„Dauern“ auf Englisch – take oder last?

How long does it take you? How long will it last? Wie lange dauert es? Heute erkläre ich diese Feinheit im Englischen:

Sowohl „take“ als auch „last“ werden verwendet, um die Zeitspanne zu beschreiben, die für etwas benötigt wird. Wir neigen dazu, „take“ zu verwenden, wenn wir mehr Kontrolle über die jeweilige Erfahrung haben, und „last“, wenn wir wenig oder keine Kontrolle darüber haben. „Take“ deutet auf eine aktivere Beteiligung hin, während „last“ eine eher passive Erfahrung impliziert.

  • How long does the film last? (der Film dauert, so lange wie er eben dauert)
  • How long did it take you to get to work? (man hätte schon Einfluss auf die Dauer, je nach Route, Geschwindigkeit, Verkehrsmittel, etc.)
  • The game lasted for over three hours. (das Spiel dauert, bis es eben aus ist)
  • It used to take me an hour to do my hair in the morning. Now that I’ve cut it short, it only takes me five minutes. (man hat schon Einfluss auf die Routine, auf die Frisörauswahl, etc.)

Wenn wir das vorbereitende „it“ als Subjekt verwenden und ihm ein Personalpronomen wie I, you, her, him oder it folgt, müssen wir jedoch „take“ und nicht „last“ verwenden:

  • It will take me forever to get through this mountain of paperwork.
  • At this rate, it will take her forever to finish her degree.
  • His car is so messy, it’s bound to take him all day to clean it.

Warum English-Coaching? Die unersetzliche Rolle authentischer menschlicher Interaktion beim Lernen und Zweitsprachenerwerb

In einer Welt, die zunehmend von Technologie und virtueller Kommunikation beherrscht wird, kann die Bedeutung authentischer menschlicher Interaktion für den Zweitspracherwerb nicht hoch genug eingeschätzt werden. Zwar haben Sprachlern-Apps, Online-Kurse und Selbstlernmaterialien den Zugang zum Lernen erleichtert, doch fehlt grundsätzlich das entscheidende Element der spontanen, ungeübten Interaktion, die für das Erlernen einer Zweitsprache unerlässlich ist. Im Folgenden erfährst du, warum die Pflege echter Beziehungen zu Muttersprachlern für einen effektiven und nachhaltigen Spracherwerb von größter Bedeutung ist.

The Power of Real Conversations

Stell dir vor, du lernst schwimmen, ohne jemals ins Wasser zu gehen. Auch der Versuch, eine Sprache nur mit Hilfe von Lehrbüchern oder aufgezeichneten Lektionen zu erlernen, kann dich nur bedingt weiterbringen. Echte Sprachkenntnisse erlangt man durch echte Gespräche mit Muttersprachlern, bei denen man gefordert ist, spontan zu denken, in Echtzeit zu reagieren und die Feinheiten der Alltagskommunikation zu bewältigen.

Authentische Gespräche bieten eine Vielzahl von Vorteilen, die strukturierte Lernmaterialien oder Lern-Apps einfach nicht wiedergeben können:

  1. Lernen im Kontext: Im wirklichen Leben lernt man die Sprache in ihrem kulturellen und situativen Kontext. Man lernt Redewendungen, Slang und kulturelle Nuancen, die Lehrbücher nicht berücksichtigen. Menschliche Interaktionen in einer zweiten Sprache erfordern, dass du dich selbst in die Konversation einbringst und dich als die Person zeigst, die du bist: Ein Lehrbuch oder eine App kann dir nicht helfen, diese Herausforderung vollständig zu bewältigen, oder dir helfen, das emotionale Unbehagen zu ertragen, das diese ungewohnte Praxis unweigerlich auslösen wird.
  2. Unmittelbares Feedback: Durch das Gespräch mit einem Muttersprachler erhält man sofortiges Feedback zu Aussprache, Grammatik und Wortschatz. Diese sofortige Korrektur ist von unschätzbarem Wert, um Fehler frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Du wirst herausgefordert, dein Englisch zu benutzen, um zu fragen: „How do I say X?“ oder „Sorry, I didn’t quite catch that.“ Du wirst diese Fähigkeiten festigen müssen, um in der realen Welt Gespräche in Gang zu halten, wenn die Kommunikation unweigerlich zusammenbricht.
  3. Selbstbewusstsein aufbauen: Regelmäßige Interaktionen mit mir – einem Muttersprachler mit einer Leidenschaft für das Erlernen von Sprachen, der aus erster Hand weiß, wie herausfordernd es sein kann und der sich aller Fallstricke für Lernende im Sprachenpaar Deutsch/Englisch bewusst ist – werden im Laufe der Zeit dein Selbstvertrauen, deinen Sinn für Handlungsfähigkeit und deine Autonomie aufbauen, was schließlich zu einer Sprachkompetenz führt, die sich angenehm anfühlt und deinen Bedürfnissen für Business English und das Privatleben entspricht. Wenn du dich an bedeutungsvollen Gesprächen beteiligst, wirst du dich immer wohler fühlen, weil du dich vollständiger und freier zum Ausdruck bringen kannst.
  4. Interkulturelle Einsichten gewinnen: Sprache und Kultur sind eng miteinander verwoben. Indem du regelmäßig mit einem Muttersprachler interagierst, erhältst du Einblicke in andere Bräuche, Traditionen und Lebensweisen, die dein Verständnis der englischsprachigen Welt bereichern werden.

