Halloween ist bald wieder da – und das spürt man auch in Deutschland, wo sich Ende Oktober inzwischen schmücke Dekolandschaften zum Gruselfeiertag immer weiter etabliert haben. Mit seinen Ursprüngen vor Jahrhunderten in Irland und Schottland, Einwanderer aus den britischen Inseln haben ihre Bräuche nach Amerika mitgenommen – und dank Amerikanischem kulturellen Einfluss wurden diese in die weitere Welt exportiert. Boo! Aber bei allen festlichen Kürbissen, künstlichen Spinnweben und geisterhaften Grabsteinen – wie sagt man Friedhof im Englischen?
Graveyard und cemetery haben beide die gleiche Bedeutung, nämlich „Begräbnisstätte“, und bezeichnen einen Ort, an dem Leichen begraben werden – hier kann man also nichts falsch machen. Allerdings deutet graveyard in der Regel auf einen kleinen Friedhof hin, beispielsweise an einem Privatgrundstück oder neben einer Kirche gelegenen. Graveyard wird auch im übertragenen Sinne verwendet, um Orte zu bezeichnen, an denen Dinge zurückgelassen oder weggeworfen werden, wie beispielsweise in „automobile graveyard / aircraft graveyard“.
Cemetery ist dabei das ältere der beiden Wörter im Englischen. Es wurde erstmals im 15. Jahrhundert verwendet und stammt letztlich vom griechischen Wort koimētērion ab, was „Schlafkammer” oder „Begräbnisstätte” bedeutet. Die erste bekannte Verwendung von graveyard in gedruckter Form erfolgte einige Jahrhunderte später, Mitte des 18. Jahrhunderts.
Ich arbeite seit Jahren als Interview-Coach, um Kunden auf Vorstellungsgespräche auf Englisch vorzubereiten. Dabei habe ich parallel sehr eng mit Personalvermittlern und Personalabteilungen in einem internationalen Umfeld zusammengearbeitet in meiner Tätigkeit als Business-Englisch-Coach. Heute möchte ich dir 11 Insider-Tipps geben, die dir bei der Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch helfen, egal ob du dich zum ersten Mal auf eine internationale Stellenanzeige bewirbst oder deine Interviewfähigkeiten im Allgemeinen verbessern möchtest.
1. Lege deinen Perfektionismus ab und benutze das Englisch, das du hast. Viel mehr ist kurzfristig sowieso nicht drin, auch wenn es sicherlich sinnvoll wäre, Pläne zu schmieden, wie du künftig dein Englisch im beruflichen Kontext weiterausbaust. Damit kann ich dir helfen. In der Zwischenzeit, achte darauf Wörter zu verwenden, die dem deutschen Ausdruck, den du suchst, am nächsten kommen, auch wenn sie einfach sind, anstatt stecken zu bleiben. Vielleicht kannst du aus einem Durcheinander sogar einen lustigen Moment im Interview machen, der Selbstbewusstsein und Verwundbarkeit zugleich aufweist. Und wenn dein Englisch nicht das Beste ist, gib einfach zu, dass du dir dessen bewusst bist und aktiv daran arbeitest, indem du xyz machst (was auch immer es ist). Jede Schwäche ist eine Gelegenheit, Selbstbewusstsein, Einfallsreichtum und Lernbereitschaft zu zeigen. Also atme tief durch und mache weiter! Eine Coaching-Session mit mir zur Vorbereitung kann sehr viel Berührungsangst abbauen. Buch dir eine!
Vor deinem Bewerbungsgespräch auf Englisch:
2. Sei gut auf dein Vorstellungsgespräch vorbereitet. Zeige, dass du deine Hausaufgaben gemacht hast, indem du erwähnst, was du auf der Website des Unternehmens gesehen hast. Wähle vielleicht einen Unternehmenswert oder etwas aus dem Leitbild aus, das dich persönlich anspricht. Du musst nicht die Wikipedia-Seite auswendig lernen, aber wenn du so etwas erwähnst, zeigst du, dass du es ernst meinst – auch bei der Auswahl eines Arbeitgebers, der optimal zu dir passt.
3. Versuche, ruhig zu bleiben, auch wenn du nervös bist. Es ist normal, vor einem Vorstellungsgespräch etwas nervös zu sein, besonders wenn viel auf dem Spiel steht. Du kannst vorher einige Erdungsübungen machen oder Atemtechniken anwenden, die dir helfen, dein Nervensystem zu regulieren. Wenn du Tipps dazu brauchst, kann ich dir gerne helfen.
