Forest, wood oder jungle? Was sind die Unterschiede?

Ist der Wald ein Forest oder ein Wood? Entscheidend ist die Größe: Size matters. Im Englischen ist ein Forest größer als ein Wood. Natives verwenden diese Begriffe stets korrekt ohne über den Unterschied nachzudenken. Erst heute fiel mir das Thema ein.

Laut Merriam-Webster ist ein Forest “a dense growth of trees and underbrush covering a large tract,” während ein Wood ein “a dense growth of trees usually greater in extent than a grove and smaller than a forest,” darstellt.

Warum?

Tja, die Franzosen sind’s natürlich schuld. Nach der normannischen Invasion Englands im Jahre 1066, war ein Forest (vom Französischen forest) laut Gesetzes ein Waldstück, das groß genug war, um königliche Jagdgesellschaften zu stattfinden zu lassen, während ein Wood zu klein für so eine Veranstaltung war.

Und was ist denn dann mit Jungle? Jungle kam im 18. Jahrhundert in die englische Sprache via Hindi und wird vom Sanskritischen  jāṅgala abgeleitet, was so viel wie ‘rough and arid (terrain)’ bedeutete (ironisch also, dass ich an den Regenwald denke, wenn ich mir einen Dschungel vorstelle). Somit kommen Adjektive zur Definition wie „impenetrable“ und „tangled“ hinzu.

Viel Spaß beim Besserwissern!

Fucking Österreich wird umbenannt

Ganz schön traurig: Ein Grund weniger zwischendurch schmunzeln zu müssen. Fucking, ein Ortsteil der Katastralgemeinde Hofstatt in Österreich, wird ab Januar 2021 per Beschluss der Gemeinde Tarsdorf „Fugging“ heißen.

What the fugg?

Na gut… ist ja schon verständlich, dass der ca. 100-Seelen-Dorf gerne einen anderen Namen haben will. Dort werden immerhin künftig wohl deutlich weniger Ortsschilder geklaut.

Im Übrigen, ist „Ortsschild“ ein Wort, dass sich nicht ins Englische übersetzen lässt… vielleicht „city limit sign“.

Aber fugging disappointing für alle, die über das unnützes Wissen verfügt haben, dass es das Dort ja überhaupt gibt.

Geschmacksache von Wilhelm Busch, eine Übersetzung ins Englische

Geschmacksache

Dies für den und das für jenen. 

Viele Tische sind gedeckt. 

Keine Zunge soll verhöhnen, 

Was der andern Zunge schmeckt. 

Lasse jedem seine Freuden, 

Gönn ihm, daß er sich erquickt, 

Wenn er sittsam und bescheiden 

Auf den eignen Teller blickt. 

Wenn jedoch bei deinem Tisch er 

Unverschämt dich neckt und stört, 

Dann so gib ihm einen Wischer, 

Daß er merkt, was sich gehört.

A matter of taste

This unto them and that for those.

So many a table is set. 

No tongue should ever deign to mock 

what other’s appetites whet.

Leave everyone unto their joys, 

Indulge all that refreshes,

If modestly and properly,

They find their own plates precious.

If, however, at your table

They tease and taunt and bother,

Then smack them right up side the head

To remind them what’s proper.

Ich hatte kurz Zeit für ein wenig Poesie heute, ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen. A little lesson on minding your own business.

🙂 Jesse Kopp

Englisch üben in der Pandemie? Possible!

Auch wenn neulich mehrere Pharmaunternehmen bereits 3 verschiedene–und wie es aussieht auch vielversprechende–COVID-19-Impfstoffe bekannt gegeben haben, ist davon auszugehen, dass die Pandemie eine ganze Zeit lang noch über unseren Alltag bestimmen wird. Wie lassen sich persönliche und berufliche Ziele, wie z.B. sich weiterbilden zu lassen, noch mit Abstand und im Home-Office verwirklichen?

