Progressive oder Continuous? Gibt es einen Unterschied?

Present Continuous? Present Progressive? Gibt es dazwischen überhaupt einen Unterschied? Heute klären wir das für ein für alle Mal!

Continuous aspect: Das Bild unterstreicht die Idee–hier läuft gerade etwas. Daher heißt es im Deutschen ja „die Verlaufsform“. Wir benutzen diese Form–vereinfacht erklärt–im Englischen, wenn das Geschilderte im erzählten Moment der Gegenwart/Vergangenheit/Zukunft gerade passiert, e.g. „I’m thinking of selling my car.“ / „Come again? Sorry, I wasn’t listening.“

In der deutschen Grammatik gibt es kein 1-zu-1 Äquivalent hierfür. Eine Ausnahme bildet die Rheinische Verlaufsform. Hier am Rhein sagt man gerne, man sei „etwas am machen“, z.B. „Ich bin noch am Überlegen“ im Englischen „I’m still thinking.“

Progressive aspect: Hier sehen wir auch direkt, was gemeint ist–hier schreitet eine Handlung voran! Hiermit bringen wir im Englischen zum Ausdruck, dass eine Handlung, die sich gerade im Ablauf befindet, auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist. Wir machen momentan irgendwelche Fortschritte und wenn wir so weitermachen, ist die Handlung irgendwann abgeschlossen z.B. „I’m doing the dishes.“

Also handelt es sich grammatisch um 2 unterschiedliche Konzepte, die aber sprachlich in der selben Form zum Ausdruck gebracht werden (to be + VERBing). In vielen Sprachen nehmen zwar die progressive und continuous Aspekte die gleiche Form an. Sie haben aber durchaus differenzierte Formen in anderen Sprachen, z.B. Mandarin Chinesisch, eine Sprache in der progressive „He’s brushing his teeth“ und continuous „She’s wearing old shoes“ unterschiedliche Formen haben.

Also auf die Frage, ob es „progressive“ oder „continuous“ heißt, kann man nur Antworten, die Form ist sowohl progressive als auch continuous. Just pick your favorite and stick to it.

„nice to meet you“ / „nice to see you“ / „nice meeting you“

„Jesse! Nice to meet you!“

Wie oft werde ich so von Kunden begrüßt, die ich längst kenne…

Falsch! Falsch! Falsch!

In diesem Kontext ist „Nice to see you!“ nämlich korrekt.

„Nice to meet you“ passt hervorragend, wenn man eine Person zum ersten Mal begegnet. Man stellt sich eben vor und sagt direkt: „Nice to meet you.“ / „Nice to meet you, too.“

Begegnet man aber diese Person ein zweites Mal, heißt es doch „Nice to see you.“

Warum so viele das durcheinander bringen bleibt mir ein Rätsel. Im Deutschen sagen wir doch auch „Schön, Dich zu sehen.“ Oder will man sagen in etwa „Schön, dass wir uns treffen.“? Im Englischen klingt das ganz komisch.

Aber aufgepasst: Wer sich nach einem Treffen aber verabschieden möchte, kann sehr wohl sagen: „Nice meeting you.“ Genauso gut in diesem Kontext passt „Nice seeing you.“ Ausschlaggebend dafür ist nur, dass man das eben Gespräch beendet. Am Anfang des Treffens als Begrüßung passt es nicht.

Get it right!

Thanks for stopping by. Nice seeing you! Until next time…

Unterschied zwischen „make“ und „do“

Haben Sie sich zwischendurch auch mal fragen müssen: Mensch… make ich das im Englischen eigentlich? Oder do ich das doch eher?

Eine berechtigte Frage, denn es wäre ja verkehrt, make schlicht als „machen“ bzw. do als „tun“ zu begreifen.

Im Groben kann man sagen, dass make eine schaffendes, kreierende, produzierende Tätigkeit beschreibt–wie quasi etwas aus dem nichts erschaffen oder diverse Teile wieder neu zusammenzustellen.

I made an appointment for next Tuesday.

He made a long list of things we need to work on.

She made a few calls when she got to work this morning.

I don’t usually make the bed during the work week. 

Das funktioniert im Deutschen mit machen ganz genauso (ich mache viele Fotos/ich mache mir etwas zu essen/er macht eine Pause). Man kann aber in vielen Kontexten machen durch tun ersetzen, wenn es darum geht, eine allgemeine Tätigkeit/Tat zu beschreiben:

Was machst du gerade / was tust du gerade?