4. Denk daran, wenn du nervös wirst: Dein Interviewer ist wahrscheinlich auf deiner Seite. Sie wollen einen Kandidaten finden und du bist eingeladen worden. Manchmal sind sie sogar verzweifelt auf der Suche und unter ziemlich viel Druck, die Stelle zu besetzen. Stelle dir vor: Jeder, der einer Präsentation zuhört, möchte, dass diese doch gut gelingt – dass man sich nicht langweilt, dass es spannend oder interessant ist, etc. Und jeder Personalvermittler möchte jemanden finden, der gut zu einer offenen Stelle passt. Ich denke, es kann sehr hilfreich sein, die Situation mental neu zu definieren und den Interviewer als Verbündeten statt als Verhörer oder Feind zu betrachten.
In deinem Bewerbungsgespräch auf Englisch:
5. Begrüße deine Gesprächspartner freundlich. Denk daran, dass du dich in einem Vorstellungsgespräch auf Englisch mit dem Vornamen begrüßt. Es ist normal, mit Small Talk zu beginnen, um die Atmosphäre aufzulockern. Auf die Frage „wie geht’s dir?“ antworten? „I’m great,“ ist super. Die Frage ist vielmehr eine Begrüßung, als eine Frage, bei der deine Antwort in die Tiefe gehen soll.
6. Sei freundlich und halte Augenkontakt. Du musst keine Show abziehen, aber Sympathie ist sehr wichtig. Und Augenkontakt ist besonders wichtig. Das zeigt, dass du selbst unter Druck selbstbewusst und sympathisch sein kannst.
7. Sei ehrlich und authentisch. Dieses Vorstellungsgespräch dreht sich um dich, also sei ganz du selbst und erzähle deine Geschichte. Das ist eine gute Gelegenheit, deine Grundwerte und deine persönliche Marke zu vermitteln und zu begründen, warum du gut in das Unternehmen passt. Wenn du dir nicht ganz im Klaren darüber bist, wofür du dich begeisterst, was deine Marke ausmacht oder was dich motiviert, kann ich dir in einer Coaching-Sitzung dabei helfen, zu mehr Klarheit für deine Storytelling zu finden.
8. Erzähle etwas über dich selbst und beantworte Fragen so individuell wie möglich. So kannst du dich und deine Geschichte wirklich ins beste Licht rücken. Konzentriere dich auf das, was einen größeren Eindruck hinterlässt. Es mag zwar stimmen, dass du verheiratet bist und gerne mit deinen Freunden Zeit verbringst, aber das gilt für die meisten Menschen. Was macht dich als Person und als Experte auf deinem Gebiet einzigartig?
9. Achte auf eine angemessene Körpersprache. Sitze aufrecht, aber entspannt. Achte darauf, dich nicht zu krümmen oder die Arme vor dir zu verschränken. Du kannst probieren, wie es sich für dich anfühlt, mit den Händen zu gestikulieren, wenn du eine Geschichte erzählst oder etwas betonst. Das kann auch eine tolle, lebendige und animierende Wirkung haben.
10. Zeige Interesse an deinem zukünftigen Arbeitsbereich. Für den Interviewer ist es wichtig zu sehen, dass du die Anforderungen und Aufgaben der Stelle verstanden hast, und zu hören, warum du diese erfüllen oder sogar übertreffen wirst. Bereite Beispiele aus deiner bisherigen Berufserfahrung vor und untermauere diese mit Fakten, Zahlen oder Beispielen, wie du zum Erfolg beigetragen hast.
11. Stelle deinem Arbeitgeber Fragen. Du könntest fragen, unter wem und mit wem du arbeiten wirst. Du kannst einige Dinge ansprechen, die du über die Unternehmenskultur recherchiert hast. Du könntest den Interviewer sogar fragen, wie er die Auswirkungen dieses bestimmten Wertes oder Corporate-Benefits in seinem eigenen Arbeitsleben erlebt. Es gibt viele gute Fragen, die man stellen kann. Warum wird diese Stelle ausgeschrieben? Wie wird mein Onboarding organisiert sein? Und auch: Wann kann ich mit einer Rückmeldung von Ihnen rechnen? Das schafft Verbindlichkeit in deinem Sinne.
