Friedhof auf Englisch: Cemetery oder Graveyard?

Halloween ist bald wieder da – und das spürt man auch in Deutschland, wo sich Ende Oktober inzwischen schmücke Dekolandschaften zum Gruselfeiertag immer weiter etabliert haben. Mit seinen Ursprüngen vor Jahrhunderten in Irland und Schottland, Einwanderer aus den britischen Inseln haben ihre Bräuche nach Amerika mitgenommen – und dank Amerikanischem kulturellen Einfluss wurden diese in die weitere Welt exportiert. Boo! Aber bei allen festlichen Kürbissen, künstlichen Spinnweben und geisterhaften Grabsteinen – wie sagt man Friedhof im Englischen?

Graveyard und cemetery haben beide die gleiche Bedeutung, nämlich „Begräbnisstätte“, und bezeichnen einen Ort, an dem Leichen begraben werden – hier kann man also nichts falsch machen. Allerdings deutet graveyard in der Regel auf einen kleinen Friedhof hin, beispielsweise an einem Privatgrundstück oder neben einer Kirche gelegenen. Graveyard wird auch im übertragenen Sinne verwendet, um Orte zu bezeichnen, an denen Dinge zurückgelassen oder weggeworfen werden, wie beispielsweise in „automobile graveyard / aircraft graveyard“.

Cemetery ist dabei das ältere der beiden Wörter im Englischen. Es wurde erstmals im 15. Jahrhundert verwendet und stammt letztlich vom griechischen Wort koimētērion ab, was „Schlafkammer” oder „Begräbnisstätte” bedeutet. Die erste bekannte Verwendung von graveyard in gedruckter Form erfolgte einige Jahrhunderte später, Mitte des 18. Jahrhunderts.

Spooky, creepy, Halloweeny. Tick-or-Treat!

Kulturelle Unterschiede zwischen Amerikaner und Deutsche im Privat- und Berufsleben

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

US-Amerikaner und Deutsche haben viele Gemeinsamkeiten. Und auch gibt es Unterschiede, sowohl in ihrer Art zu kommunizieren als auch bei der Arbeit und in der Kultur. Hier gehe ich auf einige Punkte ein, die in meiner Erfahrung wesentlich sind.

Verständnis für andere zu haben beginnt mit Selbstverständnis. Jeder Mensch ist im Wesentlichen ein Produkt seiner Lebenserfahrungen. Und die Erfahrungen, die uns prägen, werden bestimmt von unserem Umfeld – beginnend im Elternhaus und später auch noch von der weiteren Welt um uns herum, wozu die Heimat und ihrer Sprache und Kultur mit ihren Normen und Werten gehört. Was macht es für dich aus in Deutschland zu leben und arbeiten? Was bedeutet das für dich persönlich? Siehst du dich anteilig in den untenstehenden Erläuterungen gespiegelt?

Den Post habe ich in den folgenden Themenbereichen gegliedert:

Kommunikationsunterschiede USA/DE

In den Vereinigten Staaten ist die Kommunikation in der Regel direkt, wenn auch in der Regel informell und mit einer starken Ergebnisorientierung. Offenheit, Durchsetzungsfähigkeit und Effizienz werden hochgeschätzt. Der Amerikaner kann lockerer und wärmer rüberkommen im Umgang, auch wenn er durchaus Wert auf Klartext legt. In Deutschland ist die Kommunikation zwar ebenfalls sehr direkt, aber tendenziell formeller, strukturierter und detailorientierter. Der Respekt vor Hierarchien und die Vorliebe für Klarheit und Präzision sind wichtige Aspekte der deutschen Kommunikation.

Verschiedene Auslegungen von “Freiheit”

Freiheit bedeutet für Deutsche etwas anderes als für Amerikaner, und das prägt auch die Kultur. In den Vereinigten Staaten wird ein “pionierhafter”, eigenständiger Ansatz geschätzt. Der amerikanische Traum bedeutet, dass viele Menschen wirklich glauben, dass mit genügend harter Arbeit und ein bisschen Glück fast alles möglich ist. Geschichten vom Tellerwäscher zum Millionär werden kulturell idealisiert. Die Amerikaner sind auch sehr mobil und ziehen möglicherweise quer durch das Land, um eine Karrierechance zu verfolgen oder auch „einfach so“. In Deutschland sind die Menschen viel sesshafter, hier sind Menschen regionalgeografisch sowie beruflich stärker verwurzelt. Freiheit in Deutschland bedeutet eher, robuste Strukturen und Sicherheitsnetze für alle zu schaffen, die Instabilität und Unsicherheit im Leben minimieren—möglichst von Unsicherheit befreit sein. Es gibt eine starke Präferenz für deduktive statt induktiver Ansätze – also einen top-down-orientierten, systematischen Stil –, sei es beim Denken, Präsentieren oder Planen: Um fortfahren zu können, muss ein systematischer Überblick gegeben sein. Details sind ebenso wichtig, um Gewissheit zu schaffen, dass ein bestimmtes Thema oder Projekt von vornherein gut durchdacht ist. Während der Amerikaner eher der Generalist mit Unternehmergeist ist, gleicht der Deutsche seine Angst vor Unsicherheit durch starkes Vertrauen in Fachwissen aus.

