Englische Grammatik auffrischen im Selbststudium

Das regelmäßige Sprechen mit einem Native Speaker ist zwar wirklich unschlagbar als effektivste Lösung für das nachhaltige Erlernen einer Zweitsprache. Leider ist es auch zugegebenermaßen eine langfristige und kostspielige Affäre. Nicht jeder kann sich die Zeit und das Geld dafür leisten. Leider!

Das Gute ist, dass jede Auseinandersetzung mit der Zweitsprache grundsätzlich gut ist. Hier finden Sie ein paar gute Tipps für das Englischlernen im Alltag. Auch im Selbststudium kommt man ein gutes Stück weiter für viel weniger Geld. Dazu gibt es diverse, kostengünstigere Lösung als die muttersprachliche Begleitung. Hier finden Sie zwei Vorschläge für den Lernerfolg je nach Kenntnisstand:

Für Beginner:

Raymond Murphy’s Grammar in Use Serie ist grundsätzlich für Grammatik-Freunde sehr empfehlenswert für das Selbststudium. Im Handel überall erhältlich. Unterstützen Sie Ihre örtliche Buchhandlung! Auch online zu bestellen, einfach rechts auf das Bild klicken.

Die Übungen sind sehr intuitiv aufgebaut: Wirklich gutes Lernzeug!

Für Erfahrene:

Wieder einmal von der Grammar in Use Serie, ist das blaue Buch super geeignet für selbstsicherere Nutzer, die sich trotzdem ein vertieftes Auffrischen Ihrer Grammatik wünschen.

Genauso intuitiv für das Lernen wie das rote Buch, nur hier geht es ein bisschen zügiger voran. Cambridge knows what’s up, definitiv!

Viel Spaß beim Pauken!

somewhat / something/ somehow / somewhere / some kind of / some way / someday

Looking for some answers? Some way to understand the differences between these words? I’m here to help! Oft höre ich in Deutschland Sätze wie “He was some kind of surprised.” Geht das?

Hier einmal eine knackige Erklärung: 

somewhat– “etwas1” 

I was somewhatupset after the car accident.

something – “etwas2

            By the look on her face I could tell somethingwas wrong. 

somehow– “irgendwie”

            I’m confident we’ll come to an agreement somehow

somewhere– “irgendwo”

            I must have left my bag somewhere. I can’t find it. 

some kind of– “irgendeine Art von”

He pulled some kind ofdevice out of his pocket. I’m not sure what it was for. 

some way – “irgendeine Weise/Möglichkeit”

Surely there must be some way to get an earlier appointment. 

someday – “eines Tages”

            I know I’ll meet the man of my dreams someday

It would seem there’s almost nothing some can’t do. I’m sure you’ll get along somehow. Enjoy!

Unterschied zwischen „whatever“ and „whatsoever“

Ein kleines “so” dazwischen macht so einen Unterschied:

“Whatever” Dieses Wort benutzen wir Native Speaker ziemlich häufig – man kann es vielseitig übersetzen: egal / meinetwegen / was auch immer / mir egal / was soll’s / (whatever happens / whatever you do = unter allen/keinen Umständen) / was in aller Welt

  • If you go to Marina’s house, whateveryou do, don’t try her dessert. It’s always terrible. (unter keinen Umständen / auf gar keinen Fall)
  • Shall we have for dinner? We can have whateveryou want. (was auch immer)
  • Whatevercould have happened to make him that upset? (was in aller Welt)
  • You can’t tell Sandra what to do. She’ll do whatevershe wants anyway. 
  • A: Let’s go to that pizza place down the street for dinner. B: Whatever, sounds just fine to me. (was soll’s / mir egal)

“Whatsoever + negative” – auch hier gibt es diverse Übersetzungen: gar nichts/keinen / überhaupt nichts/kein / jegliche / jedwede 

  • I have no doubt whatsoever you’ll do well on your exam. (überhaupt keinen Zweifel)
  • He seemed to burst into tears for no reason whatsoever. (ohne jeglichen Grund)
  • In the prewar period these ideas had not been realized in any form whatsoever(gar keinen)

Learning in chunks: Chunking für den Erfolg

In der Psycholinguistik beschreibt Chunking die Bildung von Blöcken sprachlicher Information. So werden Inhalte portioniert, damit sie besser im Kurzzeitgedächtnis verarbeitet werden können.

Es handelt sich um Kollokationen, Redewendungen, Phrasal-Verbs (Verb + Adverbpartikel bzw. Verb + Präposition), usw.

by the way

in the blink of an eye

Know what I mean?

break the ice

connect the dots

with the stroke of a pen

Got it?