Willst du dich maximal fit fühlen für dein Interview? Dann buche jetzt eine Coaching Session. Meine Erfahrung als Interview-Coach zeigt, dass Kunden mit allerlei falschen Sorgen in die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch kommen und auf einige Fragen, die ihnen wirklich einen klaren Vorsprung gegenüber anderen Bewerbern verschaffen könnten, eher unklare Antworten parat haben. Das sortieren wir alles gemeinsam. Nicht jeder ist ein erfahrener Interviewee, und es ist generell eine ziemliche Herausforderung, sich selbst wirklich zu sehen – geschweige denn selbstbewusst über sich zu sprechen. Ein Spiegel, in den wir schauen können und der uns unser eigenes Bild in einem anderen, klareren Licht zurückwirft, ist für mich das, worum es beim Interview-Coaching geht. Schauen wir also gemeinsam hin: Schließlich sind wir selbst in vielerlei Hinsicht unser größtes Rätsel, und es ist unsere Lebensaufgabe, uns selbst zu ergründen. Meine Kunden sind oft überrascht von dem, was wir dabei entdecken.
How long does it take you? How long will it last? Wie lange dauert es? Heute erkläre ich diese Feinheit im Englischen:
Sowohl „take“ als auch „last“ werden verwendet, um die Zeitspanne zu beschreiben, die für etwas benötigt wird. Wir neigen dazu, „take“ zu verwenden, wenn wir mehr Kontrolle über die jeweilige Erfahrung haben, und „last“, wenn wir wenig oder keine Kontrolle darüber haben. „Take“ deutet auf eine aktivere Beteiligung hin, während „last“ eine eher passive Erfahrung impliziert.
How long does the film last? (der Film dauert, so lange wie er eben dauert)
How long did it take you to get to work? (man hätte schon Einfluss auf die Dauer, je nach Route, Geschwindigkeit, Verkehrsmittel, etc.)
The game lasted for over three hours. (das Spiel dauert, bis es eben aus ist)
It used to take me an hour to do my hair in the morning. Now that I’ve cut it short, it only takes me five minutes. (man hat schon Einfluss auf die Routine, auf die Frisörauswahl, etc.)
Wenn wir das vorbereitende „it“ als Subjekt verwenden und ihm ein Personalpronomen wie I, you, her, him oder it folgt, müssen wir jedoch „take“ und nicht „last“ verwenden:
It will take me forever to get through this mountain of paperwork.
At this rate, it will take her forever to finish her degree.
His car is so messy, it’s bound to take him all day to clean it.
Holiday: UK / Vacation: US? Wusstest du, dass beide Worte vacation und holiday sowohl in Nord Amerika als auch in Großbritannien verwendet werden? Heute schauen wir und die Unterschiede an. Und zum Schluss: was sagt man im Englischen zum „Urlaub auf dem Balkon“ oder Urlaub zu Hause machen?
1. Holiday/holidays
Im britischen Englisch bezeichnet man einen Zeitraum, in dem man von der Arbeit oder der Schule fernbleiben kann, als holiday oder the holidays.
The school had undergone repairs during the holiday.
One day after the Christmas holidays I rang her up.
Mit holiday meint man eine Zeit, in der man nicht zu Hause ist und sich vergnügt.
He’d been working ceaselessly for weeks. He felt it was time for a holiday.
I went to The Netherlands for a holiday.
Und wenn man z.B. jedes Jahr über einen längeren Zeitraum verreist, nennt man das holidays.
Where are you going for your holidays?
Wenn du on holiday bist, bist du eine Zeit lang von der Arbeit oder der Schule weg, oder du verbringst einige Zeit weg von zu Hause, um dich zu vergnügen.
Im amerikanischen Englisch ist ein holiday ein einzelner Tag oder eine Gruppe von Tagen, an denen die meisten Menschen nicht arbeiten – oft zum Gedenken an ein wichtiges Ereignis, z.B. Memorial Day oder Independence Day. Im Britischen nennt man einen solchen Tag bank holiday oder public holiday.
Wenn Nordamerikaner von the holidays sprechen, meinen sie den Zeitraum am Ende des Jahres, der Weihnachten und Neujahr umfasst. Manchmal wird auch Thanksgiving (Ende November) dazu gezählt.
2. Vacation
Das übliche nordamerikanische Wort für einen längeren Zeitraum, in dem man der Arbeit oder der Schule fernbleibt, oder für einen Zeitraum, in dem man von zu Hause weg ist, um sich zu vergnügen, ist vacation.
I’ve been so stressed out at work. I could really use a vacation.