Spontanität v/s Verbindlichkeit

Klar: Wenn wir verallgemeinern, geht immer etwas verloren, aber ich glaube, dass es stimmt, dass Amerikaner tendenziell spontaner, geselliger und offener sind und dass sie von Natur aus flexibler und anpassungsfähiger sind, auch im Beruf. Amerikaner können sehr spontan sein – sogar opportunistisch – auch bei der Planung ihres Privatlebens. Pläne in letzter Minute zu ändern, ist ziemlich normal. In Deutschland macht man Pläne und hält sich möglichst daran, sowohl im Beruf als auch im Privatleben, sogar in einem Ausmaß, dass es relativ schwierig sein kann, spontan etwas mit anderen zu Unternehmen – auch unter guten Freunden. Dinge müssen eher Wochen oder sogar Monate im Voraus vereinbart sein. Ich musste mich innerlich ziemlich umorientieren: Wenn man möchte, dass jemand zu seiner Geburtstagsparty kommt, dann muss er drei Monate bis ein halbes Jahr im Voraus einladen werden. Was ich aber als sehr schön empfinde ist, dass wenn Deutsche dir ihre Zusage geben, dann kommen sie auch schließlich. Viel Wert wird in Deutschland auf Zuverlässig gelegen. Wenn man sagt, man werde etwas tun, dann tut man es in der Regel auch.

Optimismus v/s Pessimismus

Im Allgemeinen neigen die Menschen in den Vereinigten Staaten dazu, sich auf das große Ganze zu konzentrieren, emotiver im Ausdruck zu sein und sich eher auf das Positive als auf das Negative zu fokussieren. Deutsche sehen die Welt eher nicht durch eine rosarote Brille, sondern betrachten die Dinge eher realistisch, so wie sie sind, und nicht so, wie sie sein könnten. Eine kürzlich an der Stanford University durchgeführte Studie hat beispielsweise gezeigt, dass Amerikaner beim Versenden von Beileidskarten nach einem Todesfall die Tendenz haben, Karten zu wählen, die Ausdrücke von Trauer oder Kummer – die untrennbar mit einem Verlust verbunden sind – meiden, und stattdessen Beileidskarten bevorzugen, die sich auf Botschaften wie „die Liebe lebt weiter“ oder „mögen schöne Erinnerungen dir Trost spenden“ konzentrieren, während Deutsche Karten bevorzugen, die die negativen emotionalen Auswirkungen des Todes eines geliebten Menschen direkt anerkennen: „Worte können ein schweres Herz nicht erleichtern“ oder „in tiefer Trauer“.

Ich will nicht behaupten, dass der Amerikaner sich nie über Dinge beschwert, aber wenn man in Deutschland eines wirklich gut kann, dann ist es nörgeln—das ist fast der deutsche Nationalsport. Belauscht man Gespräche, kommt es einem so vor, als würde alles nur noch den Bach runtergehen – als wäre das Land – von den Autobahnen und der Bahn bis hin zu den Brücken – in einem desolaten Zustand sei. Die Steuern sind zu hoch. Die Politiker sind inkompetent und zu selbstgefällig. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Das Komische? Anders als in den USA gibt es keine riesigen Schlaglöcher überall in den Straßen, es gibt öffentliche Verkehrsmittel – sogar außerhalb der deutschen Großstädte – die im Allgemeinen zuverlässig sind. Jeder hier ist krankenversichert, man hat vier bis acht Wochen bezahlten Urlaub, und die Politiker – so sehr man sich zwischendurch ärgern mag – sind nicht unfähiger als anderswo. Ich muss nur an Trump denken… Psychologe Michael Boiger fasst es so zusammen: „Mir ist aufgefallen, dass Deutsche oft das Gefühl haben, das Recht zu haben, sich zu beschweren. Es ist das Gefühl, dass einem etwas anderes zusteht. In dieser extremen Form habe ich das nur in Deutschland erlebt.“

Generalist v/s Spezialist

Für Jobsuchende in den Vereinigten Staaten kann es etwas flexibler zugehen als in Deutschland: Es geht im Bewerbungsverfahren eher darum, neben einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz vorweisen zu können auch eine starke Lernbereitschaft und die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln argumentativ zu untermauern. Menschen wechseln im Vergleich zu Deutschland sehr häufig ihren Arbeitsplatz und ihren Arbeitgeber und arbeiten möglicherweise in vielen verschiedenen Bereichen und Branchen. Die Arbeitssuche hat also viel mit Selbstvermarktung zu tun. In den USA wird der „Résumé“ verwendet, der nicht die gesamte Berufslaufbahn einer Person umfasst. Der Bewerber passt seinen Résumé an die Stelle an, auf die er sich bewirbt, und hebt dabei seine relevanten Fähigkeiten hervor, einschließlich seiner Transferrable Skills – Kompetenzen, die nicht auf eine bestimmte Aufgabe oder Branche beschränkt sind, sondern in verschiedenen Kontexten angewendet werden können. In Deutschland geht es eher darum, nachzuweisen, dass man ein wahrer Experte in seinem Tätigkeitsbereich ist und über diese und jene Zertifizierungen, Abschlüsse oder andere formale Qualifikationen verfügt. Im deutschen Lebenslauf wird die gesamte Ausbildungs- und Berufslaufbahn eines Bewerbers detailliert beschrieben. Zudem ist es üblich, viel länger bei einem Arbeitgeber zu bleiben, und es ist eher ungewöhnlich, mitten in der Karriere das Arbeitsfeld zu wechseln. Grob gesagt sind Amerikaner eher unternehmerisch denkende Generalisten mit einer „Can-do“-Einstellung, während Deutsche sehr sachkundige, aber weitaus vorsichtigere Spezialisten sind.