The Power of Spontaneity

Spontane Gespräche sind der Lackmustest für Sprachkenntnisse. Sie verlangen von dir, schnell zu denken, dich an verschiedene Sprachmuster anzupassen und zu improvisieren, wenn du mit unbekannten Wörtern oder Ausdrücken konfrontiert wirst. Im Gegensatz zu Dialogen in Sprachlehrbüchern sind spontane Interaktionen eine echte Kommunikation, bei der der Gesprächsverlauf nicht vorhersehbar ist.

Hier erfährst du, warum Spontaneität für den Spracherwerb so wichtig ist:

  1. Natürlicher Redefluß: In spontanen Gesprächen lernst du, in der Zielsprache zu denken, anstatt aus deiner Muttersprache zu übersetzen. Dieser mentale Wandel ist entscheidend für einen flüssigen und natürlich klingenden Sprachgebrauch.
  2. Vokabularausbau: In ungeübten Gesprächen begegnet man einem breiten Spektrum von Vokabeln im Kontext. Dieser authentische Sprachgebrauch hilft dir, deinen Wortschatz organischer zu erweitern, als es das Auswendiglernen je könnte.
  3. Hörverständnis: Spontane Interaktionen schärfen deine Hörfähigkeiten, denn du trainierst dein Ohr, um Wörter, Sätze und Intonationen in Echtzeit zu erkennen. Dieses aktive Zuhören fördert das Verstehen und deine Kommunikationsfähigkeit.
  4. Anpassungsfähigkeit: Sprache ist dynamisch, und bei spontanen Interaktionen lernt man nicht nur, sich an verschiedene Sprechstile oder Akzente anzupassen, sondern auch an verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Denkweisen, Persönlichkeiten und Werten. Diese Anpassungsfähigkeit ist entscheidend für eine effektive Kommunikation in unterschiedlichen sprachlichen Umgebungen, und wenn die englischsprachige Welt eines ist, dann ist sie vielfältig. Menschen auf der ganzen Welt nutzen die englische Sprache, um geschäftliche und private Kontakte zu knüpfen und vieles mehr.

Authentische Beziehungen kultivieren

Der Aufbau einer authentischen Beziehung zu einem Muttersprachler wie mir ist der Eckpfeiler eines erfolgreichen Spracherwerbs. Durch unsere intensiven Coaching-Sitzungen, ob persönlich oder online, wirst du eine sinnvolle Verbindung aufbauen, die das gegenseitige Lernen und den Austausch von Ideen und Konzepten fördert, die du nutzen kannst, um Veränderungen in deinem privaten und beruflichen Leben voranzutreiben.

Fazit

Auf dem Weg zum Zweitspracherwerb ist authentische menschliche Interaktion nicht nur nützlich, sondern unverzichtbar. Indem du dich spontan und frei aus dir heraus mit einem Muttersprachler unterhältst, gewinnst du unschätzbare Einblicke in Sprache, Kultur und Kommunikation. Ganz gleich welche Sprache zu beherrschen denkst, ob im geschäftlichen oder privaten Kontext, ist eine bereichernde und anregende Verbindung mit einem Muttersprachler ausschlaggebend für den nachhaltigen Erfolg. Die Kraft der authentischen Interaktion wird deine Sprachkenntnisse wie nichts anderes zu neuen Höhen steigen lassen.