Wenn es um das Erlernen einer Zweitsprache geht, sollte man Chunking–so hilfreich es ist–allerdings nicht überbewerten. Auch wenn Sie über Jahre 10 Stück davon jeden Tag auswendiglernen würden, würden Sie immer noch nicht an den zehn- bis hunderttausend Chunks eines Native Speakers nahe kommen.

Gleichwohl kann es durchaus sinnvoll sein, Vokabeln, Phrasen und grammatische Regeln „chunkweise“ zu lernen. Wissen Sie z.B., wie Gänseblümchen auf Englisch heißen? Antwort: Daisies. Wissen Sie, was gemeint ist, wenn man „pushing up daisies“ sagt? So betrachtet man im Englischen die Radieschen von unten: Skurilles Wissen für die nächste Party. Aber in so einem witzigen Chunk, bleibt das Wort „daisy“ schon eher hängen, oder?

Progressive oder Continuous? Gibt es einen Unterschied?

Present Continuous? Present Progressive? Gibt es dazwischen überhaupt einen Unterschied? Heute klären wir das für ein für alle Mal!

Continuous aspect: Das Bild unterstreicht die Idee–hier läuft gerade etwas. Daher heißt es im Deutschen ja „die Verlaufsform“. Wir benutzen diese Form–vereinfacht erklärt–im Englischen, wenn das Geschilderte im erzählten Moment der Gegenwart/Vergangenheit/Zukunft gerade passiert, e.g. „I’m thinking of selling my car.“ / „Come again? Sorry, I wasn’t listening.“

In der deutschen Grammatik gibt es kein 1-zu-1 Äquivalent hierfür. Eine Ausnahme bildet die Rheinische Verlaufsform. Hier am Rhein sagt man gerne, man sei „etwas am machen“, z.B. „Ich bin noch am Überlegen“ im Englischen „I’m still thinking.“

Progressive aspect: Hier sehen wir auch direkt, was gemeint ist–hier schreitet eine Handlung voran! Hiermit bringen wir im Englischen zum Ausdruck, dass eine Handlung, die sich gerade im Ablauf befindet, auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist. Wir machen momentan irgendwelche Fortschritte und wenn wir so weitermachen, ist die Handlung irgendwann abgeschlossen z.B. „I’m doing the dishes.“

Also handelt es sich grammatisch um 2 unterschiedliche Konzepte, die aber sprachlich in der selben Form zum Ausdruck gebracht werden (to be + VERBing). In vielen Sprachen nehmen zwar die progressive und continuous Aspekte die gleiche Form an. Sie haben aber durchaus differenzierte Formen in anderen Sprachen, z.B. Mandarin Chinesisch, eine Sprache in der progressive „He’s brushing his teeth“ und continuous „She’s wearing old shoes“ unterschiedliche Formen haben.

Also auf die Frage, ob es „progressive“ oder „continuous“ heißt, kann man nur Antworten, die Form ist sowohl progressive als auch continuous. Just pick your favorite and stick to it.

Schutz: Protection, Security oder Safety?

Wie übersetzt man „Schutz“ ins Englische? Ein Wort reicht im Deutschen aus. Im Englischen hängt es aber vom Kontext ab:

protection  /prəˈtɛkʃ(ə)n/

noun
die Wirkung des Schutzes oder den Zustand des Schutzes.
„the vitamins provide protection against infection“
„the minerals in the toothpaste protect against enamel erosion“
„the castle was built to protect against attacks by potential invaders“
security
/sɪˈkjʊərɪti,sɪˈkjɔːrɪti/
noun
der Zustand von Freiheit von Gefahr oder Bedrohung.
„the system is designed to provide maximum security against toxic spills“
die angewandten Verfahren oder Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit eines Staates oder einer Organisation.
„amid tight security, the prime ministers met at the Colombian resort“
„the convicted murderer was locked away in a maximum security prison“ 
der Zustand, in dem man sich sicher, stabil und frei von Angst oder Ängsten fühlt.
„emotional security is the stability of one’s emotional state.“
die Sicherheit eines Staates oder einer Organisation gegen kriminelle Aktivitäten wie Terrorismus, Diebstahl oder Spionage.
„it was a matter of national security

safety

/ˈseɪfti/
noun
der Zustand, vor Gefahren, Risiken oder Verletzungen geschützt zu sein bzw. der Zustand, dass Gefahren, Risiken oder Verletzungen unwahrscheinlich bzw. minimiert sind.
„the tourists were asked to leave the area for their own safety
„regulators have recently reviewed the safety of a number of heartburn medications“
bezeichnet etwas, das dazu bestimmt ist, Verletzungen oder Schäden zu vermeiden bzw. minimieren.
„a safety barrier was erected“
Kurzum:
Bei safety geht es im Wesentlichen um die körperliche Unversehrtheit
Security ist der Zustand, geschützt zu sein
Protection ist das, was den Schutz gewährt
Liebe Leser: Hope that helps! 🙂

Die Unterschiede zwischen lend / borrow / rent / let / hire

leihen – mieten – verleihen – borgen – anmieten

Es ist kein Wunder, dass wir Wörter wie rent, lend, borrow und let im Englischen durcheinanderbringen. Ich erkläre Ihnen heute, wie diese Begriffe abzugrenzen sind:

BORROW v/s LEND

I borrowed Dan’s car. – Ich habe Dans Auto geliehen.