Dieser Unterschied wird auch in der Schul- und Weiterbildung gespiegelt. Im deutschen gegliedertes Schulsystem kommt schon früh die Entscheidung, in welche Richtung es geht. Das deutsche und das amerikanische Bildungssystem unterscheiden sich erheblich in ihrer Struktur, Bewertung und Bildungsphilosophie. Deutsche Schulen – wie ihr wisst – verwenden ein dreigliedriges System auf der Sekundarstufe, bei dem die Schüler je nach schulischen Leistungen in verschiedene Schultypen eingeteilt werden, während das US-amerikanische K-12-System einen umfassenderen Ansatz mit einer einzigen Schulstruktur für alle Schüler bietet. Die deutsche Bildung legt Wert auf formelle Prüfungen und einen stärker strukturierten Lehrplan, während amerikanische Schulen sich auf eine kontinuierliche Bewertung durch Projekte und Klassenbeteiligung konzentrieren und mehr Flexibilität bei der Kurswahl bieten. Im weiteren Verlauf liegt der Hauptunterschied zwischen einer Ausbildung in Deutschland und dem Ausbildungssystem in den USA im Fokus auf praktische v/s theoretische Ausbildung. In Deutschland ist die Ausbildung (Apprenticeship) ein duales System, das eine Kombination aus betrieblicher Praxis und schulischer Bildung vorsieht, um die Auszubildenden auf einen bestimmten Beruf vorzubereiten. In den USA hingegen liegt der Schwerpunkt oft stärker auf einer allgemeinen Hochschulbildung oder Associate Degrees, mit weniger standardisierten, praktischen Ausbildungsprogrammen für bestimmte Berufe. Die berufliche Bildung in den Vereinigten Staaten umfasst die Ausbildung für bestimmte Berufe und wird auf verschiedenen Ebenen angeboten, darunter an High Schools, Community Colleges und spezialisierten Berufsschulen. Diese Programme zielen darauf ab, den Schülern die praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, die für den Einstieg in das Berufsleben erforderlich sind, und führen oft zu einer sofortigen Anstellung nach Abschluss der Ausbildung. Während Berufsschulen, auch als Fachschulen bekannt, fokussierte Programme anbieten, die in der Regel zu Zertifikaten oder Associate-Abschlüssen in Bereichen wie Gesundheitswesen, Technologie und verschiedenen Handwerksberufen führen, ist das deutsche duale Modell in den USA nicht vorherrschend. Allerdings werden in den USA zunehmend duale Ausbildungsprogramme erforscht und umgesetzt, die oft vom deutschen Modell inspiriert sind, insbesondere in bestimmten Branchen und Regionen.

Work-Life-Balance

Die Unternehmenskultur in den USA legt großen Wert auf Leistung, berufliche Weiterentwicklung und Wettbewerbsgeist. Lange Arbeitszeiten sind weit verbreitet. Die Personalpolitik „Hire-and-Fire“ kann kaum ein Deutscher sich vorstellen, auch wenn der Druck in Deutschland wächst, eine immer stärkere Effizienz- und Leistungsorientierung durchzusetzen. Die deutsche Unternehmenskultur legt in meinen Augen großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, mit deutlich kürzeren Arbeitszeiten, großzügigen Auszeiten für Erholung und Urlaub und einem stärkeren Fokus insgesamt auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter, was sich letztendlich sehr positiv auf die Produktivität und Motivation auswirkt. E-Mails zu jeder Tages- und Nachtzeit zu empfangen oder zu beantworten, ist in Deutschland undenkbar, und eine strengere Trennung zwischen Arbeit und Privatleben wird ausgelebt, auch zwischen Kollegen während und nach der Arbeit, als ich das in Amerika gekannt habe.

Entscheidungsprozesse

Die amerikanische Unternehmenskultur zeichnet sich oft durch eine eher unternehmerische Denkweise aus, bei der schnelle Entscheidungen hoch geschätzt werden. Das mittlere Management verfügt beispielsweise über weitaus mehr Entscheidungsfreiheit, auch in Bezug auf das Budget. In Deutschland hingegen wird eher ein konsensorientierter und strukturierter Ansatz verfolgt. Entscheidungsprozesse umfassen gründliche Analysen und Konsultationen mit dem Ziel einer breiten Konsensfindung zu erreichen.

Wie kann ich helfen?

Ein tiefes Verständnis beider Kulturen: Ich habe fundierte kulturelle Kenntnisse und Einblicke, die in beiden Ländern verwurzelt sind. Ich bin in den Vereinigten Staaten geboren, aufgewachsen und ausgebildet worden und betreibe seit 15 Jahren mein Coaching-Unternehmen in Deutschland. Wenn ich Unternehmen und Unternehmer dabei helfe, sich in den komplexen Geschäftskulturen zurechtzufinden, kann ich dazu beitragen, dass Einzelpersonen und Organisationen ihre Ergebnisse optimieren und ihre Geschäftsziele erfolgreich umsetzen.

Lösungen auf Maß für diverse Ziele: Ich bin mir der vielfältigen Anforderungen von Kunden bewusst, die zwischen zwei oder mehr Kulturen pendeln. Deshalb biete ich maßgeschneiderte Lernlösungen an, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Unternehmen und Geschäftsleuten zugeschnitten sind, die sowohl in den USA als auch in Deutschland tätig sind. Die erfolgreiche Navigation durch die Geschäftskulturen der Vereinigten Staaten und Deutschlands ist für Unternehmen, die international expandieren möchten, von entscheidender Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit einem interkulturellen und Sprachcoach wie mir kann Unternehmen dabei helfen, wertvolle kulturelle Einblicke zu gewinnen und die Kommunikation zu verbessern oder zu optimieren, indem beide Seiten des Gesprächs berücksichtigt werden.