Signalwörter für Present Perfect im Englischen

Das Present Perfect wird im Englischen hauptsächlich für abgeschlossene Handlungen oder Ereignisse in der Vergangenheit verwendet, wenn man davon ausgeht, dass man sich auf das gegenwärtige Ergebnis der Ereignisse konzentriert und nicht auf den Zeitpunkt der Fertigstellung/Vollendung. Es wird kein bestimmter vergangener Zeitrahmen für die Handlung/das Ereignis angegeben (anders als im Deutschen: da kann man im Perfektum problemlos eine abgeschlossener Zeitrahmen benutzen, z. B.: „ich habe ihn gestern gesehen“). Wenn ein vergangener Zeitraum (ein Zeitpunkt in der Vergangenheit oder eine Zeitspanne, die in der Vergangenheit endete) für das Ereignis explizit oder implizit angegeben wird, wird das Simple Past und nicht das Present Perfect verwendet.

Einfacher zusammengefasst könnte man sagen, dass die Zeitform eine Art Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit ist: also eine „vollendete Gegenwart“. Sie impliziert immer einen starken Bezug zur Gegenwart und wird vor allem in Gesprächen, Briefen, Zeitungen, Fernseh- und Radioberichten verwendet. Es kann besonders hilfreich sein – da es eine vollendete Gegenwart im Deutschen nicht gibt – sich an Signalwörter oder Keywords für diese Zeitform zu orientieren. Dazu gehören:

gerade (eben) – He’s just left.

noch nie – I’ve never been to Finland.

bereits – They’ve already gone home.

schon / schon mal – I’ve been to Spain before.

bis jetzt / bislang / bisher – We’ve survived up to now. Things haven’t changed much so far.

kürzlich / vor Kurzem – He’s recently changed jobs.

jemals – Have you ever seen The Fifth Element?

seit – I’ve worked here since January.

Das Present Perfect kann auch für gegenwärtige Zeiträume verwendet werden, die zum Zeitpunkt des Sprechens noch nicht abgeschlossen sind, wie z. B. today, this week, this month, this year usw., oder this morning (wenn es zum Zeitpunkt des Sprechens noch heute Morgen ist), this afternoon, this evening usw.

Brauchst du professionelle Unterstützung bei der englischen Grammatik? Dann melde dich bei mir!

Angst vor Business English?

Business English zu benutzen, ist nicht anders, als kurz ein anderes Hemd auf der Arbeit anzuziehen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass es sich wie eine zweite Haut anfühlt, passgenau.

„Ich fühle mich ganz einfach nicht wohl, wenn ich auf der Arbeit Englisch spreche.“

Das geht anders—und ist gar nicht so kompliziert, wie man meint. Denn oft ist dein Business English gar nicht so schlecht wie du denkst.

Dieses Gefühl kenne ich aus eigener Erfahrung: trotz überdurchschnittlicher Sprachbegabung und erfolgreich absolviertem Germanistikstudium (als 1er-Kandidat), fühlte ich mich nach meiner Auswanderung nach Deutschland in der deutschen Sprache lange nicht zuhause. Da half nur eines: Ganz viel Deutsch sprechen und hören. Und in relativ kurzer Zeit war ich in der deutschen Sprache endlich selbstbewusst angekommen.

Wenn du dein Business English verbessern willst, geht’s am besten mit einem Coach. Hier sind Dinge, die mich von vielen anderen Sprachtrainer*innen unterscheiden:

  • Ich weiß, dass du viel zu tun hast—eigentlich viel zu viel zu tun—und somit ist deine Zeit kostbar. Ich sorge dafür, dass jede Minute, die du mit mir verbringst, sich lohnt, indem es abwechslungsreich, interessant und relevant bleibt.
  • Ich bin offen, neugierig und unkompliziert, und hole dich dort ab, wo du bist. Das macht unsere Zusammenarbeit sowohl angenehm als auch effektiv und führt dazu, dass du dich schnell wohlfühlst, mehr lernst und schneller positive Berührungen mit der englischen Sprache sammelst. Das trägt zu einem gestärkten Selbstbewusstsein im Umgang mit Business English und Abbau von Hemmungen und Ängsten bei.
  • Ich sorge beim Coaching dafür, dass du dich nicht nur wohlfühlst und amüsierst, sondern im besten Fall vergisst, dass du gerade etwas „lernst“. Denn Lernen funktioniert ganz einfach und ohne große Anstrengung besser. Wäre „klassischer Unterricht“ schließlich sinnvoll, hätte es schon beim ersten Mal geklappt. Wir stärken dein Selbstvertrauen und bauen gemeinsam durch positive Berührungen mit der englischen Sprache deine Sprechhemmschwelle ab.