Tue das bloß nicht / mache das bloß nicht.

Aber sie sind auch im Deutschen in vielen Fällen nicht austauschbar:

Tue mir einen Gefallen / Mache mir einen Gefallen

Das macht nichts aus / Das tut nichts aus

Mein Kopf tut weh / Mein Kopf macht weh

Im Englischen ist es im Grunde genommen genauso. Do im Englischen beschreibt die Ausführung einer Tätigkeit im allgemeinen Sinne. Da wird eine Sache wohl erledigt aber nicht unbedingt kreiert, produziert oder geschaffen:

I’m doing my homework. (Teachers make homework (produzierend), students do homework (ausführend/erledigend))

She’s doing her driver’s license.

He does the laundry every Saturday.

Q: What are you doing after work? A: Oh, nothing much.

Wer sich den Unterschied anhand meiner Erklärung nur schwer merken kann, lernt gleich am besten die komplette Kolokation:

do the washing up / do your chores / do a course / do your hair, etc.

make the bed / make a call / make a list / make trouble / make a fuss / make a big deal out of something / make sense / make a noise, etc.

Vokabeln lernt man sowieso am effektivsten, wenn die Vokabeln in einem bestimmten Kontext eingebettet sind!

Der Unterschied zwischen „on time“ und „in time“

Was ist der Unterschied zwischen „in time“ und „on time„?

Eine berechtigte Frage! Hoffentlich kommt meine Erklärung just in time… Es gibt immerhin einen signifikanten Unterschied:

Wenn etwas on time ist, passiert es wie abgesprochen oder angekündigt. Die Sache erfolgt also zu einem vorher festgelegten bzw. abgesprochenen Zeitpunkt. Sie erfolgt in anderen Worten weder sonderlich früh noch zu spät, wie in den folgenden Beispielen:

Our flight is set to depart on time at 13:30.“

„I arrived on time for work this morning, thank goodness. After all, I’ve been late every other day this week.“

on time heißt also „pünktlich“ als spräche man von einer Deutschen Bahn, von der man nur träumen vermag…

In time heißt hingegen „early enough“, erfolgt also früh genug vor einem gegebenen Deadline oder Stichtag, usw. Wie in den folgenden Beispielen:

„We didn’t get to the airport until 12:00 but needed to be at the gate by 13:00 to make our flight. We checked in online, rushed our way through security, and made it to the gate in time for boarding!“

„My 2 o’clock cancelled this afternoon. I was just about to leave the office to meet them, but they sent me an SMS just in time.“

in time heißt also „gerade noch rechtzeitig“–zwar erst kurz vor knapp aber dann ist alles noch gut gegangen.

American English und British English: Was sind die Unterschiede?

Introduction

American English speakers tend to use the present perfect tense (have/has + past participle) less than speakers of British English do. In spoken American English, it is quite common to use the simple past when present perfect is preferred in British English. The two situations where this is especially likely are:

1. In sentences which talk about an action in the past that has an effect in the present:

 

American English (AmE) / British English (BrE)

  • Jenny feels ill. She ate too much. (AmE)
  • Jenny feels ill. She’s eaten too much. (BrE)
  • I can’t find my keys. Did you see them anywhere? (AmE)
  • I can’t find my keys. Have you seen them anywhere? (BrE)

 

  1. In sentences which contain the words alreadyjust or yet:

 

American English / British English

  • A: Are they going to the show tonight?
  • B: No. They already saw it. (AmE)
  • A: Are they going to the show tonight?
  • B: No. They’ve already seen it. (BrE)
  • A: Is Samantha here?
  • B: No, she just left. (AmE)
  • A: Is Samantha here?
  • B: No, she’s just left. (BrE)
  • A: Can I borrow your book?
  • B: No, I didn’t read it yet. (AmE)
  • A: Can I borrow your book?
  • B: No, I haven’t read it yet. (BrE)

 

Verb agreement with collective nouns

In British English, collective nouns, (i.e. nouns referring to particular groups of people or things), (e.g. staff, government, class, team) can be followed by a singular or plural verb depending on whether the group is thought of as one idea, or as many individuals, e.g.

My team is winning.

The other team are all sitting down.

In American English, collective nouns are always followed by a singular verb, so an American would usually say:

Which team is losing?

whereas in British English both plural and singular forms of the verb are possible, as in:

Which team is/are losing?

 

Use of delexical verbs have and take

In British English, the verb have frequently functions as what is technically referred to as a delexical verb, i.e. it is used in contexts where it has very little meaning in itself but occurs with an object noun which describes an action, e.g.

