ist)
  • It used to take me an hour to do my hair in the morning. Now that I’ve cut it short, it only takes me five minutes. (man hat schon Einfluss auf die Routine, auf die Frisörauswahl, etc.)

Wenn wir das vorbereitende „it“ als Subjekt verwenden und ihm ein Personalpronomen wie I, you, her, him oder it folgt, müssen wir jedoch „take“ und nicht „last“ verwenden:

  • It will take me forever to get through this mountain of paperwork.
  • At this rate, it will take her forever to finish her degree.
  • His car is so messy, it’s bound to take him all day to clean it.

Dein Englisch auf Vordermann zu bringen, kann auch schon mal dauern. Aber es lohnt sich:

Damit kann ich dir helfen! Der effektivste und nachhaltigste Weg, deine Fähigkeiten zu verbessern, ist die Zusammenarbeit mit einem Coach wie mir. Wenn du dein Englisch über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig und aktiv mit einem Muttersprachler anwendest, stärkt das dein Selbstvertrauen, baut Ängste ab und hilft dir dabei, ungehemmt die Dinge zu erledigen, die erledigt werden müssen.

Investiere in ein Englisch, das dich dahin bringt, wo du hinwillst:

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Frei haben / sich frei nehmen – Übersetzung ins Englische?

Angenommen du nimmst dir morgen den Tag frei und willst einen englischsprachigen Kollegen oder Kunden das sagen. Was wäre deine Wortwahl? Im Englischen hat ein freier Tag nichts mit “free” zu tun. Wir würden sagen: I have tomorrow off. Hier einige Beispielsätze:

Have a/the day off – take a/the day off = frei haben / sich frei nehmen

  • I have Thursday and Friday off next week.
  • She’s taking tomorrow off.
  • I took last week off.
  • A: Want to grab lunch with me tomorrow? B: Sure, I’m off (work) tomorrow afternoon.
  • A: When do you have off next week? B: I’m off Tuesday and Friday.

When’s your next day off?

Wie sagt man Urlaub auf Englisch? Vacation oder Holiday?

Holiday: UK / Vacation: US? Wusstest du, dass beide Worte vacation und holiday sowohl in Nordamerika als auch in Großbritannien verwendet werden? Heute schauen wir und die Unterschiede an. Und zum Schluss: was sagt man im Englischen zum „Urlaub auf dem Balkon“ oder Urlaub zu Hause machen?

1. Holiday/holidays

Im britischen Englisch bezeichnet man einen Zeitraum, in dem man von der Arbeit oder der Schule fernbleiben kann, als holiday oder the holidays.

  • The school had undergone repairs during the holiday.
  • One day after the Christmas holidays I rang her up.

Mit holiday meint man eine Zeit, in der man nicht zu Hause ist und sich vergnügt.

  • He’d been working ceaselessly for weeks. He felt it was time for a holiday.
  • I went to The Netherlands for a holiday.

Und wenn man z.B. jedes Jahr über einen längeren Zeitraum verreist, nennt man das holidays.

  • Where are you going for your holidays?

Wenn du on holiday bist, bist du eine Zeit lang von der Arbeit oder der Schule weg, oder du verbringst einige Zeit weg von zu Hause, um dich zu vergnügen.

Im amerikanischen Englisch ist ein holiday ein einzelner Tag oder eine Gruppe von Tagen, an denen die meisten Menschen nicht arbeiten – oft zum Gedenken an ein wichtiges Ereignis, z.B. Memorial Day oder Independence Day. Im Britischen nennt man einen solchen Tag bank holiday oder public holiday.

Wenn Nordamerikaner von the holidays sprechen, meinen sie den Zeitraum am Ende des Jahres, der Weihnachten und Neujahr umfasst. Manchmal wird auch Thanksgiving (Ende November) dazu gezählt.

2. Vacation

Das übliche nordamerikanische Wort für einen längeren Zeitraum, in dem man der Arbeit oder der Schule fernbleibt, oder für einen Zeitraum, in dem man von zu Hause weg ist, um sich zu vergnügen, ist vacation.

  • I’ve been so stressed out at work. I could really use a vacation.

Das Wort vacation kann im Vereinigten Königreich einen längeren Zeitraum, in dem Universitäten, Colleges oder Gerichte planmäßig geschlossen sind. (Christmas/Easter/summer vacation/the long vacation). In den Vereinigten Staaten nennt man die Semesterferien spring break, summer break, fall break bzw. winter/Christmas break.

3. Staycation

In der Umgangssprache versteht man unter dem Begriff staycation einen Urlaub, den man nicht im Ausland, sondern in seinem Heimatland verbringt, oder einen Urlaub, den man zu Hause verbringt und bei dem man Tagesausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten unternimmt.

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

Want to work on your English? Ich kann dir dabei helfen! Ich coache Profis aller Art seit Jahren, damit sie mit ihrem Englisch weiterkommen. Aber auch für den Urlaub kann ich dir weiterhelfen. 😉 Sag hallo!

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Übersetzung von „prägen“ ins Englische

Wie sagt man prägen auf Englisch? Das hängt vom Kontext ab. Das Wort „prägen“ deckt Wie sagt man prägen auf Englisch? Das hängt vom Kontext ab. Das Wort „prägen“ deckt einige Konzepte im Deutschen ab. Im Englischen ist es wichtig zu differenzieren, was genau damit gemeint ist:

to characterize – jdn/etw.

  • The exterior of the house is characterized by a striking use of metal and wood.
  • Das Äußere des Hauses ist geprägt von einer auffälligen Verwendung von Metall und Holz. (zeichnet sich aus)

to shape – jdn/etw. (formen/gestalten)

  • A tragic loss in early childhood shaped the way I saw myself and the world.
  • Ein tragischer Verlust in meiner frühen Kindheit prägte mein Selbst- und Weltbild.
  • It was an event that shaped history and transformed society as we know it.
  • Es war ein Ereignis, das die Geschichte geprägt und die Gesellschaft, wie wir sie kennen, verändert hat.

to inform – figurativ prägen im Sinne von durchdringen (to pervade, to be instilled in)

  • His strictly religious upbringing informs all his writing.
  • Seine streng religiöse Erziehung prägt sein gesamtes Werk.

to influence – einen Charakter / Sachverhalt prägen (nachhaltig beeinflussen)

    • Unsere Überzeugungen werden stark von unserer Erziehung geprägt.     

    (Und im Kontext von Leder, Metall oder Münzen könnte es z.B. to mint, to coin, to stamp sein).

    Ich finde Folgendes ist ein schönes Bild: Der zu übersetzenden Satz ist wie ein Gericht und das Übersetzen ist wie Kochen. Jede theoretisch mögliche Übersetzung – wie oben – ist im Übersetzungsprozess ein Gewürz. Welcher Geschmack harmoniert im Kontext am besten? Einmal genau riechen und los!