Ich habe viele Kunden, denen es an Selbstvertrauen fehlt, Englisch auf der Arbeit zu sprechen. Sie scheuen sich, fühlen sich unwohl – fühlen sich nicht so wirklich wie sie selbst, wenn sie Englisch im Geschäftsalltag benutzen müssen. Es ist anstrengend, es nervt, man schämt sich und hat auch noch das Gefühl, dass Kollegin A und Kollege B das sowieso viel besser können.

Das ist ein großes Problem, weil viele Geschäftskontakte oder gar Kollegen im professionellen Kontext nur Englisch sprechen. Somit führt kein Weg an Business English vorbei. Dabei ist unser „Schulenglisch“ oft gar nicht so schlecht, wie wir meinen. Mit mir lernst du deine eigene sprachliche Stärke kennen (auch wenn du kein natürliches Sprachtalent bist) und dass alles nicht immer perfekt sein muss, solange die Botschaft klar ist. Schließlich geht es um Kommunikation: verstehen und verstanden werden, Beziehungen zu pflegen, dich wie du selbst zu fühlen, auch in einer Fremdsprache.

Der beste Ort, um Englisch zu lernen

Vor Jahren hörte ich von einer Klientin einen Spruch, der so brillant und witzig zugleich war, dass ich ihn zu meinem Motto gemacht habe: 

„Der beste Ort, um eine zweite Sprache zu lernen, ist im Bett.“ 

Damit brachte Sie den Schlüssel zu einem fließenden und selbstbewussten Umgang mit der englischen Sprache auf den Punkt. Es geht darum aktiv und regelmäßig mit jemandem, den man kennt und vertraut, über die Dinge zu sprechen, die einem am wichtigsten sind: sich selbst, seine Träume und Wünsche, seine Ängste, seine Interessen und Leidenschaften, eben über Gott und die Welt. 
Dieser einfache Spruch fasst die gesamte Reise des Sprachenlernens in nur 12 Worten zusammen. Mir einst schmunzelnd zugeflüstert, hat er mich dazu inspiriert, mein Sprachtalent mit meiner Leidenschaft für Menschen, Ideen und Beziehungen zu kombinieren, um ein wirklich einzigartiges Produkt für Experten und Professionals zu entwickeln, die ihr Englisch authentisch und wirksam verbessern wollen.

When did you last take the time to have a deep conversation with someone you care about? Let’s get talking!

„Yeah, no.“ „No, yeah.“ „Yeah, no, for sure.“ Was will man damit eigentlich sagen?

„Yeah, no.“

„No, yeah.“

„Yeah, no, for sure.“

Hast Du mit Verwirrung solche Ausdrücke auch schon von Muttersprachlern gehört?

Wer danach googelt, sieht vielleicht in Foren wie Reddit Behauptungen, dass diese Ausdrücke Beispiele für nicht ganz standardmäßiges „kalifornisches Englisch“ sind. Kalifornien hat sprachtechnisch einen schlechten Ruf—da denkt man z.B. an den Valley-Girl-Akzent. Aber „yeah no“ ist kein kalifornisches Englisch, und es ist nicht nur etwas, das junge Leute – oder speziell Mädchen im Teenageralter, die oft als treibende Kraft des sprachlichen Wandels genannt werden – sagen. „Yeah no & Co.“ gibt es schon lange, und es wird von Männern und Frauen, jungen und alten Menschen gleichermaßen verwendet – und nicht nur in den Vereinigten Staaten.

Es ist falsch, „yeah no“ als Oxymoron oder Zeichen unartikulierter Verwirrung zu betrachten. „Yeah, no“ ist das, was Linguisten einen Diskursmarker nennen. Diskursmarker sind in der Regel kurze und manchmal vage erscheinende Teile eines Satzes, die semantische, expressive und praktische Funktionen in der Sprache erfüllen. Sie können Zustimmung oder Ablehnung andeuten (oder manchmal beides). Sie können auf Aufmerksamkeit, Sarkasmus, Absicherung, Zurückhaltung oder Gesichtswahrung hinweisen.