I’d like to have a bath.

Have is frequently used in this way with nouns referring to common activities such as washing or resting, e.g.

She’s having a little nap.

I’ll just have a quick shower before we go out.

In American English, the verb take, rather than have, is used in these contexts, e.g.

Joe’s taking a shower.

I’d like to take a bath.

Let’s take a short vacation.

Why don’t you take a rest now?

 

Use of auxiliaries and modals

In British English, the auxiliary do is often used as a substitute for a verb when replying to a question, e.g.

  • A: Are you coming with us?
  • B: I might do.

In American English, do is not used in this way, e.g.

  • A: Are you coming with us?
  • B: I might.

In British English, needn’t is often used instead of don’t need to, e.g.

They needn’t come to school today.

They don’t need to come to school today.

In American English, needn’t is very unusual and the usual form is don’t need to, e.g.

They don’t need to come to school today.

In British English, shall is sometimes used as an alternative to will to talk about the future, e.g.

I shall/will be there later.

In American English, shall is unusual and will is normally used.

In British English, shall I/we is often used to ask for advice or an opinion, e.g.

Shall we ask him to come with us?

In American English, should is often used instead of shall, e.g.

Should we ask him to come with us?

We can also solicit advice and ask opinions or make suggestions with shall in American English. It’s just unusual to hear it in casual speech in particular.

Use of prepositions

In British English, at is used with many time expressions, e.g.

at Christmas/five ‚o‘ clock

at the weekend

In American English, on is always used when talking about the weekend, not at, e.g.

Will they still be there on the weekend?

She’ll be coming home on weekends.

In British English, at is often used when talking about universities or other institutions, e.g.

She studied chemistry at university.

In American English, in is often used, e.g.

She studied French in high school and also when she was in college.

In British English, to and from are used with the adjective different, e.g.

This place is different from/to anything I’ve seen before.

In American English from and than are used with different, e.g.

This place is different from/than anything I’ve seen before.

In British English, to is always used after the verb write, e.g.

I promised to write to her every day.

In American English, to can be omitted after write, i.e.

I promised to write her every day.

 

Past tense forms

Below is a table showing verbs which have different simple past and past participle forms in American and British English. Note that the irregular past forms burnt, dreamt and spoilt are possible in American English, but less common than the forms ending in -ed.

Infinitive Simple past
(Br)
Simple past
(Am)
Past participle
(Br)
Past participle
(Am)
burn burned/
burnt
burned/
burnt
burned/
burnt
burned/
burnt
bust bust busted bust busted
dive dived dove/
dived
dived dived
dream dreamed/
dreamt
dreamed/
dreamt
dreamed/
dreamt
dreamed/
dreamt
get got got got gotten
lean leaned/
leant
leaned leaned/
leant
leaned
learn learned/
learnt
learned learned/
learnt
learned
plead pleaded pleaded/
pled
pleaded pleaded/
pled
prove proved proved proved proved/
proven
saw sawed sawed sawn sawn/
sawed
smell smelled/
smelt
smelled smelled/
smelt
smelled
spill spilled/
spilt
spilled spilled/
spilt
spilled
spoil spoiled/
spoilt
spoiled/
spoilt
spoiled/
spoilt
spoiled/
spoilt
stink stank stank/
stunk
stunk stunk
wake woke woke/
waked
woken woken

Note that have got is possible in American English, but is used with the meaning ‚have‚, and gotten is the usual past participle of get.

Orthography/different spellings

One other point worth mentioning is that British and American English have different spelling standards.

The ending -ize (AmE) v/s -ise (BrE) or -yze/-yse e.g.

monetize v/s monetise, analyze v/s analyse

But note that there is a small list of words that only take the -ise ending in both American and British English:

advertise compromise exercise revise
advise despise improvise supervise
apprise devise incise surmise
chastise disguise prise (meaning ‘open’) surprise
comprise excise promise televise

-or (AmE) v/s -our (BrE) e.g.

color v/s colour, flavor v/s flavour, etc.

And funny words like curb v/s kerb, connection v/s connexion, airplane v/s aeroplane, etc. After all, variety is the spice of life.

