Anti-Trump Vokabelliste für Fortgeschrittene

Als Politikinteressierter (und leidenschaftlicher New-York-Times-Leser), lässt mich die Berichterstattung über den amtierenden US-Präsidenten hin und wieder ganz einfach ohne Worte.

Zum Glück gibt es ja engagierte Journalisten und Journalistinnen, zu deren Lebensaufgabe es gehört, passgenaue Worte für diesen Mann und sein widerwärtiges Verhalten sowie die Menschen in seiner politischen Umlaufbahn zu finden. Hierzu scheint ein wenig Wortgymnastik erforderlich zu sein, da man tatsächlich seit Januar plötzlich auf einige Begriffe in den Zeitungen stößt, die vielen gut belesenen Englisch-Muttersprachler vor den finsteren Zeiten Donald Trumps unbekannt waren.

Hier eine kurze Liste:

Puerility (n.) zu Deutsch Puerilität oder Knabenhaftigkeit

Kleptocracy (n.) zu Deutsch Kleptokratie oder Herrschaft der Plünderer

Medacity (n.) zu Deutsch Verlogenheit oder Lügenhaftigkeit

Sycophant (n.) zu Deutsch Speichellecker, Hofierer, (Arschkriecher)

Emolument (n.) zu Deutsch eine Vergütung oder Vergünstigung, die sich aus der Übernahme eines politischen Amtes ergibt

Neopyhte (n.) Neuling, Anfänger

Kakistocracy (n.) zu Deutsch Kakistokratie: Herrschaft der Unfähigen

Kompromat (n.) Kompromat: ein Begriff, ursprünglich aus dem Jargon des Geheimdienstes KGB der UdSSR stammend, für kompromittierendes Material, das zur Diskreditierung von Politiker oder eine andere Person des öffentlichen Lebens.

Viel Spaß mit den neuen Trump-gerechten Vokabeln!

Der Unterschied zwischen „remember“ und „remind“

IMG_3292remember v/s remind:

commit the difference to memory!

Am vergangenen Freitag erinnerte mich ein Fehler im mündlichen Ausdruck eines Kunden daran, dass ich schon lange ein Post zu diesem Thema schreiben will: was ist denn der Unterschied zwischen to remember und to remind? Im effizienten Deutschen reicht ja immerhin ein einziges Verb: erinnern – also um potenzielle Sprachpannen zu vermeiden, halte Folgendes in Erinnerung:

 

 

 

REMEMBER

“Remembern” macht man innerlich: man hält etwas in Erinnerung, das wieder hervorgerufen werden kann.

remember + to Infinitiv verwendet man, wenn man etwas nicht vergessen will oder soll:

  • Please remember to pick the kids up from school this afternoon!

 

remember + Gerundium verwendet man, wenn man sich daran erinnern kann (oder eben nicht), etwas getan zu haben:

  • I don’t remember walking home last night. I must have had one too many margaritas.

 

REMIND

Im Gegensatz zu remember, kommt ein Reminder eher von außen – entweder ruft etwas in unserem Umfeld in uns eine Erinnerung hervor oder jemand erinnert uns daran, etwas nicht zu vergessen:

  • That reminds me of the time my dad fell off a horse.
  • She reminded me to brush my teeth.

 

Aber warte mal! Gibt es nicht auch andere Übersetzungen von dem Wort Erinnerung? Ja klar! Was wäre die Welt ohne Vielfalt?

 

Memory – Ihr Anlitz rief Erinnerungen in mir wach. Ein memory ist etwas, woran ich mich also erinnern kann. Memory ist aber auch der Begriff für das geistige Vermögen an sich, Ereignisse im Gedächtnis abzuspeichern.

 

Andere Übersetzungen gibt es auch, wie z.B. remembrance (eher emotional geladen im Sinne von ein Gedenken), momento (Erinnerung im Sinne von einem Andenken), souvenir (eine Erinnerung im Sinne von einem Mitbringsel), recollection (impliziert ein bewusstes Erinnern an etwas, insb. mit geistiger Anstrengung oder Mühe verbunden), und so weiter und so fort. Hängt ganz einfach vom Kontext ab!

 

So can you commit all that to memory—also die Unterschiede in Erinnerung behalten?

Der Unterschied zwischen „shade“ und „shadow“

IMG_0390Endlich kommt der Frühling und mit ihm die Sonne (nur leider nicht heute) und die Sonne (wenn man das Glück hat, dass sie hier im Rheinland tatsächlich mal scheint) wirft Schatten. Aber wann ist ein „Schatten“ im Englischen ein shade und wann ist er ein shadow?  Let’s have a look:

Beide Wörter werden vom Altenglischen Wort sceadu abgeleitet, was soviel wie Dunkelheit oder Schatten bedeutet. In der heutigen Sprache haben die Wörter shadow und shade ähnliche aber unterschiedliche Bedeutungen.