Dan lent his car to me. / Dan lent me his car. – Dan hat mir sein Auto geliehen.

Im Deutschen könnten wir beide Sätze wunderbar mit dem Verb „leihen“ regeln. Im Englischen geht das – wie es oben zu sehen ist – nicht.

RENT – U.S. English

We rented a car while we were in Italy. – Wir haben ein Auto gemietet. 

We rented our apartment to guests using AirBnB while we were away. – Wir haben unsere Wohnung (unter-)vermietet.

Im Gegensatz zum Deutschen wiederum benutzt man das Verb rent sowohl für mieten als auch für vermieten, während wir im Deutschen die Konzepte klar abgrenzen mit dem Zusatz des Präfixes „ver-„.

LET – U.K. English

Flats to let. – Wohnungen zu vermieten. 

Let ist die Äquivalent von vermieten im britischen Englisch. Hier geht es um Höflichkeit: Die ausdrückliche Erwähnung der Zahlung von Miete (ergo Geld) für das Überlassen der Geschäfts- bzw. Wohnräume wird somit vermieden. Man kann das als eine gehobene Sprache betrachten. In den Staaten ist diese Gebrauchsweise unbekannt.

RENT – U.K. English 

I’ve rented a small flat in central London. – Ich habe eine kleine Wohnung im Herzen Londons gemietet. 

Rent ist die Äquivalent von mieten im britischen Englisch – hier fließt Geld von einer Tasche in eine andere (reichere).

RENT v/s HIRE – U.K. English

We hired a car when we were in Italy. – Wir haben ein Auto in Italien gemietet.

Hier geht es um ein kurzfristiges Mieten.

RENT v/s HIRE – U.S. English

We rented a boat at the lake last weekend.

We hired the best contractor in town to build our house.

Rent benutzt man also für Gegenstände und Immobilien während hire eher zu einer Dienstleistung passt.

Ganz schön viel zu erklären! Hope this helps! 🙂

 

 

Unterschied zwischen „make“ und „do“

Haben Sie sich zwischendurch auch mal fragen müssen: Mensch… make ich das im Englischen eigentlich? Oder do ich das doch eher?

Eine berechtigte Frage, denn es wäre ja verkehrt, make schlicht als „machen“ bzw. do als „tun“ zu begreifen.

Im Groben kann man sagen, dass make eine schaffendes, kreierende, produzierende Tätigkeit beschreibt–wie quasi etwas aus dem nichts erschaffen oder diverse Teile wieder neu zusammenzustellen.

I made an appointment for next Tuesday.

He made a long list of things we need to work on.

She made a few calls when she got to work this morning.

I don’t usually make the bed during the work week. 

Das funktioniert im Deutschen mit machen ganz genauso (ich mache viele Fotos/ich mache mir etwas zu essen/er macht eine Pause). Man kann aber in vielen Kontexten machen durch tun ersetzen, wenn es darum geht, eine allgemeine Tätigkeit/Tat zu beschreiben:

Was machst du gerade / was tust du gerade?

Tue das bloß nicht / mache das bloß nicht.

Aber sie sind auch im Deutschen in vielen Fällen nicht austauschbar:

Tue mir einen Gefallen / Mache mir einen Gefallen

Das macht nichts aus / Das tut nichts aus

Mein Kopf tut weh / Mein Kopf macht weh

Im Englischen ist es im Grunde genommen genauso. Do im Englischen beschreibt die Ausführung einer Tätigkeit im allgemeinen Sinne. Da wird eine Sache wohl erledigt aber nicht unbedingt kreiert, produziert oder geschaffen:

I’m doing my homework. (Teachers make homework (produzierend), students do homework (ausführend/erledigend))

She’s doing her driver’s license.

He does the laundry every Saturday.

Q: What are you doing after work? A: Oh, nothing much.

Wer sich den Unterschied anhand meiner Erklärung nur schwer merken kann, lernt gleich am besten die komplette Kolokation:

do the washing up / do your chores / do a course / do your hair, etc.

make the bed / make a call / make a list / make trouble / make a fuss / make a big deal out of something / make sense / make a noise, etc.