Klingt gut? Lasst uns zusammenarbeiten! Start by saying hi:

← Back

Deine Nachricht wurde gesendet

Warnung
Warnung
Warnung
Warnung.

11 Tipps für dein Vorstellungsgespräch auf Englisch

Ich arbeite seit Jahren als Interview-Coach, um Kunden auf Vorstellungsgespräche auf Englisch vorzubereiten. Dabei habe ich parallel sehr eng mit Personalvermittlern und Personalabteilungen in einem internationalen Umfeld zusammengearbeitet in meiner Tätigkeit als Business-Englisch-Coach. Heute möchte ich dir 11 Insider-Tipps geben, die dir bei der Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch helfen, egal ob du dich zum ersten Mal auf eine internationale Stellenanzeige bewirbst oder deine Interviewfähigkeiten im Allgemeinen verbessern möchtest.

Zum Thema Englisch:

1. Lege deinen Perfektionismus ab und benutze das Englisch, das du hast. Viel mehr ist kurzfristig sowieso nicht drin, auch wenn es sicherlich sinnvoll wäre, Pläne zu schmieden, wie du künftig dein Englisch im beruflichen Kontext weiterausbaust. Damit kann ich dir helfen. In der Zwischenzeit, achte darauf Wörter zu verwenden, die dem deutschen Ausdruck, den du suchst, am nächsten kommen, auch wenn sie einfach sind, anstatt stecken zu bleiben. Vielleicht kannst du aus einem Durcheinander sogar einen lustigen Moment im Interview machen, der Selbstbewusstsein und Verwundbarkeit zugleich aufweist. Und wenn dein Englisch nicht das Beste ist, gib einfach zu, dass du dir dessen bewusst bist und aktiv daran arbeitest, indem du xyz machst (was auch immer es ist). Jede Schwäche ist eine Gelegenheit, Selbstbewusstsein, Einfallsreichtum und Lernbereitschaft zu zeigen. Also atme tief durch und mache weiter! Eine Coaching-Session mit mir zur Vorbereitung kann sehr viel Berührungsangst abbauen. Buch dir eine!

Vor deinem Bewerbungsgespräch auf Englisch:

2. Sei gut auf dein Vorstellungsgespräch vorbereitet. Zeige, dass du deine Hausaufgaben gemacht hast, indem du erwähnst, was du auf der Website des Unternehmens gesehen hast. Wähle vielleicht einen Unternehmenswert oder etwas aus dem Leitbild aus, das dich persönlich anspricht. Du musst nicht die Wikipedia-Seite auswendig lernen, aber wenn du so etwas erwähnst, zeigst du, dass du es ernst meinst – auch bei der Auswahl eines Arbeitgebers, der optimal zu dir passt.

3. Versuche, ruhig zu bleiben, auch wenn du nervös bist. Es ist normal, vor einem Vorstellungsgespräch etwas nervös zu sein, besonders wenn viel auf dem Spiel steht. Du kannst vorher einige Erdungsübungen machen oder Atemtechniken anwenden, die dir helfen, dein Nervensystem zu regulieren. Wenn du Tipps dazu brauchst, kann ich dir gerne helfen.

4. Denk daran, wenn du nervös wirst: Dein Interviewer ist wahrscheinlich auf deiner Seite. Sie wollen einen Kandidaten finden und du bist eingeladen worden. Manchmal sind sie sogar verzweifelt auf der Suche und unter ziemlich viel Druck, die Stelle zu besetzen. Stelle dir vor: Jeder, der einer Präsentation zuhört, möchte, dass diese doch gut gelingt – dass man sich nicht langweilt, dass es spannend oder interessant ist, etc. Und jeder Personalvermittler möchte jemanden finden, der gut zu einer offenen Stelle passt. Ich denke, es kann sehr hilfreich sein, die Situation mental neu zu definieren und den Interviewer als Verbündeten statt als Verhörer oder Feind zu betrachten.

In deinem Bewerbungsgespräch auf Englisch:

5. Begrüße deine Gesprächspartner freundlich. Denk daran, dass du dich in einem Vorstellungsgespräch auf Englisch mit dem Vornamen begrüßt. Es ist normal, mit Small Talk zu beginnen, um die Atmosphäre aufzulockern. Auf die Frage „wie geht’s dir?“ antworten? „I’m great,“ ist super. Die Frage ist vielmehr eine Begrüßung, als eine Frage, bei der deine Antwort in die Tiefe gehen soll.

6. Sei freundlich und halte Augenkontakt. Du musst keine Show abziehen, aber Sympathie ist sehr wichtig. Und Augenkontakt ist besonders wichtig. Das zeigt, dass du selbst unter Druck selbstbewusst und sympathisch sein kannst.

7. Sei ehrlich und authentisch. Dieses Vorstellungsgespräch dreht sich um dich, also sei ganz du selbst und erzähle deine Geschichte. Das ist eine gute Gelegenheit, deine Grundwerte und deine persönliche Marke zu vermitteln und zu begründen, warum du gut in das Unternehmen passt. Wenn du dir nicht ganz im Klaren darüber bist, wofür du dich begeisterst, was deine Marke ausmacht oder was dich motiviert, kann ich dir in einer Coaching-Sitzung dabei helfen, zu mehr Klarheit für deine Storytelling zu finden.

8. Erzähle etwas über dich selbst und beantworte Fragen so individuell wie möglich. So kannst du dich und deine Geschichte wirklich ins beste Licht rücken. Konzentriere dich auf das, was einen größeren Eindruck hinterlässt. Es mag zwar stimmen, dass du verheiratet bist und gerne mit deinen Freunden Zeit verbringst, aber das gilt für die meisten Menschen. Was macht dich als Person und als Experte auf deinem Gebiet einzigartig?