Welche verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten gibt es für „ja, nein“? Zum einen kann man dem Gesagten zustimmen, bevor man einen weiteren Punkt hinzufügt – eine Verstärkung oder Klarstellung. Hier ist ein Beispiel, in dem der zweite Sprecher dem Gesagten zustimmt und es ergänzt:

“Do you eat fish?”

“Yeah no, I’ll eat anything.”

Aber “yeah no” kann auch eingesetzt werden, um eine Aussage anzuerkennen und zu widersprechen:

“Do you eat meat?”

“Yeah no, I eat fish and sometimes chicken.”

In der Antwort wird dem Verzehr von Fleisch (Fisch und Huhn) zugestimmt, aber klargestellt, dass rotes Fleisch nicht auf dem Speiseplan steht.

Eine andere Verwendung von „Ja, nein“ ist das Zögern und die Andeutung gemischter Gefühle

“So I guess you’re not coming to the party?”

“Oh… Yeah, no. The funeral’s that day. So I can’t.”

“Yeah” bestätigt das „nicht gehen“ (ja, ich gehe nicht) und „nein“ unterstreicht die Tatsache, dass die Person nicht gehen kann.

Yeah, no. = No

No, yeah. = Yes

Yeah, no. For sure. = definitely

Wie Collocations beim Englischlernen helfen

What is a collocation?

Bei einer Kollokation handelt es sich um zwei oder mehr Wörter, die häufig zusammen in einer Sequenz auftauchen, wie der Name „Co-Location“ schon sagt: Diese Wörter stehen nebeneinander. Diese Kombinationen klingen für englische Muttersprachler „richtig“, da wir diese ständig im natürlichen Redefluss verwenden. Andere Kombinationen hingegen wirken unnatürlich und klingen einfach „falsch“. Betrachten wir mal ein paar Beispiele:

natürliches Englisch…unnatürliches Englisch…
the fast train
fast food

you’ve got a fast car
the quick train
quick food
you’ve got a quick car
a quick shower
a quick meal

a quick break
fast shower
fast meal
a fast break

Warum Kollokationen lernen?

  • Dein Englisch wird natürlicher klingen und leichter zu verstehen sein.
  • Du wirst reichhaltigere Möglichkeiten haben, Dich auszudrücken.
  • Unserem Gehirn fällt es leichter, sich die Sprache in Blöcken zu merken und zu verwenden, als einzelne Wörter. Siehe meinen Beitrag über Chunking.

Wie man Kollokationen lernt

  • Habe Kollokationen auf dem Schirm, wenn Du Dich mit Englisch auseinandersetzt: versuche sie zu erkennen, wenn Du sie siehst oder hörst.
  • Behandele Kollokationen als einzelne Blöcke der Sprache. Betrachte sie als einzelne Blöcke oder Brocken, und lerne „strongly reject“ zusammen als Block anstatt „strongly“ + „reject“ im Einzelnen.
  • Wenn Du ein neues Wort lernst, schreibe andere Wörter auf, die mit diesem Wort im Zusammenhang stehen (remember correctly, fondly remember, vaguely remember, faintly remember).
  • Lese so viel wie möglich. Lesen ist eine hervorragende Methode, um sich Vokabeln und Kollokationen im Kontext und auf natürliche Weise zu merken.
  • Wiederhole das Ganze regelmäßig. Pflege es neue Kollokationen so bald wie möglich nach dem Erlernen im Kontext zu verwenden.
  • Lerne Kollokationen in Gruppen, die für Dich intuitive passen. Gruppiere diese in Themen (Zeit, Zahl, Wetter, Geld, Familie) oder nach einem bestimmten Wort (take action, take a break, take a chance, take a exam).
  • Es gibt auch spezielle Wörterbücher für Kollokationen.

Arten von Kollokationen
Es gibt verschiedene Arten von Kollokationen, die aus Kombinationen von Verb, Substantiv, Adjektiv usw. bestehen. Einige der häufigsten Arten sind:

  • adverb + adjective: totally satisfied (NOT downright satisfied)
  • adjective + noun: excruciating pain (NOT excruciating ecstasy)
  • noun + noun: a surge of anger (NOT a rush of anger)
  • noun + verb: lion’s roar (NOT lion’s howl)
  • verb + noun: commit suicide (NOT undertake suicide)
  • verb + expression with preposition: burst into tears (NOT blow up intears)
  • verb + adverb: wave frantically (NOT wave feverishly)

Beispiel-Kollokationen
Es gibt verschiedene Arten von Kollokationen. Kollokationen können Adjektiv + Adverb, Substantiv + Substantiv, Verb + Substantiv und so weiter sein. Im Folgenden findest Du die sieben Hauptarten von Kollokationen mit Beispielsätzen:

1. adverb + adjective

  • Invading that country was an utterly idiotic thing to do.
  • We entered a lavishly decorated room.
  • Were you fully aware of the implications of your actions?

