Sind deine Fähigkeiten im Hör- und Lesenverstehen viel besser als deine Fähigkeit, aktiv Englisch zu sprechen? Du verstehst fast alles, was im Raum vor sich geht, aber du erstarrst, sobald du im Rampenlicht stehst. Kommt dir das bekannt vor? Damit bist du nicht allein. Das ist der Unterschied zwischen Input und Output. Das Aufnehmen und das Aussprechen einer Sprache sind zwei völlig verschiedene Dinge – und wahrscheinlich hast du viel mehr Erfahrung mit Ersterem als mit Letzterem. Die gute Nachricht ist: Wir können das ändern.
Warum fällt es mir leichter, Englisch zu lesen oder zu hören, als es zu sprechen?
Du kommst passiv sehr viel mit Englisch in Berührung, weil es so gut wie überall zu finden ist – in der Werbung, in Slogans, es ist fest im europäischen Alltag verankert –, auch wenn du den Großteil deines Lebens damit verbringst, auf Deutsch (oder in einer anderen Sprache, falls du zweisprachig bist) zu denken, zu sprechen und zu fühlen. Du hörst wahrscheinlich ziemlich oft Englisch: Vielleicht hörst du gerne englischsprachige Podcasts oder schaust dir Fernsehserien im Originalton an – schließlich gibt es weltweit jede Menge interessante englischsprachige Inhalte zu entdecken. Schalte das Radio ein, und ein Großteil der Musik, die wir hören, ist auf Englisch. Dein Gehirn hat sich also durch jahrelangen passiven Kontakt im Alltag wirklich daran gewöhnt, Englisch aufzunehmen und zu verstehen. Je mehr du dein Gehirn auf diese Weise trainierst, desto besser wird es darin. Es ist wie beim Muskeltraining: Je mehr du ihn benutzt, desto stärker wird er.
Passive vs. aktive Sprachkenntnisse: Zwei verschiedene „Muskeln“
Womit du wahrscheinlich viel weniger Erfahrung hast, ist das aktive Sprechen auf Englisch. Das ist ein weitaus schwächerer „Muskel“ in deinem Gehirn, weil du ihn viel seltener benutzt hast. Es gibt in deinem Leben bei weitem nicht so viele Situationen, in denen das aktive Sprechen von dir verlangt wird, im Vergleich zu den vielen Möglichkeiten, die Sprache passiv auf- und wahrzunehmen. Und in der Schule lag der Schwerpunkt schließlich auch nicht darauf, dass du möglichst viel aktiv sprichst – wenn du also Schwierigkeiten beim Sprechen hast, liegt das nicht daran, dass du schlecht bist: du bist nur unerfahren.
Der „Auslandssemester-Effekt“: Warum aktives Sprechen den Ausschlag gibt
Kennst du Leute, die ein Jahr im Ausland verbracht haben und mit deutlich besseren Englischkenntnissen zurückgekommen sind? Das liegt nicht daran, dass sie mehr Englisch gehört oder gelesen haben. Es liegt daran, dass sie die Sprache aktiv gesprochen haben – und zwar sehr viel. Sie haben im Ausland ihre „Sprechmuskeln“ gestärkt, weil es keine andere Möglichkeit gab, auf deutsch auszuweichen. Wie wirst du also besser im Englischsprechen? Indem du es sprichst. Musst du dafür ins Ausland ziehen? Nein. Hör auf, dir andere Optionen offen zu lassen. Du kannst dir regelmäßig Gelegenheiten schaffen, mit anderen Menschen auf Englisch zu kommunizieren und: sprechen, sprechen, sprechen. Tatsächlich kann das aktive Sprechen einer Fremdsprache ein effektiverer Weg sein, sie zu lernen, als Ansätze, die hauptsächlich auf passivem Aufnehmen basieren (so funktioniert der herkömmliche Fremdsprachenunterricht ja meistens).
Eine Studie der Forscherinnen Elise W. M. Hopman und Maryellen C. MacDonald von der University of Wisconsin-Madison, veröffentlicht in Psychological Science, verglich die Auswirkungen von Verständnisübungen und Sprechübungen auf das Fremdsprachenlernen. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Gruppe mit Sprechübungen die Gruppe mit Verständnisübungen sowohl bei Grammatik- als auch bei Vokabeltests übertraf – selbst nachdem die Forscher individuelle Lernunterschiede berücksichtigt hatten.
Sprechen lernen ist wie Fahrradfahren lernen
Denk mal darüber nach, wie du Fahrradfahren gelernt hast. Hast du dir zuerst unzählige YouTube-Videos angesehen, eine Menge Apps zum Thema Fahrradfahren heruntergeladen oder mehrere Bücher über Radfahren gelesen? Oder bist du einfach auf ein Fahrrad gestiegen und hast es irgendwann aus eigener Kraft gelernt? Und ich wette, du hast das mit der Unterstützung von jemandem gemacht, der schon viel Erfahrung hatte, dich gern unterstützt und dir zum Erfolg verhelfen wollte? Vielleicht war es am Anfang ein bisschen beängstigend, und vielleicht bist du mehrmals hingefallen, aber es hat auch trotzdem Spaß gemacht und war spannend genug, um dranzubleiben, bis es dir in Fleisch und Blut überging. Jetzt steigst du auf dein Fahrrad, ohne darüber nachzudenken: Du machst es einfach.
Wie Business-Englisch-Coaching dein Selbstvertrauen beim Sprechen stärkt
Meine Art, Business-Englisch-Coaching zu gestalten, ähnelt sehr dem, wie man dir das Fahrradfahren beibringt. Du und dein Team bekommt die Gelegenheit, eure „Sprechmuskeln“ in einer unterstützenden Umgebung zu stärken, die euren Fokus weg von Angst, Unbehagen, Zweifeln, Selbstkritik und Perfektionismus lenkt – hin zu dem, was wirklich zählt: eure Botschaft rüberzubringen, euch nicht klein zu machen und mit gestärktem Selbstvertrauen, mehr Effektivität und Durchschlagskraft zu überzeugen – damit ihr keine Chancen mehr verpasst. Wir trainieren gemeinsam eure „Sprechmuskeln“ auf eine Weise, die Spaß macht und motiviert, bis ihr nicht mehr vom Fahrrad fallt.
Bist du bereit, deine Sprachmuskeln zu stärken?
Englisch zu verstehen ist für die meisten Berufstätigen nicht das Hauptproblem – Englisch klar und selbstbewusst zu sprechen, ist die Fähigkeit, die es sich zu trainieren lohnt. Wenn du bereit bist, nicht mehr zu erstarren, wenn du an der Reihe bist, und anfängst, Englisch so zu sprechen, wie du es bereits verstehst, dann lass uns loslegen. Buche dein kostenloses, unverbindliches Einführungsgespräch und entdecke, was Business-Englisch-Coaching für dich und dein Team leisten kann.