9. Achte auf eine angemessene Körpersprache. Sitze aufrecht, aber entspannt. Achte darauf, dich nicht zu krümmen oder die Arme vor dir zu verschränken. Du kannst probieren, wie es sich für dich anfühlt, mit den Händen zu gestikulieren, wenn du eine Geschichte erzählst oder etwas betonst. Das kann auch eine tolle, lebendige und animierende Wirkung haben.

10. Zeige Interesse an deinem zukünftigen Arbeitsbereich. Für den Interviewer ist es wichtig zu sehen, dass du die Anforderungen und Aufgaben der Stelle verstanden hast, und zu hören, warum du diese erfüllen oder sogar übertreffen wirst. Bereite Beispiele aus deiner bisherigen Berufserfahrung vor und untermauere diese mit Fakten, Zahlen oder Beispielen, wie du zum Erfolg beigetragen hast.

11. Stelle deinem Arbeitgeber Fragen. Du könntest fragen, unter wem und mit wem du arbeiten wirst. Du kannst einige Dinge ansprechen, die du über die Unternehmenskultur recherchiert hast. Du könntest den Interviewer sogar fragen, wie er die Auswirkungen dieses bestimmten Wertes oder Corporate-Benefits in seinem eigenen Arbeitsleben erlebt. Es gibt viele gute Fragen, die man stellen kann. Warum wird diese Stelle ausgeschrieben? Wie wird mein Onboarding organisiert sein? Und auch: Wann kann ich mit einer Rückmeldung von Ihnen rechnen? Das schafft Verbindlichkeit in deinem Sinne.

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

Willst du dich maximal fit fühlen für dein Interview? Dann buche jetzt eine Coaching Session. Meine Erfahrung als Interview-Coach zeigt, dass Kunden mit allerlei falschen Sorgen in die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch kommen und auf einige Fragen, die ihnen wirklich einen klaren Vorsprung gegenüber anderen Bewerbern verschaffen könnten, eher unklare Antworten parat haben. Das sortieren wir alles gemeinsam. Nicht jeder ist ein erfahrener Interviewee, und es ist generell eine ziemliche Herausforderung, sich selbst wirklich zu sehen – geschweige denn selbstbewusst über sich zu sprechen. Ein Spiegel, in den wir schauen können und der uns unser eigenes Bild in einem anderen, klareren Licht zurückwirft, ist für mich das, worum es beim Interview-Coaching geht. Schauen wir also gemeinsam hin: Schließlich sind wir selbst in vielerlei Hinsicht unser größtes Rätsel, und es ist unsere Lebensaufgabe, uns selbst zu ergründen. Meine Kunden sind oft überrascht von dem, was wir dabei entdecken.

Let’s have a look!

← Back

Deine Nachricht wurde gesendet

Warnung
Warnung
Warnung
Warnung.

„Dauern“ auf Englisch – take oder last?

How long does it take you? How long will it last? Wie lange dauert es? Heute erkläre ich diese Feinheit im Englischen:

Sowohl „take“ als auch „last“ werden verwendet, um die Zeitspanne zu beschreiben, die für etwas benötigt wird. Wir neigen dazu, „take“ zu verwenden, wenn wir mehr Kontrolle über die jeweilige Erfahrung haben, und „last“, wenn wir wenig oder keine Kontrolle darüber haben. „Take“ deutet auf eine aktivere Beteiligung hin, während „last“ eine eher passive Erfahrung impliziert.

  • How long does the film last? (der Film dauert, so lange wie er eben dauert)
  • How long did it take you to get to work? (man hätte schon Einfluss auf die Dauer, je nach Route, Geschwindigkeit, Verkehrsmittel, etc.)
  • The game lasted for over three hours. (das Spiel dauert, bis es eben aus ist)
  • It used to take me an hour to do my hair in the morning. Now that I’ve cut it short, it only takes me five minutes. (man hat schon Einfluss auf die Routine, auf die Frisörauswahl, etc.)

Wenn wir das vorbereitende „it“ als Subjekt verwenden und ihm ein Personalpronomen wie I, you, her, him oder it folgt, müssen wir jedoch „take“ und nicht „last“ verwenden:

  • It will take me forever to get through this mountain of paperwork.
  • At this rate, it will take her forever to finish her degree.
  • His car is so messy, it’s bound to take him all day to clean it.

Frei haben / sich frei nehmen – Übersetzung ins Englische?

Angenommen du nimmst dir morgen den Tag frei und willst einen englischsprachigen Kollegen oder Kunden das sagen. Was wäre deine Wortwahl? Im Englischen hat ein freier Tag nichts mit “free” zu tun. Wir würden sagen: I have tomorrow off. Hier einige Beispielsätze:

Have a/the day off – take a/the day off = frei haben / sich frei nehmen

  • I have Thursday and Friday off next week.
  • She’s taking tomorrow off.
  • I took last week off.
  • A: Want to grab lunch with me tomorrow? B: Sure, I’m off (work) tomorrow afternoon.
  • A: When do you have off next week? B: I’m off Tuesday and Friday.

When’s your next day off?

Wie sagt man Urlaub auf Englisch? Vacation oder Holiday?

Holiday: UK / Vacation: US? Wusstest du, dass beide Worte vacation und holiday sowohl in Nord Amerika als auch in Großbritannien verwendet werden? Heute schauen wir und die Unterschiede an. Und zum Schluss: was sagt man im Englischen zum „Urlaub auf dem Balkon“ oder Urlaub zu Hause machen?