2. adjective + noun

  • The doctor ordered him to take regular exercise.
  • The Titanic sank on its maiden voyage.
  • He was writhing on the ground in searing pain.

3. noun + noun

  • Let’s give our guest speaker a round of applause.
  • The non-disclosure agreement came into effect as soon as I signed it.
  • I’d like to buy two loaves of bread, please.

4. noun + verb

  • The dog started to bark when it heard the cat meowing.
  • Snow was falling as the fire crackled.
  • The bomb went off when he started the car engine.

5. verb + noun

  • The prisoner was sentenced to life for committing murder.
  • I always try to do my homework in the morning after I brush my teeth.
  • He was asked to sign a waiver against potential personal injury claims.

6. verb + expression with preposition

  • We had to sell the house because we had run out of options.
  • At first his eyes filled with horror, and then she burst into tears.
  • The children were so unruly they’d drive anybody up a wall.

7. verb + adverb

  • She quietly placed the letter on the table and sat down.
  • Mary whispered softly in John’s ear.
  • vaguely remember that it was growing dark when we left.

Übersetzung von inzwischen/zwischenzeitlich ins Englische

in·zwi·schen / ɪnˈt͜svɪʃn̩, inzwíschen / Adverb

Bedeutung:

  1. unterdessen im Sinne von „inzwischen ist das Haus fertig geworden“
  2. währenddessen im Sinne von „ich muss noch arbeiten, du kannst inzwischen essen“

Oft wird das erste Beispiel falsch oder jedenfalls ungünstig ins Englische übersetzt. Mir ist aufgefallen, dass man inzwischen am häufigsten mit „meanwhile“ assoziiert. Viele würden das erste Beispiel folglich so übersetzen, „Meanwhile the house is finished.“ Eine noch passendere Übersetzung ist jedoch:

NOWThe house is finished now. Das klingt ganz einfach natürlicher.

Im zweiten Beispiel könnte es technisch gesehen mit in the meantime gehen. I still have to work, in the meantime you can eat. / …meanwhile you can eat. Aber es geht in diesem Fall auch noch natürlicher mit:

WHILE You can go ahead and eat while I work. Oder so etwas wie: I still have to work. You can go ahead and eat. / Feel free to go ahead and eat. Oder doch noch sicherlich: Feel free to eat in the meantime. Nur das wirkt etwas steif auf mich.

Viel Spaß beim Übersetzen! Für schnelle und verlässliche übersetzerische Unterstützung, meld dich mal bei mir unter mail@superior-english.com oder nehme unter dem dem folgenden Link Kontakt zu mir auf.

All best,

Jesse

Was ist das „Oxford Komma“?

Das Oxford Komma, im Englischen auch bekannt als „serial comma“ bzw. „series comma“, wird vor einer Konjunktion eingesetzt in einer Aneinanderreihung bestehend aus 3 oder mehr unterschiedlichen Dingen.

Wenn in einem Satz Satzteile (das können Satzteile bestehend aus einem oder mehreren Worten sein) mit gleicher syntaktischer Funktion aufgezählt oder verbindend genannt werden, so kann ihre Abtrennung entweder durch Konjunktionen oder durch Kommata erfolgen. Die gleichzeitige Verwendung von Konjunktion (vor allem „und“, „oder“ und „sowie“) und Komma ist im Deutschen wiederum bei Aufzählungen ausgeschlossen, es sei denn, dass es sich um gereihte Hauptsätze handelt, die mit einer Konjunktion verbunden sind. In diesem Fall kann ein Komma eingesetzt werden, um die Gliederung des ganzen Satzes zu verdeutlichen. (Bsp.: „Pack deine Sachen und gehe[,] oder pack deine Sachen und fahre.“)

Im Englischen kann das auch genauso gemacht werden, z.B.: „I went to the the grocery store with Peter, Joe and Kate.“ Absolut unproblematisch! Aber es könnte in manchen Fällen zu undeutlichen Aneinanderreihungen kommen:

„For brunch I typically have a glass of orange juice and bacon and eggs and a bagel.“

Isst man in diesem Beispiel seine Eier mit Bacon oder seine Eier doch auf dem Bagel? Das Oxford-Komma löst dieses Problem, indem ein Komma vor der Konjunktion eingesetzt wird:

„For brunch I typically have a glass of orange juice, and bacon and eggs, and a bagel.“

Eine Mehrheit der US-Amerikanischen Styleguides empfehlen die Verwendung des Oxford Kommas, während ein Löwenanteil der Britischen Styleguides davon abrät (obwohl Oxford sich in Großbritannien befindet).