Ganz am Anfang der Pandemie sah es für mich persönlich, wenn ich ganz ehrlich bin, ziemlich düster aus. Wir wussten alle im Frühjahr 2020 nicht, was inzwischen klar geworden ist: Das Virus wird unser aller Privat- und Arbeitsleben langfristig prägen. Als die Hoffnungsschimmer während des Sommers wieder da waren, war ich heilfroh, wieder raus zu meinen Kunden zu fahren. Davor hätte man sich ganz einfach keine Welt vorstellen können, in der es schier unmöglich ist, in schicken Konferenzräumen in Agenturen und Unternehmen in und um Düsseldorf und Köln sitzen und sprechen zu dürfen.

Darum ein DANKE an meine Kunden: Viele langjährige–und auch neue–Kunden haben gemeinsam mit mir im Lockdown-Light den Sprung auf ein digitales Format mitgemacht. Wir haben uns wohl alle endlich an digitale Zusammenkünfte und Meetings mit Kunden und Dienstleistern gewöhnt.

Auch wenn ich mir das nie so dynamisch und spannend vor einem Bildschirm vorgestellt habe, kann ich nur feststellen, dass das gemeinsame Lernen immer noch viel Spaß auf Plattformen wie Teams, Zoom und Skype macht. Das aktive Sprechen, der Austausch und–wie immer–sehr viel Lachen gehört immer noch dazu.

Falls deine Organisation das noch nicht ausprobiert bzw. angeboten hat, ist jetzt eine bessere und schlauere Zeit denn je, in euer digitales Dasein–und das dazugehörige Englisch–zu investieren.

Die Welt wird digital. Und die Welt spricht Englisch. Mach doch mit!

Die Etymologie von „Sabotage“

Sabotage: Ein Wort, das fest in unserer Sprache verankert ist (sowohl im Deutschen als auch im Englischen). Aber wo kommt das Wort her? Aus dem Französischen natürlich. Aber woher? Ein kürzlich veröffentlichter Beitrag der Sendung Karambolage stellt es klar.

Saboter – ein Verb, das vom französischen Wort sabot (Holzschuh) abgeleitet ist. Im Zuge der Industrialisierung gab es offenbar Arbeiter in der Landwirtschaft, die versucht haben, mit Ihren Holzschuhen landwirtschaftliche Geräte zu beschädigen bzw. zu Zerstören, da diese Neuerfindungen eine existenzielle Bedrohung für sie darstellten. So die Erzählung.

Diese Herkunft lässt sich zwar anzweifeln, da saboter in vielen unterschiedlichen Kontexten im Französischen dieser Zeit Verwendung fand, u.a. ein „Musikstück sabotieren“, d.h. das Stück unbeholfen schlecht spielen. Trotzdem ist es ein interessantes Bild, wenn man das wörtlich nehmen möchte.

Heute steht auch unsere Gesellschaft womöglich großen Umbrüchen bzw. Unruhen bevor, die sich aus dem Einsatz neuer Techniken ergeben könnten. Wird auch eine breite Masse unserer Bevölkerung zu Technikfeinden mit argwöhnischer Zerstörungslust (im Englischen: Luddites)?

Im Zuge der Automation und Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, werden auch viele Jobs von heute in Zukunft überflüssig. Das lässt sich bereits jetzt in meinem beruflichen Umfeld beobachten. Welche Konsequenzen wird das haben? Werden viele Jobs sich in Luft auflösen, die wir heute kennen? Oder werden neue Jobs daraus entstehen, die wir uns im Moment gar nicht vorstellen können?

Wir können gespannt sein…

Hier ein Beitrag von Wired:

https://www.wired.com/wiredinsider/2018/04/ai-future-work/

„Fotoshooting“: Englisch oder Denglisch?

Im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit Werbeagenturen bekomme ich das Wort „Fotoshootings“ bzw. „Shooting“ sehr häufig zu hören. Da muss ich immer ein bisschen schmunzeln, da im Englischen das Wort „Shooting“ in der Tat „Schießerei“ oder „Erschießung“ bedeutet.