1. Holiday/holidays

Im britischen Englisch bezeichnet man einen Zeitraum, in dem man von der Arbeit oder der Schule fernbleiben kann, als holiday oder the holidays.

  • The school had undergone repairs during the holiday.
  • One day after the Christmas holidays I rang her up.

Mit holiday meint man eine Zeit, in der man nicht zu Hause ist und sich vergnügt.

  • He’d been working ceaselessly for weeks. He felt it was time for a holiday.
  • I went to The Netherlands for a holiday.

Und wenn man z.B. jedes Jahr über einen längeren Zeitraum verreist, nennt man das holidays.

  • Where are you going for your holidays?

Wenn du on holiday bist, bist du eine Zeit lang von der Arbeit oder der Schule weg, oder du verbringst einige Zeit weg von zu Hause, um dich zu vergnügen.

Im amerikanischen Englisch ist ein holiday ein einzelner Tag oder eine Gruppe von Tagen, an denen die meisten Menschen nicht arbeiten – oft zum Gedenken an ein wichtiges Ereignis, z.B. Memorial Day oder Independence Day. Im Britischen nennt man einen solchen Tag bank holiday oder public holiday.

Wenn Nordamerikaner von the holidays sprechen, meinen sie den Zeitraum am Ende des Jahres, der Weihnachten und Neujahr umfasst. Manchmal wird auch Thanksgiving (Ende November) dazu gezählt.

2. Vacation

Das übliche nordamerikanische Wort für einen längeren Zeitraum, in dem man der Arbeit oder der Schule fernbleibt, oder für einen Zeitraum, in dem man von zu Hause weg ist, um sich zu vergnügen, ist vacation.

  • I’ve been so stressed out at work. I could really use a vacation.

Das Wort vacation kann im Vereinigten Königreich einen längeren Zeitraum, in dem Universitäten, Colleges oder Gerichte planmäßig geschlossen sind. (Christmas/Easter/summer vacation/the long vacation). In den Vereinigten Staaten nennt man die Semesterferien spring break, summer break, fall break bzw. winter/Christmas break.

3. Staycation

In der Umgangssprache versteht man unter dem Begriff staycation einen Urlaub, den man nicht im Ausland, sondern in seinem Heimatland verbringt, oder einen Urlaub, den man zu Hause verbringt und bei dem man Tagesausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten unternimmt.

Foto eines Mannes auf einer Blumenwiese

Want to work on your English? Ich kann dir dabei helfen! Ich coache Profis aller Art seit Jahren, damit sie mit ihrem Englisch weiterkommen. Aber auch für den Urlaub kann ich dir weiterhelfen. 😉 Sag hallo!

← Back

Deine Nachricht wurde gesendet

Warnung
Warnung
Warnung
Warnung.

Übersetzung von „prägen“ ins Englische

Wie sagt man prägen auf Englisch? Das hängt vom Kontext ab. Das Wort „prägen“ deckt Wie sagt man prägen auf Englisch? Das hängt vom Kontext ab. Das Wort „prägen“ deckt einige Konzepte im Deutschen ab. Im Englischen ist es wichtig zu differenzieren, was genau damit gemeint ist:

to characterize – jdn/etw.

  • The exterior of the house is characterized by a striking use of metal and wood.
  • Das Äußere des Hauses ist geprägt von einer auffälligen Verwendung von Metall und Holz. (zeichnet sich aus)

to shape – jdn/etw. (formen/gestalten)

  • A tragic loss in early childhood shaped the way I saw myself and the world.
  • Ein tragischer Verlust in meiner frühen Kindheit prägte mein Selbst- und Weltbild.
  • It was an event that shaped history and transformed society as we know it.
  • Es war ein Ereignis, das die Geschichte geprägt und die Gesellschaft, wie wir sie kennen, verändert hat.

to inform – figurativ prägen im Sinne von durchdringen (to pervade, to be instilled in)

  • His strictly religious upbringing informs all his writing.
  • Seine streng religiöse Erziehung prägt sein gesamtes Werk.

to influence – einen Charakter / Sachverhalt prägen (nachhaltig beeinflussen)

    • Unsere Überzeugungen werden stark von unserer Erziehung geprägt.     

    (Und im Kontext von Leder, Metall oder Münzen könnte es z.B. to mint, to coin, to stamp sein).

    Ich finde Folgendes ist ein schönes Bild: Der zu übersetzenden Satz ist wie ein Gericht und das Übersetzen ist wie Kochen. Jede theoretisch mögliche Übersetzung – wie oben – ist im Übersetzungsprozess ein Gewürz. Welcher Geschmack harmoniert im Kontext am besten? Einmal genau riechen und los!  

    Englisch für Coaches und Coachinganbieter

    Business English für Coaches deutschlandweit

    Bist du Coach auf der Suche nach besserem Englisch für dein Business? In den letzten 15 Jahren habe ich Coaches aus ganz Deutschland (bzw. ihre Teams) aus verschiedenen Coaching-Bereichen mit Business English Coaching und Übersetzungen unterstützt. Von der Überholung der englischen Webpräsenz, der Optimierung von Präsentationen und Vorträgen bis hin zur allgemeinen Steigerung der Handlungssicherheit im Englischen, bin ich ein Englisch-Coach geworden, der viel Erfahrung damit hat, andere Coaches zu begleiten.  