In diesem Fall stehe ich auf der Seite der Briten. Da, wie im o.g. Beispiel, es aus dem Kontext heraus zu erschließen ist (da „bacon und eggs“ im Englischen eine Kollokation darstellt), dass die Eier dem Bacon zuzuordnen sind. Manchmal wird es aber wirklich sehr verwirrend. Hier ein Beispiel von Wikipedia, von einem Fall, in dem von Meryl Haggard erzählt wurde:

Among those interviewed were his two ex-wives, Kris Kristofferson and Robert Duvall.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kommaregeln#Aufzählungen

Waren seine Ex-Frauen nun also Kris Kristofferson und Robert Duvall? Ein Oxford Komma schließt in diesem Fall jedwede Verwirrung aus. Gleichwohl gilt es in meinen Augen als Selbstverständlich, dass Kristofferson und Duvall keine Frauen sind, daher geht man sowieso in diesem Kontext davon aus, dass sie unmöglich seine Ex-Frauen sein können.

Generell gilt, dass in Großbritannien viel weniger Kommata eingesetzt werden als in den Staaten. Das sieht sauberer aus und vor allen Dingen ist es leichter (für Menschen, die Englisch als Zweitsprache sprechen) sich einzuprägen, dass man eher KEIN Komma einsetzt, als sich die ganzen sonstigen Komma-Regeln zu merken.

Daher ist mein Motto: „when in doubt, leave it out.“ (Ironisch, dass ich da doch ein Komma im Motto einsetze…)

Viel Spaß beim Schreiben! 😀

Warum Amerikaner andauernd „like“ sagen

Likes: Da reden wir nicht von Herzchen auf Instagram oder Däumchen auf Facebook.

„Like“ kennen wir als Deutschsprechende am ehesten als das englische Verb für mögen oder das englische Adjektiv für ähnlich. Wer aber aufpasst, stellt schnell fest, dass in der gesprochenen Sprache – insbesondere in den Vereinigten Staaten – Natives das Wort erstaunlich häufig… ganz anders benutzen.

Was ist denn damit?

Dieses Video liefert eine super gute Erklärung. Schaut rein! Aber keine Sorge: Wer kein so gutes Englisch spricht, kann auch unten die Erklärung auf Deutsch lesen.

https://www.youtube.com/watch?v=MTDjXr7cUnY

Im Grunde gibt es neben dem Gebrauch als Adjektiv (ähnlich) und Verb (mögen) vier weitere Gebrauchsweisen:

Es gibt das zitierende like:

So she was like, „Do you want to go the movies?“ and I was like, „I’m actually really busy this week.“

Als Füllwort, wenn wir im Redefluss eine Pause brauchen:

„It was really just amazing. Like, I kept thinking about it afterwards.“

Als ein in der Linguistik sogenannter Heckenausdruck, d.h. eine adverbiale oder adjektivische Sprachwendung, mit der der Sprecher eine Aussage darüber macht, in welchem Maße er bestimmte Dinge einer Kategorie zuordnet.

„That happened, like, 5 minutes ago.“

Und letztens als Diskurspartikel, um eine Aussage zu betonen, wie das Beispiel im Video:

„She has this bananas phobia of blood. Like, it’s… she’s completely, like, debilitated…“

Zudem schreiben einige Forscher, dass das Wort auch eine soziale Funktion erfülle, indem das Wort eingesetzt wird, um eine Lockerheit und Informalität in der Sprechsituation zu vermitteln, insbesondere unter jüngeren Sprechern.

Eine ziemlich breitgefächerte Funktion erfüllt das kleine Wort like also. Passt also auf bei der nächsten Runde auf Netflix-Binge-Watching (zu Deutsch ugs. „Koma glotzen„) – wir müssen uns beim ganzen Corona-Social-Distancing irgendwie noch unterhalten!