Beim Wort „Fotoshooting“ handelt es sich also um Denglisch statt Englisch. Der Begriff dafür im Englischen ist „photo shoot“–aber das soll ja nicht heißen, dass „Fotoshooting“ kein vernünftiges Deutsch ist–das Wort steht so ja immerhin im Duden. Aber Englisch ist es nicht! The more you know 😉

Was ist das „Oxford Komma“?

Das Oxford Komma, im Englischen auch bekannt als „serial comma“ bzw. „series comma“, wird vor einer Konjunktion eingesetzt in einer Aneinanderreihung bestehend aus 3 oder mehr unterschiedlichen Dingen.

Wenn in einem Satz Satzteile (das können Satzteile bestehend aus einem oder mehreren Worten sein) mit gleicher syntaktischer Funktion aufgezählt oder verbindend genannt werden, so kann ihre Abtrennung entweder durch Konjunktionen oder durch Kommata erfolgen. Die gleichzeitige Verwendung von Konjunktion (vor allem „und“, „oder“ und „sowie“) und Komma ist im Deutschen wiederum bei Aufzählungen ausgeschlossen, es sei denn, dass es sich um gereihte Hauptsätze handelt, die mit einer Konjunktion verbunden sind. In diesem Fall kann ein Komma eingesetzt werden, um die Gliederung des ganzen Satzes zu verdeutlichen. (Bsp.: „Pack deine Sachen und gehe[,] oder pack deine Sachen und fahre.“)

Im Englischen kann das auch genauso gemacht werden, z.B.: „I went to the the grocery store with Peter, Joe and Kate.“ Absolut unproblematisch! Aber es könnte in manchen Fällen zu undeutlichen Aneinanderreihungen kommen:

„For brunch I typically have a glass of orange juice and bacon and eggs and a bagel.“

Isst man in diesem Beispiel seine Eier mit Bacon oder seine Eier doch auf dem Bagel? Das Oxford-Komma löst dieses Problem, indem ein Komma vor der Konjunktion eingesetzt wird:

„For brunch I typically have a glass of orange juice, and bacon and eggs, and a bagel.“

Eine Mehrheit der US-Amerikanischen Styleguides empfehlen die Verwendung des Oxford Kommas, während ein Löwenanteil der Britischen Styleguides davon abrät (obwohl Oxford sich in Großbritannien befindet).

In diesem Fall stehe ich auf der Seite der Briten. Da, wie im o.g. Beispiel, es aus dem Kontext heraus zu erschließen ist (da „bacon und eggs“ im Englischen eine Kollokation darstellt), dass die Eier dem Bacon zuzuordnen sind. Manchmal wird es aber wirklich sehr verwirrend. Hier ein Beispiel von Wikipedia, von einem Fall, in dem von Meryl Haggard erzählt wurde:

Among those interviewed were his two ex-wives, Kris Kristofferson and Robert Duvall.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kommaregeln#Aufzählungen

Waren seine Ex-Frauen nun also Kris Kristofferson und Robert Duvall? Ein Oxford Komma schließt in diesem Fall jedwede Verwirrung aus. Gleichwohl gilt es in meinen Augen als Selbstverständlich, dass Kristofferson und Duvall keine Frauen sind, daher geht man sowieso in diesem Kontext davon aus, dass sie unmöglich seine Ex-Frauen sein können.

Generell gilt, dass in Großbritannien viel weniger Kommata eingesetzt werden als in den Staaten. Das sieht sauberer aus und vor allen Dingen ist es leichter (für Menschen, die Englisch als Zweitsprache sprechen) sich einzuprägen, dass man eher KEIN Komma einsetzt, als sich die ganzen sonstigen Komma-Regeln zu merken.