Vocabulary

We also have some widely known differences in vocabulary, mostly related to everyday items or objects, from food to transportation, etc.

trunk (AmE) v/s boot (BrE)

hood (AmE) v/s bonnet (BrE)

truck (AmE) v/s lorry (BrE)

diaper (AmE) v/s nappy (BrE)

stroller (AmE) v/s pram (BrE)

windshield (AmE) v/s windscreen (BrE)

napkin (AmE) v/s serviette (BrE)

eggplant (AmE) v/s aubergine (BrE)

cilantro (AmE) v/s coriander (BrE)

cookie (AmE) v/s biscuit (BrE)

apartment (AmE) v/s flat (BrE)

The list goes on and on! The Oxford Living Dictionaries has a great list

 

„Bis“ im Englischen: By or Until?

I’ll be in the office by 10 o’clock.

I’ll be in the office until 10 o’clock.

Beide Sätze kann man wie folgt ins Deutsche übersetzen: „Ich bin bis 10 Uhr im Büro.“

Äh? Was ist da also eigentlich im Englischen der Unterschied? Finden Sie die Präposition „until“ ganz schön sympathisch während Sie „by“ nicht so richtig auf dem Radar haben in diesem Zusammenhang? Typisch Deutsch! Naja… wenn sie im Kontext „bis“ im Sinne von „spätestens um 10 Uhr“ gemeint hätten, wäre das eigentlich falsch. An diesem Beispiel wird deutlich, wie uneindeutig und kontextabhängig die deutsche Sprache so sein kann.

Ich zeige Ihnen, wie es im Englischen geht:

UNTIL

Ab dem Zeitpunkt UNTIL tritt eine Veränderung im bisherigen Ist-Zustand (oder Wird-Zustand) ein: I’ll be in the office until 10 o’clock… Vor 10 Uhr bin ich also im Büro und ab 10 Uhr bin ich weg.

I hadn’t thought of taking care of it that way till now. (aber jetzt ist eine Veränderung eingetreten und ich auf einmal denke ich eben doch darüber nach)

BY

Denken Sie an das Lied Wonderwall von Oasis: „by now I should have somehow realized what I’ve got to do“ …spätestens jetzt hätte ich es eigentlich begreifen müssen.

Mit der Präposition BY handelt es sich also um eine Deadline–eher eine Einladung zur Torschlusspanik–I’ll need this back by Wednesday. Will you have it back to me by then? Spätestens dann muss es eben passiert sein, sonst haben wir ein dickes Problem!

BY V/S UNTIL

Noch einmal im Vergleich:

I’ll be in the office until 10 a.m. (und ab 10 Uhr bin ich weg–erst um 10 Uhr tritt eine Veränderung des Ist-Zustandes „ich bin im Büro“ ein)

I’ll be in the office by 10 a.m. (ich bin noch nicht im Büro aber spätestens um 10 Uhr bin ich da. Womöglich komme ich sogar schon etwas eher an aber um 10 Uhr allerspätestens kann man davon ausgehen, dass ich im Büro angekommen bin)

Got it?

Unterschied zwischen watch und look bzw. oversee v/s overlook

see / look / watch – habe ich da etwas übersehen? Heute wollen wir einen Blick auf ein paar Verben werfen–simple Verben, die jeder aus der Schule kennt, die aber trotzdem leicht zu verwechseln sein können.

Während der Bedeutung von „see“ (sehen) ziemlich offensichtlich sein dürfte,  ärgern wir uns insbesondere über den Unterschied zwischen „look“ und „watch“. Es gibt im Deutschen immerhin kaum einen nennenswerten Bedeutungsunterschied zwischen gucken, schauen & Co. Schauen wir uns ein Beispiel an:

Wie ist es einem Film: Habe ich ihn im Englischen eigentlich gelookt oder gewatcht?

LOOK heißt nur „den Blick in einen bestimmten Richtung lenken“ oder „etwas auf eine bestimmte Art und Weise betrachten“. Ich habe den Film also definitiv nicht „gelookt“–ein häufiger Fehler.

  • She looked impatient. She kept looking down at her watch.
  • I look at it like this: you win some, you loose some.

WATCH bedeutet „etwas über einen längeren Zeitraum hinweg aufmerksam beobachten“ oder „Sorgfalt, Vorsicht oder Zurückhaltung walten lassen.“

  • We binge-watched Harry Potter movies last weekend.
  • I try to watch what I eat and exercise regularly.

Habe ich da was übersehen?

Nein, aber das Wort übersehen wird auch häufig falsch ins Englische übersetzt:

OVERSEE ist die „Überwachung (einer Person oder ihrer Arbeit), insbesondere in amtlicher Funktion“, e.g.: The first lady oversees the residence as well as the state floor. – sie verwaltet das Ganze also.