    Begleitung für diverse Schwerpunkte

    Es gibt eine unwahrscheinliche Bandbreite im Feld des Coachings. Zu den Themenschwerpunkten, mit denen ich bislang in Berührung gekommen bin gehören Business Coaching mit dem Fokus Vermarktung und Kundengewinnung, Leistungssteigerungen im Bereich Geschäftsführung & Top Management, Achtsamkeit, Resilienz und gesteigertes Wohlbefinden im beruflichen und privaten Alltag, die pädagogische Arbeit und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Studierenden, die Steigerung von Bewusstsein für interkulturelle Kompetenzen, u.v.m.

    Erweitere deine Reichweite

    Brauchst du besseres Englisch und mehr Handlungssicherheit, Selbstbewusstsein und Wohlgefühl beim aktiven Sprechen für deine Tätigkeit als Coach? Als Profi für das Sprachpaar Deutsch/Englisch kann ich dir helfen, auch deine Leistung auf internationalem Parkett zu steigern. Business English Coaching sorgt dafür, dass deine Kernkompetenzen noch besser bei deinen Kunden zur Geltung kommen. Zusammen stellen wir sicher, dass deine Coaching-Expertise im internationalen Umfeld genauso überzeugt wie auf Deutsch. 

    Coaches aus ganz Deutschland, die ich bislang begleitet habe:

    • Pascal Feyh – MehrGeschäft, Neuss
    • Felicitas von Elverfeldt, Frankfurt am Main
    • Dr. Christine Issa & Dr. Sardar Kohistani – SaminWorld, Düsseldorf
    • Brigitta Kemner, Düsseldorf
    • Garbiele Loenne, Großheide (Niedersachen)
    • Mathias Huppenbauer – MACHART, Krefeld

    ← Back

    Deine Nachricht wurde gesendet

    Warnung
    Warnung
    Warnung
    Warnung.

    Was DeepL kann und nicht kann. Wann braucht man noch einen menschlichen Übersetzer?

    Was DeepL so toll macht? Das erkläre ich dir heute. Wir gehen auch auf die Frage ein: welche Dinge kann DeepL nicht so gut? Dann erkläre ich dir, in welchen Fällen es sich ganz besonders lohnt, einen menschlichen Übersetzer wie mich zu engagieren, oder wie ich noch viel mehr für dich aus einen von DeepL übersetzten Text herausholen kann.

    Was ist DeepL? Was kann DeepL gut und warum?

    Viele von euch kennen und nutzen vielleicht schon DeepL, dessen Dienste ich ebenfalls in meiner Praxis als Übersetzer, Transcreator und Mitwirkender im Marketingbereich nutze. Wie die meisten Übersetzungssysteme übersetzt auch DeepL Translator Texte mithilfe sogenannter künstlicher neuronaler Netze, eine Technik, die neuronale maschinelle Übersetzung (NMT) genannt wird. Diese Netze werden anhand von vielen Millionen übersetzter Texte trainiert. Während andere namhafte Konkurrenzprodukte, die von Technologieunternehmen entwickelt wurden, den Vorteil haben, dass sie sich auf hochentwickelte Web-Crawler stützen, die auf eine riesige Datenmenge im Internet zugreifen können, versucht DeepL gezielter zu arbeiten, indem es spezielle Trainingsdaten verwendet, um seine Crawler in die Lage zu versetzen, eine höhere Übersetzungsqualität zu erreichen und die Übersetzungsqualität im Internet automatisch zu bewerten. Erstmal so weit so gut. Gleich komme ich zu der Frage, was kann DeepL nicht so gut.

    Als NMT-Technologie verwendet DeepL Deep-Learning-Algorithmen (daher der Name DeepL), um Übersetzungen zu erstellen, die einer menschlichen Übersetzung ähnlicher sind, als dies bei regelbasierten oder statistisch gestützten Maschinelle-Übersetzungssystemen der Fall ist. Das liegt daran, dass ein neuronales Netzwerk bei der Erstellung einer Übersetzung den gesamten Satz Schritt für Schritt berücksichtigen kann und nicht nur einige wenige Wörter, die häufig auf beiden Seiten eines bestimmten übersetzten Begriffs erscheinen. Die KI-Engine von Deepl ist auch recht geschickt darin, den Kontext des eingegebenen Textes zu verstehen, was es ihr ermöglicht, relativ kontextgenaue Übersetzungen zu erstellen. Im Vergleich zu anderen Diensten wie Google Translate sorgt die Benutzeroberfläche von DeepL dafür, dass der Nutzer zudem einzelne Wörter innerhalb einer vorgeschlagenen Übersetzung auswählen und durch andere geeignete Wörter ersetzen kann, um eine weitere Feinabstimmung vornehmen zu können. Zusammenfassend ist DeepL also ein leistungsstarkes Übersetzungstool.

    Wo kann DeepL zu kurzkommen?

    Die Erfahrung zeigt, dass DeepL bei Bulletpoints, Titeln, Überschriften usw. zu kurz greift. Es berücksichtigt auch nicht die grundlegenden syntaktischen Präferenzen innerhalb des Sprachpaares DE/EN, wie z.B. die starke Bevorzugung von Substantiv-zentrierten Strukturen im Deutschen, während das Englische wesentlich Verb-zentrierter ist. DeepL stützt sich auch auf die Linguee-Datenbank, die leider mehr als nur ein paar mangelhafte Übersetzungen im Sprachpaar Deutsch/Englisch enthält, darunter sowohl menschliche, computergestützte als auch KI-generierte Übersetzungen. Wenn NMTs also das Internet durchforsten und all diese Beispiele für mangelhafte Übersetzungen finden, kann eine mangelhafte Übersetzung unweigerlich hier und da ein Ergebnis sein. Und natürlich gibt es Wörter und Konzepte, die einfach nicht übersetzbar sind, und diese erfordern eine sorgfältige und überlegte Vorgehensweise, die eine menschliche Kreativität voraussetzt. Kurz gesagt, so gut DeepL auch sein mag, es wird nie das sein, was wir sind: menschlich.