Vokabeln lernt man sowieso am effektivsten, wenn die Vokabeln in einem bestimmten Kontext eingebettet sind!

gonna, wanna, dunno: Wie benutze ich diese Wörter im Englischen?

gonna / wanna / dunno & Co.

When should I use words like “gonna” in English?

The answer is never… unless you wanna.

Recently a client asked me when to use the word “gonna” in English: an online translation tool had suggested she use it when she typed in the query “Ich werde ins Kino gehen”. The suggested translation was: “I’m gonna go to the cinema.”

Wanna and gonna are examples of the kind of relaxed pronunciation that is often used in spoken English, in particular in informal speech (and especially in American English) instead of saying (or typing, for instance in an SMS or online) want to and going to.

We do not typically use these words in a professional setting. So in fact, the translation tool was doing its job: punch in a casual sentence, receive a causal answer. But that goes to show you that using translation tools can only get you so far if you don’t fully understand the basics, such as the difference between „going to“ and „will“.

Don’t get me wrong: gonna and wanna are considered a part of the standard language and used accordingly (just like contractions such as they’re and you’ll). However, though you’ll certainly find these words in a dictionary, they’re never used in very formal speech or in formal, academic or legal writing.

The words wanna and gonna reflect how words like ofto and have very often elide to a schwa sound in [ə] rapid speech. See the following examples:

  • a lot of: a lotta
  • kind of: kinda
  • out of: outta
  • sort of: sorta
  • going to: gonna
  • got to: gotta
  • have to: hafta
  • want to: wanna
  • ought to: oughta
  • could have: coulda (or could uhv)
  • must have: musta (or must uhv)
  • should have: shoulda (or should uhv)
  • would have: woulda (or would uhv)

There are plenty of other examples. Dunno which ones? (dunno = don’t know) You oughta start paying more attention to song lyrics when you stream or switch on the radio.

The same thing happens all the time with the word „you“:

  • did you: didja
  • do you: d’ya
  • don’t you: doncha
  • got you: gotcha
  • get you / get your: getcha
  • would you: wouldja

This kind of elision is everywhere! And if you’re a fan of English-language sitcoms and movies, if you pay more attention as you watch, you’ll start hearing how the actors elide words in this way almost all of the time.

So the next time you’re down to Netflix and chill, don’t forget to your homework.

 

 

 

„Bis“ im Englischen: By or Until?

I’ll be in the office by 10 o’clock.

I’ll be in the office until 10 o’clock.

Beide Sätze kann man wie folgt ins Deutsche übersetzen: „Ich bin bis 10 Uhr im Büro.“

Äh? Was ist da also eigentlich im Englischen der Unterschied? Finden Sie die Präposition „until“ ganz schön sympathisch während Sie „by“ nicht so richtig auf dem Radar haben in diesem Zusammenhang? Typisch Deutsch! Naja… wenn sie im Kontext „bis“ im Sinne von „spätestens um 10 Uhr“ gemeint hätten, wäre das eigentlich falsch. An diesem Beispiel wird deutlich, wie uneindeutig und kontextabhängig die deutsche Sprache so sein kann.

Ich zeige Ihnen, wie es im Englischen geht:

UNTIL

Ab dem Zeitpunkt UNTIL tritt eine Veränderung im bisherigen Ist-Zustand (oder Wird-Zustand) ein: I’ll be in the office until 10 o’clock… Vor 10 Uhr bin ich also im Büro und ab 10 Uhr bin ich weg.

I hadn’t thought of taking care of it that way till now. (aber jetzt ist eine Veränderung eingetreten und ich auf einmal denke ich eben doch darüber nach)

BY

Denken Sie an das Lied Wonderwall von Oasis: „by now I should have somehow realized what I’ve got to do“ …spätestens jetzt hätte ich es eigentlich begreifen müssen.

Mit der Präposition BY handelt es sich also um eine Deadline–eher eine Einladung zur Torschlusspanik–I’ll need this back by Wednesday. Will you have it back to me by then? Spätestens dann muss es eben passiert sein, sonst haben wir ein dickes Problem!

BY V/S UNTIL

Noch einmal im Vergleich:

I’ll be in the office until 10 a.m. (und ab 10 Uhr bin ich weg–erst um 10 Uhr tritt eine Veränderung des Ist-Zustandes „ich bin im Büro“ ein)

I’ll be in the office by 10 a.m. (ich bin noch nicht im Büro aber spätestens um 10 Uhr bin ich da. Womöglich komme ich sogar schon etwas eher an aber um 10 Uhr allerspätestens kann man davon ausgehen, dass ich im Büro angekommen bin)

Got it?