OVERLOOK hingegen bedeutet 1). „etwas nicht bemerken“ oder 2). „einen Blick von oben haben“, e.g.: 1). You seem to have overlooked an important detail. bzw. 2). The castle overlooks the rolling fields of the English countryside. – Im 1. Beispiel haben wir etwas tatsächlich übersehen, während wir im 2. etwas überblicken.

See? Even the puns send your eyes rolling, I hope the explanations were eye opening!

Dauern: Der Unterschied zwischen „last“ und „take“

Der Film dauert 90 Minuten.

Die Fahrt von Düsseldorf nach Wuppertal dauert ungefähr 30 Minuten.

Es dauert und dauert und dauert… aber die entscheidende Frage im Englisch ist, does it take or last?

Ganz richtig: Es gibt zwei unterschiedliche Übersetzungen. Schauen wir die zwei Beispiel von oben an:

Der Film dauert 90 Minuten: The film lasts 90 minutes.

Die Fahrt dauert 30 Minuten: The drive takes 30 minutes. 

Was ist da wohl der Unterschied? Naja… Der Film dauert im Sinne von „lasts“ immer grundsätzlich 90 Minuten. It always lasts this long. Würde der Film im Kino spielen, könnte man den Film nicht verkürzen. Er dauert so lange wie er eben dauert. There is a beginning and end with a fixed duration between the two. Und wir haben keinen Einfluss darauf. Es ist also ein eher passives Erlebnis, dieses dauern. Es ist ein bisschen wie in dem Beispiel „trust me – it won’t last.“ glaub‘ mir, es wird nicht lange so bleiben – fait accompli – eine vollendete Tatsache, worauf man keinen Einfluss hat.

Die Fahrt von A nach B hingegen kann zwar anhand von äußeren Faktoren ziemlich stark variieren je nach Witterung, Verkehrslage, ob es gerade Ferienzeit ist, usw. Man hat aber einiges, worauf man Einfluss hat: Man kann die Strecke wählen, die man fahren möchte. Ich kann meine Fahrgeschwindigkeit (wenigstens wenn die Autobahn frei ist) selbst bestimmen. Ich kann mich kurzfristig für einen Umweg entscheiden, falls der Verkehr auf einmal stockt, usw.  Man kann also davon ausgehen, dass die Dauer der Fahrt in diesem Fall mehr oder weniger recht unterschiedlich sein kann im Sinne von „takes„.  In general or on average, it takes about this long, though maybe a bit more but perhaps a bit less. It depends! Es hängt unter anderem von meinen Entscheidungen ab. Takes beschreibt ein aktiveres Erlebnis von dauern also.

English class lasts 90 minutes. (Even though I wish it lasted longer!)

It takes me about 30 minutes to get ready for work in the morning. (Depending on how fast I drive)

I didn’t expect it would take you this long to get here. (You sure took your sweet time, didn’t you?)

The meeting lasted 2 hours longer than it usually does. (Oh I wish it hadn’t–but I couldn’t change it). 

Hinweis! Beim Einsatz des sogenannten Preparatory „it“, wird das Verb take immer benutzt:

It can take a long time to master a foreign language.

It took her longer than she expected.  

It’s taken him forever to finally make a decision. 

 

 

Berufsbezeichnungen im Englischen: groß- oder kleinschrieben?

„General Manager“. Im Deutschen ein eindeutiger Fall: Die Berufsbezeichnung–wie alle Nomen überhaupt im Deutschen–wird immer grundsätzlich groß geschrieben! Im Englischen hingegen–eine Sprache, in der ausschließlich „proper nouns“ (zu Deutsch „Eigennamen“) großgeschrieben werden–ist das leider nicht so ganz simple.

Da denken Sie „ja ja aber wann ist denn ein Name Bitteschön ein Eigenname?“

Tja.. am besten hält man sich an den unterstehenden Spielregeln.