Das Wort vacation kann im Vereinigten Königreich einen längeren Zeitraum, in dem Universitäten, Colleges oder Gerichte planmäßig geschlossen sind. (Christmas/Easter/summer vacation/the long vacation). In den Vereinigten Staaten nennt man die Semesterferien spring break, summer break, fall break bzw. winter/Christmas break.
3. Staycation
In der Umgangssprache versteht man unter dem Begriff staycation einen Urlaub, den man nicht im Ausland, sondern in seinem Heimatland verbringt, oder einen Urlaub, den man zu Hause verbringt und bei dem man Tagesausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten unternimmt.
Want to work on your English? Ich kann dir dabei helfen! Ich coache Profis aller Art seit Jahren, damit sie mit ihrem Englisch weiterkommen. Aber auch für den Urlaub kann ich dir weiterhelfen. 😉 Sag hallo!
Wie sagt man prägen auf Englisch? Das hängt vom Kontext ab. Das Wort „prägen“ deckt Wie sagt man prägen auf Englisch? Das hängt vom Kontext ab. Das Wort „prägen“ deckt einige Konzepte im Deutschen ab. Im Englischen ist es wichtig zu differenzieren, was genau damit gemeint ist:
to characterize – jdn/etw.
The exterior of the house is characterized by a striking use of metal and wood.
Das Äußere des Hauses ist geprägt von einer auffälligen Verwendung von Metall und Holz. (zeichnet sich aus)
to shape – jdn/etw. (formen/gestalten)
A tragic loss in early childhood shaped the way I saw myself and the world.
Ein tragischer Verlust in meiner frühen Kindheit prägte mein Selbst- und Weltbild.
It was an event that shaped history and transformed society as we know it.
Es war ein Ereignis, das die Geschichte geprägt und die Gesellschaft, wie wir sie kennen, verändert hat.
to inform – figurativ prägen im Sinne von durchdringen(to pervade, to be instilled in)
His strictly religious upbringing informs all his writing.
Seine streng religiöse Erziehung prägt sein gesamtes Werk.
to influence – einen Charakter / Sachverhalt prägen (nachhaltig beeinflussen)
Unsere Überzeugungen werden stark von unserer Erziehung geprägt.
(Und im Kontext von Leder, Metall oder Münzen könnte es z.B. to mint, to coin, to stamp sein).
Ich finde Folgendes ist ein schönes Bild: Der zu übersetzenden Satz ist wie ein Gericht und das Übersetzen ist wie Kochen. Jede theoretisch mögliche Übersetzung – wie oben – ist im Übersetzungsprozess ein Gewürz. Welcher Geschmack harmoniert im Kontext am besten? Einmal genau riechen und los!
Bist du Coach auf der Suche nach besserem Englisch für dein Business? In den letzten 15 Jahren habe ich Coaches aus ganz Deutschland (bzw. ihre Teams) aus verschiedenen Coaching-Bereichen mit Business English Coaching und Übersetzungen unterstützt. Von der Überholung der englischen Webpräsenz, der Optimierung von Präsentationen und Vorträgen bis hin zur allgemeinen Steigerung der Handlungssicherheit im Englischen, bin ich ein Englisch-Coach geworden, der viel Erfahrung damit hat, andere Coaches zu begleiten.
Begleitung für diverse Schwerpunkte
Es gibt eine unwahrscheinliche Bandbreite im Feld des Coachings. Zu den Themenschwerpunkten, mit denen ich bislang in Berührung gekommen bin gehören Business Coaching mit dem Fokus Vermarktung und Kundengewinnung, Leistungssteigerungen im Bereich Geschäftsführung & Top Management, Achtsamkeit, Resilienz und gesteigertes Wohlbefinden im beruflichen und privaten Alltag, die pädagogische Arbeit und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Studierenden, die Steigerung von Bewusstsein für interkulturelle Kompetenzen, u.v.m.
Erweitere deine Reichweite
Brauchst du besseres Englisch und mehr Handlungssicherheit, Selbstbewusstsein und Wohlgefühl beim aktiven Sprechen für deine Tätigkeit als Coach? Als Profi für das Sprachpaar Deutsch/Englisch kann ich dir helfen, auch deine Leistung auf internationalem Parkett zu steigern. Business English Coaching sorgt dafür, dass deine Kernkompetenzen noch besser bei deinen Kunden zur Geltung kommen. Zusammen stellen wir sicher, dass deine Coaching-Expertise im internationalen Umfeld genauso überzeugt wie auf Deutsch.