Daher ist mein Motto: „when in doubt, leave it out.“ (Ironisch, dass ich da doch ein Komma im Motto einsetze…)

Viel Spaß beim Schreiben! 😀

Drive-In falsch eingedeutscht? Drive-In v/s Drive-Thru

Laut des Robert Koch Instituts gibt es aktuell in Deutschland immer mehr Drive-In-Teststationen für das Coronavirus. Aber wäre es richtig eingedeutscht worden, würden wir von Drive-Thru-Teststationen sprechen.

In der Tat: Drive-In ist die englische Bezeichnung für ein Autokino während Drive-Through (oder noch häufiger Drive-Thru) die Bezeichnung für das ist, was man von McDonalds, Burger King & Co. so kennt.

Und wer schon in den Staaten oder Kanada gewesen ist, weiß, dass es jede Menge Drive-Thrus in Amerika gibt, auch für Dienstleistungen, die man in Deutschland nur aus der Fußgängerzone so kennt: Es gibt nicht nur Drive-Thru-Fastfood, sondern auch Drive-Thru-Banking, Drive-Thru-Postboxen, Drive-Thru-Apotheken, Drive-Thru-Fotoentwicklung und in Las Vegas sogar die berühmten Drive-Thru-Hochzeitskapellen!

Auch in meinem Heimatstaat Virginia und im benachbarten Bundesstaat North Carolina gibt es entlang der Atlantikküste eine wirklich ganz besondere Drive-Thru-Dienstleistung: Man nennt einen solchen Laden „Brew-Thru“, zu Deutsch also „Bräu-In“–da kann man tatsächlich Bier, Wein und Eis kaufen, ohne aus dem Auto steigen zu müssen!

Ziemlich geil oder? Aber vielleicht sollten wir unserer aller Gesundheit wegen doch dafür dankbar sein, dass man in Deutschland viel mehr „incidental exercise“ (Zufallstraining) bekommt, dadurch das wir doch aus unseren Autos aussteigen zu müssen, wenn wir einkaufen oder einen Geldautomaten benutzen wollen.

Woher kommt das Wort „OK“?

OK! Here we go. OK (so schreibt man es im Deutschen laut Duden!) ist eines der am häufigsten gebrauchten Wörter der Welt. Es hat sich inzwischen in etlichen Sprachen durchsetzen können. Es ist sogar das erste Wort, dass der Mensch auf dem Mond geäußert hat! Aber woher kommt das Wort OK? Und wofür steht es denn?

OK! Here we go. OK (so schreibt man es im Deutschen laut Duden!) ist eines der am häufigsten gebrauchten Wörter der Welt. Es hat sich inzwischen in etlichen Sprachen durchsetzen können. Es ist sogar das erste Wort, dass der Mensch auf dem Mond geäußert hat! Aber woher kommt das Wort OK? Und wofür steht es denn?

In der Tat hat OK seine Ursprünge in meiner Heimat, den Vereinigten Staaten. Und zwar im 19. Jahrhundert im Raum Boston. OK… aber wie und warum?

Heutzutage werden wir regelrecht bombardiert mit Memes. So ähnlich war das zu der Zeit unter den jungen Eliten, die Ivy League Universitäten besuchten: Es war damals modisch geworden, mit Absicht eine völlig falsche Rechtschreibung zu verwenden, um sich über die Unterklasse lustig zu machen. Und auch Abkürzungen waren zu der Zeit anhand der damals neuerfundene Technik des Telegramms weit verbreitet. Und OK?

OK steht für Oll Korrekt.. also „All Correct“. Und da es kurz und knackig war, setzte sich OK rapide unter den Telegrafisten durch, deren offizielles Handbuch nach einiger Zeit am Ende einer jeden Nachricht sogar ein „OK“ als klare Bestätigung einer vollständig erhaltenen Nachricht vorschrieb.

OK setzte sich dann so gut wie überall durch. Und ist somit sozusagen das erfolgreichste Meme aller Zeiten.

In diesem Video von Vox wird die komplette Geschichte super zusammengefasst. Viel Spaß beim Gucken!