Schauen wir uns mal ein paar Beispiele an:

  • Erscheint die Berufsbezeichnung als Überschrift (z.B. in einem CV), wird sie großgeschrieben:
    • e.g., Director of Sales (2011–Present)
  • Steht die Berufsbezeichnung vor dem Namen einer Person, quasi als Teil des Namens, so wird sie ebenfalls großgeschrieben
    • e.g., “Vice President of Sales Max Mustermann.”
  • Nimmt man Bezug auf die Berufsbezeichnung im fließenden Text, wird er kleingeschrieben:
    • Ex: “As vice president of sales, I brought in ten new accounts within two months.”
  • Steht die Berufsbezeichnung hinter Ihrem Namen, wird sie ebenfalls kleingeschrieben:
    • e.g., “Max Mustermann, vice president of marketing.” [Dies gilt im Übrigen genauso, wenn „the“ vor der Berufsbezeichnung steht wie z.B.:  “the vice president of marketing, Max Mustermann…”
  • Erscheint die Berufsbezeichnung in Zusammenfassungen, Zielsetzung oder in einem allgemeinen Textabschnitt, wird er ebenfalls kleingeschrieben.
    • e.g., “I coordinated and implemented projects on behalf of the director of quality management, the director of global operations and the human resources manager for a multinational company.”

Alles klar?

Viel Spaß beim Schreiben!

Der Unterschied zwischen Mrs. und Ms.

Ich muss eine E-Mail an Frau Smith schreiben. Wie fange ich diese korrekterweise an?

Dear Mrs. Smith, 

…oder heißt es eigentlich

Dear Ms. Smith,   ?

oder etwa

Dear Ms Smith      (ohne Komma)

oder gar

Dear Mrs Smith    (ohne Komma) ?

Auf welche Lösung haben Sie getippt?

In meiner Erfahrung ist die beliebteste Lösung der Deutschen „Dear Mrs. Smith,“ — haben Sie es auch so in der Schule gelernt?

Tatsächlich favorisiert man heutzutage die Form „Ms.“ — aber warum denn eigentlich?

US-Feministin und Aktivistin Sheila Michaels, die Anfang Juli verstorben ist, hat das Ganze zu Beginn der 60er Jahre ins Rollen gebracht.

MRS (Aussprache IPA: \mi-səz\, Mehrzahl: mesdames) ist die Kurzform von MISTRESS — die Mehrzahl wird vom Französischen (mesdames = Mehrzahl von madame) abgeleitet und gilt im heutigen Sprachgebraucht als die Bezeichnung für eine verheiratete Frau.

Aber wenn ich Frau Smith aus geschäftlichen Gründen schreibe, was hat ihr Ehestand damit zu tun? Tja… gar nichts oder? Daher hat sich die Form „Ms.“ (Aussprache \ˈmiz\), angespornt von dem Aktivismus von Shiela Michaels, immer mehr durchgesetzt als die Anrede für eine unverheiratete Frau bzw. für Situationen, in denen der Ehestand einer Frau unbekannt oder irrelevant ist.

Die moderne englischsprachige Frau könnte sich sogar ein wenig aufregen, wenn man sie mit „\mi-səz\“ anspricht. Spricht man eine Dame so an, deutet man immerhin darauf hin, dass man davon ausgeht, sie sei verheiratet. Ziemlich Dreist. Und im Englischen, wie wir so schön sagen, „Assumptions (Annahmen) make an ASS out of yoU and ME„.

Aber was ist mit dem Pünktchen und Komma?

Das hängt davon ab, ob man den britischen oder amerikanischen Normen entsprechen will. In Amerika ist die Sache noch recht förmlich: Immer schön mit Pünktchen und Komma (AUCH zum Schluss der E-Mail!!!:     Best, Jesse) Im Vereinigten Königreich geht es im Gegensatz dazu schlicht und modern zu: Dort lässt man häufig sowohl Pünktchen als auch Kommata ganz einfach weg. Dies nennt sich die „offene Form“ – und so schön wie ich diese auch finde, tendiere ich dazu, bei dem zu bleiben, was ich schon immer kenne: Bei mir finden fast immer die traditionellen Satzzeichen im Schriftverkehr Verwendung.

MRS verwende ich dahingehen so gut wie nie. MRS findet ausschließlich Verwendung, in Situationen, in denen der Ehestand wichtig ist (z.B. private Einladungen an ein Ihnen bekanntes Pärchen) ODER wenn eine Ihnen bisher unbekannte Frau ausdrücklich darauf besteht, mit „\mi-səz\“ angesprochen zu werden (und das passiert so gut wie nie).

Wir sind ja sowieso eine Kultur, in der es vollkommen unüblich ist, bei jungen Menschen insbesondere, beim Nachnamen zu bleiben bzw. überhaupt den Nachnamen auszupacken.

In diesem Sinne:

Hi Jane, 

Here’s to hoping readers will be sure to use the correct salutation in the future: „Ms.“ in formal situations and otherwise just „Jane“. 

Schön Leger.

Best,  

Jesse