Coaches aus ganz Deutschland, die ich bislang begleitet habe:
Pascal Feyh – MehrGeschäft, Neuss
Felicitas von Elverfeldt, Frankfurt am Main
Dr. Christine Issa & Dr. Sardar Kohistani – SaminWorld, Düsseldorf
Autumn und Fall werden synonym für die Jahreszeit zwischen Sommer und Winter verwendet. Beide werden im amerikanischen und britischen Englisch verwendet, aber fall kommt häufiger im amerikanischen Englisch vor. Autumn gilt im Allgemeinen als der formellere Name für die Jahreszeit.
Das ältere der beiden Wörter ist autumn, das um 1300 aus dem lateinischen Wort autumnus ins Englische kam. (Etymologen sind sich nicht sicher, woher das lateinische Wort stammt.) Die englischen Dichter waren wie eh und je begeistert von den Veränderungen, die der Herbst mit sich brachte, und mit der Zeit wurde der Ausdruck „der Fall der Blätter“ mit der Jahreszeit in Verbindung gebracht. In den 1600er Jahren wurde diese Bezeichnung auf fall verkürzt.
Zu dieser Zeit dehnte sich das englische Reich rasch aus, was bedeutete, dass sich das Englische in den neuen Kolonien ausbreitete, unter anderem im 16. Jahren in der Neuen Welt. Im Laufe der Zeit wichen das in Amerika gesprochene Englisch und das in Großbritannien gesprochene Englisch voneinander ab, da es nicht so viel Kontakt zwischen den beiden Gruppen von Englischsprechern gab. Mit der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten und der Entstehung ihrer nationalen Identität vergrößerte sich die Kluft zwischen den beiden Versionen des Englischen. (Think: soccer v/s football… beide Worte kommen ursprünglich aus Great Britain, und doch sind die Amis rein mit soccer unterwegs während die Briten ausschließlich football spielen).
Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich das amerikanische und das britische Englisch auseinanderentwickelt, und damit auch der Gebrauch der Wörter fall und autumn. Es ist unklar, warum das Wort fall in den Vereinigten Staaten florierte, aber Mitte des 18. Jahrhunderts wurde „fall“ von amerikanischen Lexikographen als rein amerikanisch angesehen. In Ländern, in denen britisches Englisch gesprochen wird, wird fall immer noch gelegentlich als die Bezeichnung für den Herbst verwendet, aber in der Regel nur in einer Handvoll fester Ausdrücke, wie „spring and fall“.
Wer vertritt dich, wenn du in den Urlaub fährst? Somebody’s got to cover for you. Die Wörter Vertretung/Stellvertretung/vertreten decken im Deutschen kontextuell eine ganze Bandbreite ab! Im Englischen ist es etwas schwammiger:
“I’m covering her shift this Tuesday.”
“I’m standing in for Sandra while she’s on vacation.”
“I spoke to a representative of the company.”
“She’s a substitute teacher.”
“I support that idea.”
“She’s the deputy chairperson of the board.”
Wie man sieht, gibt es viele verschiedene Flavors von Vertretung im Englischen. Die passende Übersetzung hängt vom Kontext ab. Traurig, aber wahr!
Everybody’s favorite time of day: der Feierabend. Aber wie wünscht man die Kollegen einen schönen Feierabend im Englischen?
Erstmal zum Deutschen:
Aus dem lateinischen Wort fēria für einen Wochentag oder kirchlichen Feiertag entwickelte sich das Wort fîra im Althochdeutschen, das „Fest“ oder „Ruhe“ bedeutete. Ab da kam’s zum Mittelhochdeuschen vîre für einen festlich begangenen Tag oder die Arbeitsruhe (von da kommt das Neuhochdeutsche „Feier“). Im 12. Jahrhundert bezeichnete dann vîr-âbent den Vorabend eines Feiertages. Dieser Begriff wurde dann ab dem 16. Jahrhundert unter dem Einfluss der Sprache der Handwerker umgedeutet zu „Beginn der Ruhezeit am Abend“.
In Amerika sagt man hierzu am ehesten „quitting time“, z.B. „It’s quitting time!“ – aber Kollegen sagen das nicht zueinander wie „schönen Feierabend“ (im Sinne von „ich wünsche dir einen“). Es ist eher die Feststellung „it’s quitting time (für mich)“! Ich gehe jetzt und verabschiede mich in den Feierabend, bzw. wir alle haben jetzt Feierabend und können endlich in die Abendruhe einkehren.
Und da es zufällig heute Freitag ist, muss ich an TGIF denken – thank God it’s Friday! Ein schönes Wochenende wünscht