    Wann empfiehlt es sich einen menschlichen Übersetzer zu engagieren?

    Im Gegensatz zu künstlichen neuronalen Netzen ist der Mensch ein lebendiges, atmendes Ökosystem von Gedanken, Gefühlen und Bewusstsein, das sich von Augenblick zu Augenblick in der dynamischen Erfahrung des Lebens entfaltet. Das menschliche Herz und die Bodymind-Verbindung (die Einheit, die Körper, Geist und Seele bilden) fühlen und wissen von Natur aus das, was eine Maschine oder KI nicht wissen kann: Was ein Leben ist und bedeutet. Wir wissen es, ohne einmal darüber nachdenken zu müssen – weil wir sind. Somit sind in meinen Augen sämtliche Übersetzungen, in denen es um Herzensangelegenheiten geht, eine rein menschliche Domäne, Punkt. Und das Herz ist im Spiel, auch dort, wo es uns nicht immer direkt bewusst ist, z.B. bei jeder Kaufentscheidung, die wir treffen. In Bereichen den Bereichen Marketing, Werbung, Verkauf und Branding, wo die Feinheiten der Sprache ganz entscheidend sein können, ob ein Konsument ein Produkt oder eine Dienstleistung will, oder eben nicht, ist eine menschliche Stimme in der Übersetzung unersetzlich, Gewisse Dinge müssen ganz einfach gefühlt werden. Dort lohnt sich mit KI kein Ersparnis, und umgekehrt jede Investition in einen erfahrenen Übersetzer.

    Wer kann meinen von DeepL übersetzen Text einen professionellen Feinschliff geben?

    Look no further: ich kann dir gerne damit helfen. Machine Translation Proofediting (MTPE) ist ein Angebot von mir, das die Fehler oder Unnatürlichkeiten – die Ecken und Katen sozusagen – in deiner von DeepL übersetzten Text ausbügelt. Es ist zwar einfacher für mich, einen Text direkt übersetzen zu dürfen, aber wenn der Text sowieso vorliegt, stehen bei mir erfahrene Augen, die für ein ansprechenderes Ergebnis sorgen, zur Verfügung. DeepL und ähnliche Tools sind Teil des Alltags geworden. Und ich ein Übersetzer, der mit der Zeit mitgeht.

    Warte! Was ist mit ChatGPT?

    Die Erfahrung zeigt, dass ChatGPT zwar „menschlich“-wirkende Texte generieren kann, und Texte können auch dort übersetzt werden. Aber wo kein genaues Framework eingegeben wird (ich bin nicht drauf gekommen), entstehen dort keine genauen Übersetzungen, insbesondere, wenn es sich um ganze Dokumente handelt. ChatGPT hat den starken Hang dazu, irgendwas hineinzuinterpretieren, was im Quelltext überhaupt nicht enthalten ist. Somit ist ChatGPT in meinen Augen auf gar keinen Fall ein empfehlenswertes Übersetzungstool, gerade wenn es um Genauigkeit geht.

    Ready to reach people better? Reach out to me first 🙂

    ← Back

    Deine Nachricht wurde gesendet

    Warnung
    Warnung
    Warnung
    Warnung.

    Herbst im Englischen: Autumn oder Fall?

    Autumn und Fall werden synonym für die Jahreszeit zwischen Sommer und Winter verwendet. Beide werden im amerikanischen und britischen Englisch verwendet, aber fall kommt häufiger im amerikanischen Englisch vor. Autumn gilt im Allgemeinen als der formellere Name für die Jahreszeit.

    Das ältere der beiden Wörter ist autumn, das um 1300 aus dem lateinischen Wort autumnus ins Englische kam. (Etymologen sind sich nicht sicher, woher das lateinische Wort stammt.) Die englischen Dichter waren wie eh und je begeistert von den Veränderungen, die der Herbst mit sich brachte, und mit der Zeit wurde der Ausdruck „der Fall der Blätter“ mit der Jahreszeit in Verbindung gebracht. In den 1600er Jahren wurde diese Bezeichnung auf fall verkürzt.

    Zu dieser Zeit dehnte sich das englische Reich rasch aus, was bedeutete, dass sich das Englische in den neuen Kolonien ausbreitete, unter anderem im 16. Jahren in der Neuen Welt. Im Laufe der Zeit wichen das in Amerika gesprochene Englisch und das in Großbritannien gesprochene Englisch voneinander ab, da es nicht so viel Kontakt zwischen den beiden Gruppen von Englischsprechern gab. Mit der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten und der Entstehung ihrer nationalen Identität vergrößerte sich die Kluft zwischen den beiden Versionen des Englischen. (Think: soccer v/s football… beide Worte kommen ursprünglich aus Great Britain, und doch sind die Amis rein mit soccer unterwegs während die Briten ausschließlich football spielen).

    Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich das amerikanische und das britische Englisch auseinanderentwickelt, und damit auch der Gebrauch der Wörter fall und autumn. Es ist unklar, warum das Wort fall in den Vereinigten Staaten florierte, aber Mitte des 18. Jahrhunderts wurde „fall“ von amerikanischen Lexikographen als rein amerikanisch angesehen. In Ländern, in denen britisches Englisch gesprochen wird, wird fall immer noch gelegentlich als die Bezeichnung für den Herbst verwendet, aber in der Regel nur in einer Handvoll fester Ausdrücke, wie „spring and fall“.

    Einen schönen Herbst wünscht

    Jesse