Im Sinne der komparativen Dunkelheit, kann man shade wie folgt definieren:  

ein Bereich, der vom Licht der Sonne oder einer anderen Lichtquelle nicht unmittelbar erreicht wird und in dem deshalb nur gedämpfte Helligkeit, Halbdunkel und Kühle herrscht

(Thanks for doing the legwork here, Duden!)

So on a hot sunny day, the shade of a tree, wall, umbrella or building is where you’ll want to sit to keep cool. Schattenpflanzen sind im Englischen shade-loving plants. Das Wort shade hat auch emotionale Konnotationen: shade ist etwas angenehmes, schützendes, beruhigendes.

Shadow kann man genauso definieren wie shade, aber er ist noch etwas spezifischer:

ein mehr oder weniger scharf begrenzter im Schatten eines Körpers oder Gegenstandes liegender Ausschnitt einer im Übrigen von direktem Licht beschienenen Fläche, der sich dunkel von der helleren Umgebung abhebt – eine Figur, Gestalt o. Ä., die nur in ihren Umrissen, nur schemenhaft als Silhouette erkennbar ist

So you and I cast shadows in the sun or other light source. When light pours in through the windows, it casts shadows on the walls. Eine Schattenspielfigur heißt im Englischen shadow puppet. Im figurativen Sinne, were your mom or dad famous, you might even have the feeling you’re living in his or her shadow. Das Wort shadow hat andere emotionale Konnotationen: er ist eher mysteriös, fremd oder insbesondere in der Mehrzahl sogar bedrohlich: Mörder und Verbrecher lurk in the shadows (lurk = lauern).

Die Begriffe sind also nicht so ganz austauschbar:

Should you and I fly to Mallorca, we might at some point find ourselves sitting in the shade somewhere enjoying a cocktail after a long day on the beach. Then again if you were standing over me while I’m lying on the beach trying to work on my tan, your shadow would be blocking my rays.

Ist etwas shady, so ist es shade-reich oder shade-haltig. You can reach my house by biking down a shady lane lined with lime trees. Wunderschön–kühl und schattig! Ist etwas aber shadowy, dann ist es shadow-ähnlich. If you’re taking a walk alone in the evening, you might feel disquieted were shadowy figures to suddenly appear in the mist. Nicht so schön oder? Und aufgepasst: in der Umgangssprache spricht man immer häufiger von „throwing shade“ (jmd. „dissen“, d.h. jmd. beleidigen, beschimpfen oder herabsetzen) und von acting shady (zwielichtig, hinterhältig, schlitzohrig).

Oh, the shade of it all!

 

Content vs. Contents

Confusing Content

I was working on a proofreading project recently when I ran across the following mistake:

 

            “Click here to review the content of your shopping cart”

 

Can you spot the error?

 

The sentence should read, „Click here to review the contents of your shopping cart.“ At the same time one would not say, „His blog regularly features new contents.“  So what’s the difference between content and contents? Read on to find out:

 

content v/s contents – getting it right:

 

Content is a word that has a range of meanings in English. It can be a verb (mit Betonung auf der 2. Silbe im Sinne von befriedigen), an adverb (mit Betonung auf der 2. Silbe im Sinne von zufrieden) or a noun (auch mit Betonung auf der 2. Silbe im Sinne von Zufriedenheit)—but when it comes to the noun content im Sinne von Inhalt (mit Betonung auf der 1. Silbe), things start to get tricky:

 

Content in this sence refers to the things that are held or contained in something.

 

1).   The noncount noun content refers, for example, to the ideas contained in a film, text, speech, etc., or to the physical substance of an object:

 

  • This film’s content isn’t appropriate for viewers under the age of 18.
  • Their sandwiches have an astronomically high salt content. Let’s eat somewhere else!
  • He adds fascinating new content to his blog every week.

 

2).  The count noun content, on the other hand, is pluralized as contents – and refers to the items physically contained within something as in the following examples:

 

  • To find out if that topic is covered in the book, refer to its Table of Contents.
  • Upon Ms. Stickyfingers’ arrest, the officers confiscated the contents of her conspicuously oversized handbag.
  • When my Aunt Mildred, a notorious hoarder, passed away, I was charged with the thrilling task of disposing of the contents of her apartment.